19.06.8027

Aktuelle Nachrichten

Neu bei DESCH: "Der Sohn" von Florian Zeller
Nicolas ist 17 und kein fröhliches, unbeschwertes Kind mehr. Alles um ihn...

"Der tapfere Soldat" von Oscar Straus am Gärtnerplatztheater
Am 14. Juni feiert Peter Konwitschnys Inszenierung von Der tapfere Soldat...

UA: Nina Enders "Siegfried simulieren" am Pfalztheater Kaiserslautern
Nachdem Nina Ender für ihr Stück Polyboskomplex mit dem 2....

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

DSE: "Rock of Ages" von Chris d'Arienzo am Theater Ulm
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre erwarten das Publikum...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

UA: "Ich, Ikarus" von Oliver Schmaering am Theater an der Parkaue
Am 1. Juni 2018 ist die Uraufführung von Ich, Ikarus am Theater an der...

Ausgezeichnet: "In dir schläft ein Tier" von Oliver Schmaering gewinnt den Mülheimer Kinderstückepreis
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist mit dem Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Musical) von Rainer Bielfeldt, Susanne Lütje & Anne X. Weber
Stan Miller führt ein bescheidenes und glückliches Leben. Als seine Mutter an...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Schauspiel) von Dogberry&Probstein
Wenn Victor Lopez eines hasst, dann ist es Ungerechtigkeit. Jetzt sitzt er im...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Neu bei FBE: "Im Gefängnis" von Thomas Engelhardt und Monika Osberghaus
Sinas Papa muss ins Gefängnis. Sina versteht das alles nicht. Sie hat keine...

Wiederentdeckt: "Der überaus starke Willibald" von Willi Fährmann
Halb Fabel, halb soziale Parabel wird gezeigt, wie eine Gruppe für die...

Nominierung Österreichischer Musiktheaterpreis 2018
Wir freuen uns mit dem Landestheater Linz und besonders auch mit unseren...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Daniel KeeneKeene, Daniel
Foto: F. Passerini 

Daniel Keene, 1955 in Melbourne, Australien geboren, schreibt seit 1979 für das Theater. Er arbeitete als Schauspieler, Regisseur, Gründer und Redakteur einer Literaturzeitschrift sowie als Übersetzer. Seine Stücke wurden in Australien, in den USA, China, Frankreich, Japan, Portugal und Deutschland gespielt und mit wichtigen literarischen Preisen gewürdigt. Er erhielt zwei Mal den Victorian Premier’s Literary Award for Drama, dreifach den NSW Premier’s Literary Award for Drama, den Adelaide Festival Award for Literature, den Wal Cherry Play of the Year Award und den Sumner Locke Elliot Prize. Seit 1999 wurden zahlreiche Produktionen in Europa, vor allem in Frankreich, präsentiert. Er schreibt regelmäßig Auftragswerke für französische Regisseure und Theatergruppen. Im März 2014 wurde er mit den Sydney Meyer Performing Arts Award für seine herausragende Theaterarbeit gewürdigt.

 

Lehrzeit

(The Apprentice)
Deutsch von Paul Bäcker
2H
frei zur DSE
UA: 24.01.2012, Compagnie „Tabula Rasa" gemeinsam mit Scène nationale d’Albi

Seine Eltern kann man sich nicht aussuchen. Mit dieser Tatsache will sich Julien nicht abfinden. Er hat ein schwieriges, distanziertes Verhältnis zu seinem Vater und sucht nun kurzerhand einen "besseren". Einen, der ihn so liebt wie er ist. Er beobachtet und studiert die Gewohnheiten der Gäste des Cafés von gegenüber und wählt schließlich Pascal – Single, Journalist und passionierter Kaffeetrinker. Aber ist dieser ungeschickte Erwachsene und Kreuzworträtselneuling der Richtige für den Job? Julien lässt sich durch die anfängliche Abwehr Pascals nicht beirren und sucht hartnäckig dessen Gesellschaft. Pascal fühlt sich ihm überlegen und lässt ihn gewähren. Nach und nach lernen sich die beiden besser kennen. Sie gehen gemeinsam ins Kino, in den Park, auf den Markt; sie unterhalten sich, beobachten gemeinsam und streiten miteinander. Julien muss lernen, dass man Herzensangelegenheiten nicht erzwingen kann, und Pascal lernt, sich dem Jungen zu öffnen.

In 13 Szenen beleuchtet Daniel Keene in seinem ersten Stück für junges Publikum das freundschaftliche Verhältnis eines Erwachsenen zu einem Kind. Ohne falsches Pathos, in einer reduzierten, nüchternen Sprache werden die beiden Protagonisten schnell sympathisch. Julien lässt keine Erwachsenen-Kind-Hierachie mehr zu und teilt sich derart unmittelbar mit, dass auch der etwas phlegmatische Pascal von dessen Argumenten nicht kalt gelassen wird. Daniel Keene über sein Stück: "Als ich ‚Lehrzeit’ schrieb, wollte ich die üblichen Klischees über Väter und Söhne vermeiden, besonders die allgemeine Haltung, dass solch eine Beziehung konkurrenzlastig und antagonistisch sein muss. Ich wollte eine bestimmte Stimmung kreieren, eine gewisse Leichtigkeit, die berührt. Das Stück behandelt das Entstehen und das Wachsen einer besonderen Intimität; (…). Letztendlich liebt Julien Pascal für das was er ist, ein Freund, nicht eine Ablösung für seinen Vater. Er hat Pascal das gegeben, was er sich selber wünschte. Vielleicht ist dies eine Definition für Liebe." 2009 wurde "Lehrzeit" mit dem Prix Théâtre en Page des Nationaltheaters in Toulouse ausgezeichnet und 2014 gewann Keene mit seinem Stück den Prix Théâtre à la Page (Grenoble).

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch