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Neu: "Pig Boy 1986-2358" von Gwendoline Soublin
Am Beispiel des Schweins entwirft Gwendoline Soublin eine so bizarre wie...

UA: "Der Name der Rose" bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt
Im Rahmen der Domstufen-Festspiele in Erfurt ist am 9.8. die Premiere des...

Sommertheater: Unsere Premieren von Juni bis August
Wir freuen uns auf Sommer, Sonne und Theater - hier eine Auswahl unserer...

DE: "Der Besuch der alten Dame - Das Musical" bei den Freilichtspielen Tecklenburg
Am 24. Juli 2020 feiern die Freilichtspiele Tecklenburg die deutsche...

Ausgezeichnet: Berliner Kindertheaterpreis 2019 für Esther Becker
"Ein Stück, bei dem man sich fragt, wo es vorher war. Ein Stück, das es schon...

UA: "Der himmelblaue Herr" am Kasemattentheater Luxemburg
Am 6.7. ist die Uraufführung von Fanny Sorgos Stück Der himmelblaue Herr am...

Neu: "Else (ohne Fräulein)" von Thomas Arzt
Angelehnt an Schnitzlers inneren Monolog "Fräulein Else" verortet Thomas Arzt...

Neu: "Das Leben ist ein Wunschkonzert" von Esther Becker
Esther Becker ist das Kunststück gelungen, mit leichter Hand ein gewitztes...

Premieren: "Lazarus" in Leipzig und Göttingen
Lazarus von David Bowie und Enda Walsh entwickelte sich nach der...

Premiere: "Backbeat" an der Württembergischen Landesbühne Esslingen
Am 6. Juni ist die Premiere von Iain Softleys und Stephen Jeffreys'...

UA: "Mr. Nobody" am Jungen Schauspiel Düsseldorf
Am 1. Juni ist die Uraufführung von Mr. Nobody nach dem Film von Jaco Van...

Premiere: "Alles was Sie wollen" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 7. Juni ist die Premiere von Alles was Sie wollen an der Komödie am...


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vollblutkirschen

Ein Theaterstück in fünf Sätzen

1D, 2H
frei zur UA

In "vollblutkirschen" erzählt der Autor eine fast profane Geschichte: Ein Mann, der Konzertpianist Jan Svendborg von Koernenryies, hat 30 Jahre im Zuchthaus gesessen, weil er den Liebhaber seiner Frau, der Konzertpianistin Ada Svendborg von Koernenryies, umgebracht hatte. Jetzt kehrt er zu ihr zuück. Und wieder hat sie einen Liebhaber. Und wieder muß dieser - Bob Carrington Mc Chipperfield - dran glauben. Zwölf Kugeln aus der Baby Glock, wie schon einmal geschehen. Dann ertönt "Die Toteninsel" von Rachmaninov auf dem Piano, wie schon einmal geschehen. Und schließlich muß auch Ada dran glauben, "Die Hure". Und am Ende er selbst, Jan.

Eine profane Eifersuchts- und Mordgeschichte also? Nur auf den ersten Blick. Dieser nur in gewisser Weise simple Plot ist nämlich glänzend erzählt. Eine Komposition, die bisweilen wie ein reiner Klangkörper wirkt und in der die Akteure wie aus einer Maschine zu sprechen scheinen, eine Sprachmodulationsmaschine seltener Bauart. Es ist ein ganz eigenes Mittel des dramatioschen Erzählens, das Menzinger bietet, und es ist in seiner sympathischen Absonderlichkeit keinesfalls L'art pour l'art, keine bloße Spielerei mit dem Merkwürdigen und abseitigen Erzählweisen. Es erweist sich am Ende als schlagkräftiges und erzählstarkes Instrument, von Menschen und ihren Abgründen zu berichten.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch