23.06.2018

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Wiederentdeckt: "Der überaus starke Willibald" von Willi Fährmann
Halb Fabel, halb soziale Parabel wird gezeigt, wie eine Gruppe für die...

Österreichischer Musiktheaterpreis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Die Uraufführungsproduktion von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks Musical In...

Deutscher Kindertheaterpreis und Deutscher Jugendtheaterpreis: Fünf Stücke auf der Auswahlliste
Wir freuen uns über fünf Stücke aus unserem Programm auf den diesjährigen...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Schauspiel) von Dogberry&Probstein
Wenn Victor Lopez eines hasst, dann ist es Ungerechtigkeit. Jetzt sitzt er im...

Neu bei DESCH: "Der Sohn" von Florian Zeller
Nicolas ist 17 und kein fröhliches, unbeschwertes Kind mehr. Alles um ihn...

"Der tapfere Soldat" von Oscar Straus am Gärtnerplatztheater
Am 14. Juni feiert Peter Konwitschnys Inszenierung von Der tapfere Soldat...

UA: Nina Enders "Siegfried simulieren" am Pfalztheater Kaiserslautern
Nachdem Nina Ender für ihr Stück Polyboskomplex mit dem 2....

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

DSE: "Rock of Ages" von Chris d'Arienzo am Theater Ulm
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre erwarten das Publikum...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

UA: "Ich, Ikarus" von Oliver Schmaering am Theater an der Parkaue
Am 1. Juni 2018 ist die Uraufführung von Ich, Ikarus am Theater an der...

Ausgezeichnet: "In dir schläft ein Tier" von Oliver Schmaering gewinnt den Mülheimer Kinderstückepreis
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist mit dem Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Musical) von Rainer Bielfeldt, Susanne Lütje & Anne X. Weber
Stan Miller führt ein bescheidenes und glückliches Leben. Als seine Mutter an...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Neu bei FBE: "Im Gefängnis" von Thomas Engelhardt und Monika Osberghaus
Sinas Papa muss ins Gefängnis. Sina versteht das alles nicht. Sie hat keine...


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Bild von Werner Richard HeymannHeymann, Werner Richard

Werner Richard Heymann, geboren am 14. Februar 1896 in Königsberg, schrieb mit sechzehn Jahren sein erstes Orchesterwerk. Die "Rhapsodische Symphonie" des 22-jährigen wurde von den Wiener Philharmonikern unter der musikalischen Leitung von Felix Weingartner uraufgeführt. Eine Karriere als Komponist klassischer Musik scheint vorgezeichnet, Heymann jedoch hat viele Interessen, schreibt Bühnenmusiken u.a. für Max Reinhardts Berliner Kaberett "Schall und Rauch" sowie Chansons auf Texte von Tucholsky, Mehring, Klabund und Wedekind. Ein erster Job als Stummfilmkomponist scheitert an zu niedriger Gage.

Als 1925 Ernö Rapée aus New York als Dirigent des UFA-Palast-Orchesters am Zoo engagiert wird, erhält Heymann die Assistentenstelle und wird ein Jahr darauf Rapées Nachfolger mit der Aufsicht über 120 UFA-Filmtheater in ganz Deutschland. Zu den wichtigsten Arbeiten dieser Zeit zählt die leider verlorengegangene Musik zu Murnaus FAUST. Nach der Übernahme der UFA durch den Hugenberg-Konzern verläßt Heymann die UFA und arbeitet mit den Tonfilmpionieren Masolle, Vogt und Engel. 1929 holt ihn die UFA für ihre eigenen Tonfilmproduktionen zurück. Nun schlägt Heymanns große Stunde.

Es entstehen Filmmusiken zu "Liebeswalzer" ("Du bist das süßeste Mädel der Welt", 1930), "Die Drei von der Tankstelle" ("Liebling, mein Herz lässt dich grüßen", "Ein Freund, ein guter Freund", 1930), "Bomben auf Monte Carlo" ("Das ist die Liebe der Matrosen", 1931), Der Kongress tanzt in der Regie von Erik Charell ("Das gibt´s nur einmal", 1931). 1933 emigriert Heymann zunächst nach Paris, wo er für die Bouffes Parisiens die Operette "Florestan I., Prinz von Monaco" auf ein Buch von Sascha Guitry schreibt. 1939 gelingt ihm in Hollywood mit der Musik zu Ernst Lubitschs "Ninotschka" mit Greta Garbo in der Titelrolle ein großer Erfolg. Bis 1949 komponiert er für weitere 30 Hollywood-Filme die Partitur, verzichtet dabei allerdings auf Songs, da er sich mit der englischen Sprache nicht so anfreunden kann wie mit der französischen.

1951 kehrt Heymann nach Deutschland zurück. Mit der "Heidelberger Romanze" (1951) und mit "Alraune" (1952) kann er aber nicht mehr an die alten Erfolge anknüpfen. Mit der Rückwendung zum Theater hat er mehr Glück: 1952 schreibt er die Songs zur Bühnenfassung von Heinrich Manns "Professor Unrat" auf Texte von Robert Gilbert und das "Experiment" an der Münchner Kleinen Komödie gelingt gegen die Legende des "Blauen Engels" mit einer Serie von 75 ausverkauften Vorstellungen. 1954 verwirklicht Heymann in Stuttgart einen Lieblingsplan, die musikalische Komödie Kiki vom Montmartre, ebenfalls auf Texten von Robert Gilbert mit Käthe Dorsch. Sieben Jahre später am 30. Mai 1961 stirbt Heymann in München.


Weitere Informationen zu Werner Richard Heymann

 

Kiki vom Montmartre
Musikalisches Lustspiel nach André Picard
von E. F. Brücklmeier und Janne Furch
Gesangstexte von Robert Gilbert
Musik von Werner R. Heymann
3D, 6H, Nebendarsteller
Orchesterbesetzung: Schl, Akk, Git, B
UA 05.06.1954, Stuttgarter Schauspielhaus, Stuttgart

Der Kongress tanzt
Eine musikalische Komödie nach dem gleichnamigen Film von Erik Charell
Neue Bühnenfassung von Michael Quast und Rainer Dachselt
Musik von Werner Richard Heymann
Musikalische Arrangements von Carsten Gerlitz
3D, 8H, (Mehrfachbesetzungen möglich)
Orchesterbesetzung: Variabel; Vorhandene Besetzung: Fl, Klar I, Klar II (A.Sax), Dr, Git, Kl, Akk, Vl I, Vl II, Vc, B (Streicher einzeln besetzt)
UA 25.05.2007, Theater, Baden-Baden