19.06.4427

Aktuelle Nachrichten

Deutscher Kindertheaterpreis und Deutscher Jugendtheaterpreis: Fünf Stücke auf der Auswahlliste
Wir freuen uns über fünf Stücke aus unserem Programm auf den diesjährigen...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Schauspiel) von Dogberry&Probstein
Wenn Victor Lopez eines hasst, dann ist es Ungerechtigkeit. Jetzt sitzt er im...

Neu bei DESCH: "Der Sohn" von Florian Zeller
Nicolas ist 17 und kein fröhliches, unbeschwertes Kind mehr. Alles um ihn...

"Der tapfere Soldat" von Oscar Straus am Gärtnerplatztheater
Am 14. Juni feiert Peter Konwitschnys Inszenierung von Der tapfere Soldat...

UA: Nina Enders "Siegfried simulieren" am Pfalztheater Kaiserslautern
Nachdem Nina Ender für ihr Stück Polyboskomplex mit dem 2....

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

DSE: "Rock of Ages" von Chris d'Arienzo am Theater Ulm
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre erwarten das Publikum...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

UA: "Ich, Ikarus" von Oliver Schmaering am Theater an der Parkaue
Am 1. Juni 2018 ist die Uraufführung von Ich, Ikarus am Theater an der...

Ausgezeichnet: "In dir schläft ein Tier" von Oliver Schmaering gewinnt den Mülheimer Kinderstückepreis
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist mit dem Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Musical) von Rainer Bielfeldt, Susanne Lütje & Anne X. Weber
Stan Miller führt ein bescheidenes und glückliches Leben. Als seine Mutter an...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Neu bei FBE: "Im Gefängnis" von Thomas Engelhardt und Monika Osberghaus
Sinas Papa muss ins Gefängnis. Sina versteht das alles nicht. Sie hat keine...

Wiederentdeckt: "Der überaus starke Willibald" von Willi Fährmann
Halb Fabel, halb soziale Parabel wird gezeigt, wie eine Gruppe für die...

Nominierung Österreichischer Musiktheaterpreis 2018
Wir freuen uns mit dem Landestheater Linz und besonders auch mit unseren...


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Imperativ Präsens

(L'impératif présent)
Deutsch von Andreas Jandl
2H
frei zur DSE

Claude besucht seinen sterbenden Vater im Pflegeheim. Er trifft auf einen an den Rollstuhl gefesselten lebenden Leichnam, der weder sprechen noch sich bewegen kann. Da das Pflegepersonal überfordert ist, pflegt er ihn. Doch wie kann er Zugang zu diesem traurigen und intimen Leben eines Menschen finden, der seine Autonomie verloren hat? Wie soll er diesen ehemals autoritären und stolzen Körper waschen? Wie diesen rebellischen Bart rasieren, der trotz dieses leblosen Wesens, das ihn trägt, wächst? Wie soll er die Windeln wechseln, das Geschlecht einseifen und säubern, für das er, weil es ihn gezeugt hat, Verachtung empfindet? Claude spricht und spricht zu diesem leblosen Körper, der einmal sein Vater war und dessen Haß zum Motor seines eigenen Lebens und seines literarischen Schaffens geworden war. Millionenfach Nicht-Gesagtes während der vergangenen Jahre bricht aus ihm heraus. Die Gegenwart wird zum Imperatif. Sein Monolog ist eine unerbittliche Abrechnung mit diesem verhaßten Vater, doch zugleich wirken diese Anschuldigungen wie eine notwendige, verzweifelte und unbeholfene Liebeserklärung.

Im zweiten Teil sind die Rollen vertauscht. Jetzt ist Claude im Pflegeheim, im selben Zustand wie sein Vater im ersten Teil. Und jetzt ist es der Vater, der ihn pflegt und in einem anklagenden, verbitterten Monolog mit dem ungeliebten Sohn abrechnet.

Ein berührendes Stück über eine Vater-Sohn-Beziehung, einmal geschildert aus der Sicht des Sohnes, einmal aus der Sicht des Vaters.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch