19.09.7953

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Die ganze Welt in meinem Zimmer" von Sergej Gößner und Klaus Schumacher
Eine Tür steht im Zentrum des Stückes - oder eher davor? Man könnte sie...

UA: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek am Theater an der Parkaue
Oliver Schmaerings und Kay Wuscheks Bearbeitung des Fontane-Romans "Effi...

UA: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Theater Kanton Zürich
Eva Rottmanns Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich, das...

"Lazarus" von David Bowie am Landestheater Linz
Die nächste Premiere von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus findet...

Neu bei FBE: Mariana Leky "Was man von hier aus sehen kann"
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im...

Premiere: "Ein Stein fing Feuer" nach Eugène Ionesco am Staatstheater Nürnberg
Am Staatstheater Nürnberg eröffnet die neue Intendanz um Jens-Daniel Herzog...

DSE: "Rotterdam" von Jon Brittain am Rabenhof Theater, Wien
Am 25.09. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Brittains Stück...

UA: "Nackt über Berlin" von Axel Ranisch am Neuen Theater Halle
Mit der Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin eröffnet das...

UA: "Heiß auf 2. Liga" von Jörg Menke-Peitzmeyer an den Hamburger Kammerspielen
Das Unfassbare ist geschehen: Bange Minuten bis zum Ende des letzten Spiels....

Wiederentdeckt: "Waisen" von Lyle Kessler
Zwei Brüder hausen in einem heruntergekommenen Gebäude in Philadelphia. Seit...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Susanne LütjeLütje, Susanne
© Silke Goes 

Susanne Lütje, geboren 1970, studierte Geschichte, Germanistik und Amerikanistik in Hamburg. Während des Studiums recherchierte sie für die NDR-Talkshow, renovierte Wohnungen, übersetzte englische Interviews fürs Radio, arbeitete als Korrekturleserin und assistierte am Kieler Schauspielhaus und beim Film. Inzwischen wohnt sie mit ihrer Familie, zwei Katzen und einem Hund ziemlich weit oben im Norden Deutschlands und schreibt Kinderbücher, Drehbücher und Theaterstücke.

 

Adel verpflichtet (Musical)

Nach dem Roman "The Autobiography of a Criminal" von Roy Horniman
Musik von Rainer Bielfeldt
Text von Anne X. Weber und Susanne Lütje
3D, 4H, Nebenrollen
(Mehrfachbesetzung der Hauptrollen obligatorisch)
Band-/Orchesterbesetzung auf Anfrage
frei zur UA

Stan Miller führt ein genügsames und glückliches Leben. Er ist, trotz seiner schnellen Auffassungsgabe, mit seiner einfachen Arbeit am Hafen zufrieden. Als seine Mutter an einer Fischgräte erstickt, gerät seine Welt aus den Fugen: Er erfährt, dass sie ein verstoßenes Mitglied der berühmten Adelsfamilie Gascoyne gewesen ist und entsprechend auch in seinen Adern blaues Blut fließen müsste. Da er knapp bei Kasse ist, fasst er sich direkt ein Herz und klopft bei den neugewonnenen Verwandten an. Die aber rümpfen nur ihre eleganten Nasen und lassen den ungebetenen Gast entfernen. In Miller erwacht daraufhin die Rachsucht; immerhin haben diese Menschen seine Mutter um ein privilegiertes Leben gebracht. Und auch er selbst könnte soviel mehr sein! Könnte. Stünde er nicht erst an neunter Stelle der Erbfolge. Dass Beecroft, der gewiefte Ex-Butler der Gascoynes, kurz darauf den Kontakt zu Miller sucht, ist kein Zufall. Im Gepäck hat er einen perfiden Plan, den er schon vor langer Zeit gemeinsam mit Millers Mutter ausgeheckt hat. Der Plan nimmt schnell blutige Konturen an; unter Beecrofts Regie beginnt Miller einen Rachefeldzug, an dessen Ende acht Menschen mit Adelstitel auf hochmysteriöse und beeindruckend kreative Weise ums Leben gekommen sein werden.

Das Musical "Adel verpflichtet" basiert auf Roy Hornimans Roman "The Autobiography of a Criminal", dessen Geschichte durch die schwarzhumorige Filmkomödie "Adel verpflichtet" aus dem Jahre 1949, in der Alec Guinness virtuos alle acht Mordopfer zugleich verkörperte, weltweite Bekanntheit erlangt hat. Die Autorinnen Anne X. Weber und Susanne Lütje verlegen die Handlung atmosphärisch geschickt an den Hafen, bleiben ansonsten der berühmten Vorlage treu und überzeugen mit ebenso dynamischen wie intelligenten Dialogen. Rainer Bielfeldts facettenreiche Kompositionen, von der melancholischen Ballade bis hin zur groovigen Ensemblenummer, finden ihre Entsprechung in den funkelnden, vor Wortwitz sprühenden Liedtexten.