21.11.2017

Aktuelle Nachrichten
Aktuelle Stücke

Kommissar Gordon - Der erste Fall
von Ulf Nilsson

Bestimmt wird alles gut
von Kirsten Boie und Konstanze Kappenstein

Einsam und Esmeralda
von Martina Montelius

Gebückt und windschief auf Sturmesfittichen (Juller)
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Strafraumszenen
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Die 9 Fridas
von Kaite O'Reilly

Heimat ist kein Ort
von Olivier Garofalo

Das neue Jerusalem
von Arna Aley

Der letzte Europäer
von Martina Clavadetscher

Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen
von Anja Hilling

American Hotel
von Sara Stridsberg

Lass dich sein
von Arne Lygre

Dienstags bei Kaufland
von Emmanuel Darley

Begleiterscheinungen
von Peter Buchholz

Alles was Sie wollen
von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière

Vor dem Entschwinden
von Florian Zeller

Rasputin
von Paul Graham Brown

Peter Pan oder Das Märchen vom Jungen, der nicht groß werden wollte
von James Matthew Barrie , Leonard Bernstein und Erich Kästner

Ein Mann geht durch die Wand
von Didier van Cauwelaert , Michel Legrand und Marcel Aymé

Lazarus
von David Bowie und Enda Walsh

Die Familie, die über alles reden konnte
von Christian Lollike

Jenseits der blauen Grenze
von Dorit Linke

Mein Freund Salim
von Uticha Marmon

Inside IS
von Yüksel Yolcu

WiLd!
von Evan Placey

Widerfahrnis
von Bodo Kirchhoff

djihad
von Volker Schmidt

Silberflügel
von Anja Tuckermann , Frank Becker und Kenneth Oppel

So bin ich nicht (Gretas Storys)
von Anneliese Mackintosh

Broken German
von Tomer Gardi

Feuer fangen
von Luc Tartar

All you can eat - Variationen des Verschlingens
von Ariane Koch

Wiegenlied für Baran
von Joël László

Jeunesse dorée
von Johannes Hoffmann

Umständliche Rettung
von Martina Clavadetscher

Massiver Kuss
von Anja Hilling

Gesunde Beziehungen
von Evan Placey

Flug BU21
von Stuart Slade

Straight
von Scott Elmegreen und Drew Fornarola

Ein Geschenk der Götter
von Oliver Haffner

Der letzte schöne Herbsttag
von Ralf Westhoff

Die gefälschte Wahrheit
von Peter Buchholz

Der Familienrat oder Mama muss weg
von Morgan Spillemaecker und Amanda Sthers

Das Gewissen vergisst nie
von Sébastien Azzopardi und Sacha Danino

platz.an.der.sonne.com
von Agnès Besse und Daniel Besse

Die Rechnung
von Clément Michel

Besser schlichten als richten
von Chloé Lambert

Tochter bleibt Tochter
von Agatha Christie

Monsieur Poirot und der schwarze Kaffee
von Agatha Christie

Das Urteil
von Agatha Christie

Und dann gab's keines mehr
von Agatha Christie

Bach. Das Leben eines Musikers.
von Thomas Sutter

Spaghettihochzeit
von Thomas Sutter

Mädchen extraschön
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik

Eingefädelt – Das Musical
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Der Postraub
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?
von James Edward Lyons und Michael Jary

In 80 Tagen um die Welt
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik


Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Petras, Armin

Armin Petras ist Intendant, Regisseur und Autor. 1969 siedelte er mit seinen Eltern in die DDR über. Von 1985 bis 1987 studierte er Regie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Er war Mitbegründer der freien Theatergruppe Medea Ost und inszenierte 1987 Heiner Müllers Wolokolamsker Chaussee 1-3 am Theater Nordhausen. 1988 reiste Armin Petras in die BRD aus.
Er arbeitete als Regieassistent am Frankfurter Theater am Turm (TAT) und an den Münchner Kammerspielen. Nach der Wende inszenierte er u. a. am Kleist-Theater Frankfurt/Oder, am Theater Chemnitz, an den Freien Kammerspielen Magdeburg, am Schauspiel Leipzig, am Nationaltheater Mannheim, am Volkstheater Rostock, an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, am Schauspiel Hannover, an den Münchner Kammerspielen und am Thalia Theater Hamburg. Armin Petras war von 1996 bis 1999 Oberspielleiter am Theater Nordhausen sowie Hausregisseur in Leipzig und von 1999 bis 2002 Schauspieldirektor am Staatstheater Kassel. 2002 wechselte er als fester Regisseur ans Schauspiel Frankfurt, wo er von 2003 bis 2006 die Spielstätte in der Schmidtstraße leitete.
Von 2006 - 2013 war er Intendant am Maxim Gorki Theater Berlin. Im September 2013 wechselt er in dieser Funktion ans Schauspiel Stuttgart. 2005 wurde Armin Petras mit dem Lessing-Preis des Freistaates Sachsen ausgezeichnet. Armin Petras ist der wichtigste Regisseur für die Stücke des Dramatikers Fritz Kater.
Seit 2013 ist Armin Petras Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

 

Bahnwärter Thiel

in einer Fassung von Armin Petras
1D, 1H
UA: 17.12.2012, Maxim Gorki Theater Berlin

Thiel ist ein frommer und gewissenhafter Mann. Seit zehn Jahren erledigt er seinen Dienst als Bahnwärter und heiratet, nachdem Thiels geliebte Ehefrau Minna bei der Geburt des gemeinsamen Sohnes Tobias stirbt, aus Vernunftgründen die stämmige Magd Lene. Das ist der Anfang vom Ende. Thiel kann sich gegen Lene nicht zur Wehr setzen und sieht zu, wie sie Tobias misshandelt.

Nach und nach gerät Thiel in totale Abhängigkeit von Lene. Zuflucht findet der Bahnwärter einzig in seinem Bahnwärterhäuschen. Hier verliert sich Thiel zunehmend in nächtliche Anbetungen seiner verstorbenen Minna.

Eines Tages jedoch dringt Lene in sein Refugium ein. Kartoffeln sollen am Acker neben dem Bahndamm gepflanzt werden. In die Arbeit vertieft, verliert sie den Stiefsohn Tobias aus den Augen. Tobias wird beim Spielen von einem Schnellzug erfasst und stirbt in Thiels Armen. Die Tragödie nimmt ihren Lauf.

Armin Petras hat Hauptmanns Novelle kühl rhythmisiert und macht in seiner Fassung die Nacht- und Schattenseiten seiner Figuren sichtbar, erhöht "die zunehmend zerstörte Realität des Bahnwärters ins zeitlos Psychotische". (FAZ)