22.07.2017

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: FALKNER
Die österreichische Schriftstellerin, Dramatikerin und Hörspielregisseurin...

Sommertheaterpremieren Teil II
Wann gibt es wohl eine bessere Gelegenheit zum Sommernachtsträumen als an...

"Kannst du pfeifen, Johanna?" von Ulf Stark an der Bayerischen Staatsoper
Am 8. Juli 2017 ziehen Groß und Klein, womöglich mit probehalber gespitzten...

Oscar Straus
Oscar Straus, schon zu Lebzeiten eine international gefeierte Größe, erlebt...

Neu bei FBE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot
Die neunjährigen Sabah und Romain kommen aus verschiedenen Welten, aber...

Neu bei FBE: "Neonazi" von Timo F.
Timo war Neonazi. Obwohl er für die Ideologie nie etwas übrig hatte, landet...

DSE: "Entweder … oder?" am Phosphor-Theater Aachen
Am 12. August 2017 feiert Jean-Claude Grumbergs schwarzhumorige Farce...

"Feuer fangen" von Luc Tartar an der Landesbühne Nord
In Wilhelmshaven feiert am 26. August Luc Tartars Feuer fangen an der...

Doppelte Auszeichnung bei den Privattheatertagen in Hamburg
Am Sonntag, den 25. Juni 2017, wurde als Abschluss der diesjährigen...

Erstaufführung: "Kommissar Gordon - Der erste Fall" von Ulf Nilsson in Bielefeld
Am Trotz-Alledem-Theater in Bielefeld begibt sich ab 27. Juni Ulf Nilssons...

Rückblick: Uraufführung "Umständliche Rettung" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Essen
Am 28. April wurde am Schauspiel Essen das Stück Umständliche Rettung von...

Neu bei FBE: "SUPERBUHEI" von Sven Amtsberg
Dass Hannover-Langenhagen der Platz sein würde, den das Leben ihm zugedacht...

Sommertheaterpremieren Teil 1
Passend zur Hochsaison der Eheschließungen starten die diesjährigen...


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Bild von Ronja von RönneRönne, Ronja von
© Carolin Saage 

Ronja von Rönne wurde 1992 in Berlin geboren, lebt in Berlin und Grassau. Seit 2015 Autorin und Redakteurin im Feuilleton der "Welt". 2015 nahm sie am Bachmann-Wettbewerb teil.


Weitere Informationen zu Ronja von Rönne

 

Wir kommen

Roman von Ronja von Rönne

UA: 09.04.2017, Staatsschauspiel Dresden

"Schnoddrig, witzig, respektlos - endlich eine neue Stimme in der deutschen Gegenwartsliteratur" Joachim Rottmann

Wenn jemand stirbt, zieht man sich schwarze Kleider an oder geht zur Beerdigung. Nora, die an den Tod ihrer besten Freundin nicht glaubt, flieht aus der Stadt in ein Haus an der Küste, mit dabei ihre offene Vierer-Beziehung, ein schweigendes Kind und eine Schildkröte. Sie flieht vor den Panikattacken, vor der Langeweile, vor sich selbst und der eigenen Geschichte. Aber Erlösung bringt auch die Flucht nicht, wenn man eigentlich alles hat, was man braucht, und genau das zum Problem wird. "Was das bedeutet: jung zu sein; ob man das retten oder verlängern oder doch diesem Zustand, diesem Lebensgefühl möglichst schnell entrinnen solle und wie man seine Empfindungen davor bewahrt, von korrumpierten Begriffen korrumpiert zu werden." (FAS)

Boshaft lässig und virtuos pointiert beschreibt Ronja von Rönne den so typischen Wohlstands-Ennui einer Generation, die sich in den Moden und Allüren ihrer Zeit selbst verloren geht. "Und dann sondiert man den Text noch einmal auf diese Idee hin, dass es neben den vielen hübsch zeitgeisthaft aufgetakelten Problemen der Figuren vielleicht eine strukturelle, das Sprechen und Schreiben selbst betreffende Krise geben könnte. Dass es (…) auch um die Frage (geht), wie das moderne Selbst noch von sich und seinen Zuständen berichten kann, wenn die Sprache leer geworden ist über ihren amüsanten Anwendungen." (Die Zeit)

Wir kommen ist ein radikales Buch, das laut und voller Humor gegen jede Art von Sentimentalität anschreit. Doch je länger die Reise währt, desto öfter bricht der Sound, wird verzeihlich, komisch, poetisch.

Hinweis:
Es ist jeder Bühne möglich, in Rücksprache mit dem Verlag eine eigene Adaption des Romans zu erstellen. Das Buch ist im Aufbau Verlag erschienen.