20.11.2017

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"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
Die Geschichte ist bekannt: Der hartherzige Geldverleiher Ebenezer Scrooge...

Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

"Alice" am Metrolpoltheater München
Herzlichen Glückwunsch zum Nichtgeburtstag und toi, toi, toi dem Münchener...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
Was passiert eigentlich mit der Welt, wenn ich die Augen zumache? Wie kommen...

"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


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Du bist in Ordnung, Charlie Brown

(You´re A Good Man, Charlie Brown)
Nach dem Comic Strip "Peanuts" von Charles M. Schulz
Buch, Musik und Gesangstexte von Clark Gesner
Zusätzliche Dialoge von Michael Mayer
Zusätzliche Musik und Gesangstexte von Andrew Lippa
Deutsch von Nicholas Hause
Zusätzliche Übersetzungen von Christian Struppeck
2D, 4H
Orchesterbesetzung: Reed (Picc, Fl, Klar, A.Sax, S.Blockfl/S.Sax/Kazoo), Perc, Kl, Vl, B
UA: 07.03.1967, Theatre 80 St. Marks New York
DSE: 06.03.1991, Neues Theater am Holstenwall Hamburg
DE der Neufassung: 12.09.2000, Kleines Theater am Südwestkorso, Berlin

Charlie Brown ist der ewige Looser, ein naiver Außenseiter, der gern akzeptiert sein möchte, aber nie zum Zuge kommt und stets eins auf die Mütze kriegt. Seine Träume lebt an seiner Stelle sein animalisches alter ego aus, Hund Snoopy, der Beagle mit dem Kegelkörper und den Schlappohren.

Kein Wunder, dass Charlie Brown regelmäßig zu seiner Analytikerin muss – in diesem Fall die altkluge Lucy, der Typ Erfolgsmädchen, das immer alles besser weiß, insgeheim aber viel neurotischer als Charlie ist. Verliebt ist Lucy in Schröder, der wiederum nur sein Spielzeugklavier liebt. Unverdrossen übt er darauf Beethoven und Chopin, obwohl die schwarzen Tasten nur aufgemalt sind. "Was, wenn du damit mal nicht reich und berühmt wirst?" – "Man tut es nicht für Geld, man tut es für die Kunst", lautet der klassische Dialog dazu.

Mit von der Partie ist auch Lucys kleiner Bruder Linus, der mit seinem Daumengelutsche und seiner Kuscheldecke alle zum Wahnsinn treibt. Nur Kinder und ein Hund, und alle so manisch-depressiv und melancholisch, als ob sie in einer klassischen midlife-crisis steckten. Ein Tag im Leben von Charlie Brown – das ist ein Tag, an dem viel geschieht und sich doch nichts bewegt, in genauer Analogie zu den Schulz-Comics und ihrer Weltverzweiflungsdialektik.