Leas Tag

Stück von Susanna Mewe
2D, 2H

Der alte Feldmann sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl und wohnt mit seiner ca. 34jährigen Tochter Lea zusammen, die ihn umsorgt. Zwischen beiden herrscht eine Haßliebe, wobei der Haß zu überwiegen scheint. Der Alte zieht nur über seine Tochter her, während sie mit stoischer Ruhe das Alltagsgeschehen bestimmt. Bewegung kommt in dieses tägliche Ritual durch Georg, einen jungen Nachbarn. Er, durch einen Unfall isoliert, weiß nicht wohin, verliebt sich in Lea, will mit ihr einen Neuanfang starten.
Neue Bewegung kommt auch durch Clara, die Schwester Leas, die plötzlich auftaucht. Sie ist ziemlich heruntergekommen, drogenabhängig, regeneriert sich ab und an bei Vater und Schwester. Die drei geben ein ziemlich trostloses Bild ab. Traumatisch hatte bei Töchtern und Vater gewirkt, daß die Mutter sie einfach verließ und nun mit einem ehemaligen männlichen Modell durch die Welt reist. Konfusionen entstehen, als Clara mit Georg anbandelt, als Lea sie auf Entzug setzt, als die Mutter ihren Besuch ankündigt, als Lea mit George auf und davon will. Aber am Ende bleibt alles beim Alten: Lea und der Vater kehren wieder in die alten Rituale zurück. Clara geht auf Achse und als neuen Pflegefall hat Lea nun auch Georg auf dem Hals.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch