16.07.2018

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Österreichischer Musiktheaterpreis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
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Apolinar, Danny

Der Songwriter Hal Hester lebt auf Puerto Rico und probiert seine Songs in seinem eigenen Swinging Nightclub aus, der nach seiner ersten Schallplatte mit einer Million Auflage "Sand and the Sea" benannt wurde. Bald eröffnete er einen zweiten Club, "Spot in the Sun", den er seinem Freund Danny Apolinar übereignete. Dort wurde gemeinsam mit ihm und Donald Driver das auf Shakespeares "Twelfth Night" basierende Rock-Musical Tut was ihr wollt (Your Own Thing) erdacht und nachts bei den Clubbesuchern gleich ausprobiert. Für Your Own Thing erhielt Hester den "Drama Critics Circle"-Preis für das beste Musical des Jahres 1968, ebenso den "ASCAP-Pacemaker"-Preis im gleichen Jahr.

Danny Apolinar, der sich mit Hester die beiden Preise teilt, entwarf die New Yorker Ausstattung und wirkte bei den Aufführungen in New York und in Los Angeles mit. Der in Brooklyn geborene Danny Apolinar begann seine Karriere in den 50er Jahren als Graphiker. Später schrieb er Songs und trat als Sänger und Pianist auf. Mit Solo-Shows oder mit dem Danny Apolinar Trio besuchte er Clubs in Las Vegas, Chicago, Miami und St. Tropez. Für das Musical "Changes" (Musik von Addy Fieger) schrieb er die Songtexte. Apolinar starb am 23. März 1995.

 

Tut was ihr wollt

(Your Own Thing)
Ein Musical
Buch von Donald Driver
Musik und Liedertexte von Hal Hester und Danny Apolinar
Deutsche Fassung von Mischa Mleinek
3D, 7H
Orchesterbesetzung: Schl, E-Git, E-Org, E-B
UA: 13.01.1968, Orpheum Theatre New York
DSE: 05.04.1969, Theater Bremen Bremen

Das Rockmusical überträgt William Shakespeares Komödie "Twelfth Night, or What You Will" in die Neuzeit.

Viola und Sebastian, Beat-Duo und Zwillingspaar, verlassen im letzten Augenblick ein untergehendes Schiff, doch keiner weiß vom anderen, ob der die Katastrophe überlebt hat. In New York angekommen, bewirbt sich Viola um die freie vierte Stelle in der Männer-Beat-Band Apokalyppies. Trotz des kleinen Unterschieds im Geschlecht wagt sie, zum Mann verändert, das Vorstellungsgespräch bei Orson, dem Agenten der Gruppe, der in jahrelanger nie erhörter Liebe Olivia, eine attraktive Diskothek-Besitzerin, verehrt. Orson spannt Viola als Überbringer seiner zahlreichen Liebesbriefe an Olivia ein.

Auch Sebastian liest die Zeitungsanzeige und wird bei Orson vorstellig. Eine Bewerbung ist für ihn gar nicht mehr notwendig, er hat die Stelle ja schon als die ohne sein Wissen unter dem Künstlernamen Charlie auftretende Viola. Trotz einiger Ungereimtheiten im Gespräch mit Orson fügt er sich nahtlos als Bote weiterer Liebesbriefe ein. Da Olivia besonders junge Männer schätzt, verliebt sie sich sofort in ihn und kann plötzlich gar nicht genug Liebesbriefe von Orson erhalten, so dass in schöner Abwechslung sowohl Viola als auch Sebastian, ohne voneinander zu wissen, eifrig zwischen den beiden hin und her pendeln.

Auch Viola wird von Amors Pfeil getroffen: Sie verliebt sich in Orson, der durch seine Gefühle für den "jungen Mann" in tiefe Ratlosigkeit und Verwirrung gestürzt wird. Die einzigen, die den Überblick nicht ganz verlieren, sind die Apokalyppies. Sie haben die Weiblichkeit Violas längst erkannt, versprechen aber, sie nicht zu verraten. Verrat wäre aber für Orsons Innenleben weitaus besser gewesen, da er durch seine vermeintlichen homosexuellen Neigungen vollständig aus dem Gleichgewicht gerät. Sebastian und Olivia sind sich schon sehr nahe gekommen und auch Orson ist wild entschlossen, seiner Liebe zu Viola nachzugeben; er entsagt Olivia in einem Abschiedsbrief.

Jeder gesteht nun jedem alles, das wahre Alter und die wahren Neigungen, und noch größeres Durcheinander und eventuelles Unglück werden nur dadurch verhindert, dass Viola und Sebastian endlich aufeinandertreffen. Jetzt sind die Rätsel gelöst, die Paare können zueinander finden.