Aktuelle Nachrichten

Hörspiel des Jahres 2019: "GEH DICHT DICHTIG!" von Ruth Johanna Benrath
Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste hat GEH DICHT DICHTIG! von...

UA: "Apeiron" von Anja Hilling am Theater Bonn
Am 24. Januar ist die Uraufführung von Anja Hillings Stück Apeiron am Theater...

Premiere: "Der starke Stamm" am Residenztheater München
Am 23. Januar hat Der starke Stamm von Marieluise Fleißer am Residenztheater,...

UA von Felicia Zellers "Der Fiskus" am Staatstheater Braunschweig
Am 18. Januar ist die Uraufführung von Felicia Zellers neuem Stück Der Fiskus...

DSE: "Vor dem Entschwinden" am Rheinischen Landestheater Neuss
Am 11. Januar ist am Rheinischen Landestheater, Neuss die deutschsprachige...

Prämiert: Maria Ursprung bei den Autorentheatertagen 2020
Die Jury hat getagt und aus über 150 Einsendungen die drei Gewinner der...

Neu bei FBE: "Brüder" von Jackie Thomae
Zwei Männer. Zwei Möglichkeiten. Zwei Leben. Jackie Thomae stellt in ihrem...

Neu bei FBE: "Unser Dorf" von Klaus Chatten
Mia Fängewisch ist Witwe. Vor genau einem Jahr ist ihr Mann Hubert...

Neu bei FBE: "I and You" von Lauren Gunderson
Einfühlsam und voller Humor erzählt Lauren Gunderson von der Suche zweier...

Neuübersetzungen: "Die Nashörner" und "Bunbury"
Die Neuübersetzungen von Die Nashörner und Bunbury unterstreichen die...

"Sprachschön und brutal": Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für Felicia Zeller
Felicia Zeller wird mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2020...


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Bild von Robert GilbertGilbert, Robert

Robert Gilbert wird 1899 im Berliner Osten als Robert David Winterfeld geboren. Sein Vater Max Winterfeld aus Hamburg ist damals zwanzig Jahre alt und ein erfolgloser Komponist, der sich Jean Gilbert nennt. Seinen Lebensunterhalt verdient er als Pianist in Kneipen oder als Kapellmeister in Varieté und Zirkus, auch bei Hagenbeck. Die Mutter näht Hüte. Als Robert zehn Jahre alt ist, hat der Vater mit seinen Operetten "Polnische Wirtschaft" und Die keusche Susanne Erfolg, bald danach mit "Puppchen, Autoliebchen" sowie "Die Kinokönigin" und zählt bald, auch international, zu den ersten Komponisten dieses Genres.

Als Soldat hat Robert im letzten Jahr des 1. Weltkriegs Kontakte zu den Spartakisten, die das politische Bewusstsein des 19-jährigen wecken. Nach Kriegsende studiert er in Berlin und Freiburg Philosophie und Kunstgeschichte, beteiligt sich an Demonstrationen und Wahlkampfaktionen. Als der 24-jährige heiratet, will er sein eigenes Geld verdienen und schreibt für Fritz Löwe (später Frederick Loewe) seinen ersten Schlagertext "Kathrin, du hast die schönsten Beine von Berlin".

Neben Operetten, Schwänke und Revuen schreibt er unter dem Pseudonym David Weber politische Songtexte, u.a. "Die Ballade vom Nigger Jim", das "Lied eines Arbeitslosen" und das "Stempellied", das von Ernst Busch in Hanns Eislers Vertonung zu einem Klassiker des politischen Kampfes gemacht wird. Gleichzeitig wird er zum begehrten Schlagertexter für Nico Dostal, Friedrich Hollaender, Oscar Straus und Werner Richard Heymann, zu dessen Liedern im Tonfilm "Die Drei von der Tankstelle" er die Texte schreibt.

Für Ralph Benatzkys Im Weißen Rössl steuert er das selbstkomponierte Lied "Was kann der Sigismund dafür" und die Texte zu den Liedern "Im Salzkammergut, da kamma gut", "Im Weißen Rössl" u.a. bei. Für den Erik-Charell-Film Der Kongress tanzt schreibt er "Das gibt´s nur einmal, das kommt nicht wieder". Als führender Textdichter des deutschen Tonfilms wirkt er an über 100 Filmen mit: "Der letzte Walzer", "Der blonde Traum", "Ich und die Kaiserin". Lilian Harvey, Willy Fritsch, Heinz Rühmann, Paul Hörbiger und Willi Forst singen Lieder von Robert Gilbert.

Inmitten der beruflichen Glückssträhne sieht er sich 1933 zur Emigration gezwungen, zunächst nach Wien, dann nach Paris und schließlich nach New York. Politische Texte stehen wieder mehr im Zentrum seiner Arbeit. 1944 wird Gilbert amerikanischer Staatsbürger, 1949 kehrt er nach Deutschland zurück. In München lebend schreibt er für Ralph Maria Siegel, Paul Burkhard ( "Oh, mein Papa" in Das Feuerwerk) und für den Film. 1954 wird er wieder deutscher Staatsbürger und übersiedelt ins Tessin, wo er eine neue Karriere als Übersetzer von insgesamt 20 amerikanischen Musicals beginnt, darunter My Fair Lady, "Annie Get Your Gun", Hallo, Dolly!, Can-Can, "Oklahoma!" und Der Mann von La Mancha. 1978 stirbt Robert Gilbert in Locarno.

 

Annemarie
Musikalisches Lustspiel in drei Akten
Buch von Georg Okonkowski
Gesangstexte von Robert Gilbert
Musik von Jean Gilbert und Robert Gilbert
4D, 6H
UA 02.07.1925, Schiller Theater, Berlin

Strammer Junge angekommen
Schwank mit Musik in drei Akten
Buch von Franz Arnold und Ernst Bach
Musik und Gesangstexte von Robert Gilbert
4D, 4H
Orchesterbesetzung: Kl
UA 1953, (Theater unbekannt), Hamburg