27.07.2017

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Neu bei FBE: "Neonazi" von Timo F.
Timo war Neonazi. Obwohl er für die Ideologie nie etwas übrig hatte, landet...

Neu bei FBE: FALKNER
Die österreichische Schriftstellerin, Dramatikerin und Hörspielregisseurin...

Sommertheaterpremieren Teil II
Wann gibt es wohl eine bessere Gelegenheit zum Sommernachtsträumen als an...

"Kannst du pfeifen, Johanna?" von Ulf Stark an der Bayerischen Staatsoper
Am 8. Juli 2017 ziehen Groß und Klein, womöglich mit probehalber gespitzten...

Oscar Straus
Oscar Straus, schon zu Lebzeiten eine international gefeierte Größe, erlebt...

Neu bei FBE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot
Die neunjährigen Sabah und Romain kommen aus verschiedenen Welten, aber...

DSE: "Entweder … oder?" am Phosphor-Theater Aachen
Am 12. August 2017 feiert Jean-Claude Grumbergs schwarzhumorige Farce...

"Feuer fangen" von Luc Tartar an der Landesbühne Nord
In Wilhelmshaven feiert am 26. August Luc Tartars Feuer fangen an der...

Doppelte Auszeichnung bei den Privattheatertagen in Hamburg
Am Sonntag, den 25. Juni 2017, wurde als Abschluss der diesjährigen...

Erstaufführung: "Kommissar Gordon - Der erste Fall" von Ulf Nilsson in Bielefeld
Am Trotz-Alledem-Theater in Bielefeld begibt sich ab 27. Juni Ulf Nilssons...

Rückblick: Uraufführung "Umständliche Rettung" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Essen
Am 28. April wurde am Schauspiel Essen das Stück Umständliche Rettung von...

Neu bei FBE: "SUPERBUHEI" von Sven Amtsberg
Dass Hannover-Langenhagen der Platz sein würde, den das Leben ihm zugedacht...

Sommertheaterpremieren Teil 1
Passend zur Hochsaison der Eheschließungen starten die diesjährigen...


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Bild von Werner Richard HeymannHeymann, Werner Richard

Werner Richard Heymann, geboren am 14. Februar 1896 in Königsberg, schrieb mit sechzehn Jahren sein erstes Orchesterwerk. Die "Rhapsodische Symphonie" des 22-jährigen wurde von den Wiener Philharmonikern unter der musikalischen Leitung von Felix Weingartner uraufgeführt. Eine Karriere als Komponist klassischer Musik scheint vorgezeichnet, Heymann jedoch hat viele Interessen, schreibt Bühnenmusiken u.a. für Max Reinhardts Berliner Kaberett "Schall und Rauch" sowie Chansons auf Texte von Tucholsky, Mehring, Klabund und Wedekind. Ein erster Job als Stummfilmkomponist scheitert an zu niedriger Gage.

Als 1925 Ernö Rapée aus New York als Dirigent des UFA-Palast-Orchesters am Zoo engagiert wird, erhält Heymann die Assistentenstelle und wird ein Jahr darauf Rapées Nachfolger mit der Aufsicht über 120 UFA-Filmtheater in ganz Deutschland. Zu den wichtigsten Arbeiten dieser Zeit zählt die leider verlorengegangene Musik zu Murnaus FAUST. Nach der Übernahme der UFA durch den Hugenberg-Konzern verläßt Heymann die UFA und arbeitet mit den Tonfilmpionieren Masolle, Vogt und Engel. 1929 holt ihn die UFA für ihre eigenen Tonfilmproduktionen zurück. Nun schlägt Heymanns große Stunde.

Es entstehen Filmmusiken zu "Liebeswalzer" ("Du bist das süßeste Mädel der Welt", 1930), "Die Drei von der Tankstelle" ("Liebling, mein Herz lässt dich grüßen", "Ein Freund, ein guter Freund", 1930), "Bomben auf Monte Carlo" ("Das ist die Liebe der Matrosen", 1931), Der Kongress tanzt in der Regie von Erik Charell ("Das gibt´s nur einmal", 1931). 1933 emigriert Heymann zunächst nach Paris, wo er für die Bouffes Parisiens die Operette "Florestan I., Prinz von Monaco" auf ein Buch von Sascha Guitry schreibt. 1939 gelingt ihm in Hollywood mit der Musik zu Ernst Lubitschs "Ninotschka" mit Greta Garbo in der Titelrolle ein großer Erfolg. Bis 1949 komponiert er für weitere 30 Hollywood-Filme die Partitur, verzichtet dabei allerdings auf Songs, da er sich mit der englischen Sprache nicht so anfreunden kann wie mit der französischen.

1951 kehrt Heymann nach Deutschland zurück. Mit der "Heidelberger Romanze" (1951) und mit "Alraune" (1952) kann er aber nicht mehr an die alten Erfolge anknüpfen. Mit der Rückwendung zum Theater hat er mehr Glück: 1952 schreibt er die Songs zur Bühnenfassung von Heinrich Manns "Professor Unrat" auf Texte von Robert Gilbert und das "Experiment" an der Münchner Kleinen Komödie gelingt gegen die Legende des "Blauen Engels" mit einer Serie von 75 ausverkauften Vorstellungen. 1954 verwirklicht Heymann in Stuttgart einen Lieblingsplan, die musikalische Komödie Kiki vom Montmartre, ebenfalls auf Texten von Robert Gilbert mit Käthe Dorsch. Sieben Jahre später am 30. Mai 1961 stirbt Heymann in München.


Weitere Informationen zu Werner Richard Heymann

 

Kiki vom Montmartre
Musikalisches Lustspiel nach André Picard
von E. F. Brücklmeier und Janne Furch
Gesangstexte von Robert Gilbert
Musik von Werner R. Heymann
3D, 6H, Nebendarsteller
Orchesterbesetzung: Schl, Akk, Git, B
UA 05.06.1954, Stuttgarter Schauspielhaus, Stuttgart

Der Kongress tanzt
Eine musikalische Komödie nach dem gleichnamigen Film von Erik Charell
Neue Bühnenfassung von Michael Quast und Rainer Dachselt
Musik von Werner Richard Heymann
Musikalische Arrangements von Carsten Gerlitz
3D, 8H, (Mehrfachbesetzungen möglich)
Orchesterbesetzung: Variabel; Vorhandene Besetzung: Fl, Klar I, Klar II (A.Sax), Dr, Git, Kl, Akk, Vl I, Vl II, Vc, B (Streicher einzeln besetzt)
UA 25.05.2007, Theater, Baden-Baden