23.11.7185

Aktuelle Nachrichten

"Alice" am Metrolpoltheater München
Herzlichen Glückwunsch zum Nichtgeburtstag und toi, toi, toi dem Münchener...

"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
"Die Reise führt tief hinein ins Unterbewusste des alten Griesgrams, wo die...

Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
Was passiert eigentlich mit der Welt, wenn ich die Augen zumache? Wie kommen...

"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


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Hnath, Lucas

Lucas Hnath wuchs in Florida auf und studierte Dramatic Writing an der New York University. Zuletzt wurde sein Stück "A Doll’s House, Part 2" in der Regie von Sam Gold am Broadway uraufgeführt. Die Produktion war für mehrere Tony Awards nominiert, darunter als bestes Stück, Laurie Metcalf gewann für ihre Darstellung der Nora den Tony Award als beste Schauspielerin. Seine Stücke (u. a. „The Christians“ und „Isaacs Eye“) wurden mehrfach ausgezeichnet. Hnath lebt in New York.

 

Speedo

(Red Speedo)
Deutsch von Andreas Marber
1D, 3H
UA: 25.09.2013, Studio Theatre Washington, D.C.

Der Schwimmer Ray ist die Verkörperung des American Dream. Er hat sich beharrlich an die Spitze gekämpft und steht kurz davor, in die olympische Auswahl aufgenommen zu werden. Unterstützt wurde er dabei von seinem Bruder, seinem Trainer und seiner Ex-Freundin, die darauf spekulieren, an Rays Erfolg teilzuhaben. Dumm nur, dass ihr Schützling alles, was er auf dem Weg nach oben gelernt hat, mittlerweile so konsequent zur Anwendung bringt, dass er jeden völlig rücksichtslos für den eigenen Gewinn ausnutzt. Jetzt wurden am Vorabend des entscheidenden Rennens Dopingmittel in den Trainingsräumen gefunden, und während seine Entourage hektisch versucht, den Schaden einzudämmen, sitzt Ray seelenruhig am Beckenrand und spielt seine Förderer gegeneinander aus. Denn natürlich hat er gedopt. Natürlich hat er gelogen. Natürlich wird er alles für den Sieg tun. Das ist es doch, was alle von ihm erwarten.

Lucas Hnath zeigt Ray als Menschen, der mit einer Mischung aus kindlicher Naivität und grenzenloser Gerissenheit die Regeln des Spiels verinnerlicht hat. Und die Frage, was es bedeutet, wenn Betrug und Lüge struktureller Bestandteil eines Systems sind, beschränkt sich leider nicht ausschließlich auf den Profisport.