16.07.2018

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Aktuelle Stücke

Kommissar Gordon - Der erste Fall
von Ulf Nilsson

Bestimmt wird alles gut
von Kirsten Boie und Konstanze Kappenstein

Einsam und Esmeralda
von Martina Montelius

Gebückt und windschief auf Sturmesfittichen (Juller)
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Strafraumszenen
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Die 9 Fridas
von Kaite O'Reilly

Heimat ist kein Ort
von Olivier Garofalo

Das neue Jerusalem
von Arna Aley

Der letzte Europäer
von Martina Clavadetscher

Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen
von Anja Hilling

American Hotel
von Sara Stridsberg

Lass dich sein
von Arne Lygre

Dienstags bei Kaufland
von Emmanuel Darley

Begleiterscheinungen
von Peter Buchholz

Alles was Sie wollen
von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière

Vor dem Entschwinden
von Florian Zeller

Rasputin
von Paul Graham Brown

Peter Pan oder Das Märchen vom Jungen, der nicht groß werden wollte
von James Matthew Barrie , Leonard Bernstein und Erich Kästner

Ein Mann geht durch die Wand
von Didier van Cauwelaert , Michel Legrand und Marcel Aymé

Lazarus
von David Bowie und Enda Walsh

Die Familie, die über alles reden konnte
von Christian Lollike

Jenseits der blauen Grenze
von Dorit Linke

Mein Freund Salim
von Uticha Marmon

Inside IS
von Yüksel Yolcu

WiLd!
von Evan Placey

Widerfahrnis
von Bodo Kirchhoff

djihad
von Volker Schmidt

Silberflügel
von Anja Tuckermann , Frank Becker und Kenneth Oppel

So bin ich nicht (Gretas Storys)
von Anneliese Mackintosh

Broken German
von Tomer Gardi

Feuer fangen
von Luc Tartar

All you can eat - Variationen des Verschlingens
von Ariane Koch

Wiegenlied für Baran
von Joël László

Jeunesse dorée
von Johannes Hoffmann

Umständliche Rettung
von Martina Clavadetscher

Massiver Kuss
von Anja Hilling

Gesunde Beziehungen
von Evan Placey

Flug BU21
von Stuart Slade

Straight
von Scott Elmegreen und Drew Fornarola

Ein Geschenk der Götter
von Oliver Haffner

Der letzte schöne Herbsttag
von Ralf Westhoff

Die gefälschte Wahrheit
von Peter Buchholz

Der Familienrat oder Mama muss weg
von Morgan Spillemaecker und Amanda Sthers

Das Gewissen vergisst nie
von Sébastien Azzopardi und Sacha Danino

platz.an.der.sonne.com
von Agnès Besse und Daniel Besse

Die Rechnung
von Clément Michel

Besser schlichten als richten
von Chloé Lambert

Tochter bleibt Tochter
von Agatha Christie

Monsieur Poirot und der schwarze Kaffee
von Agatha Christie

Das Urteil
von Agatha Christie

Und dann gab's keines mehr
von Agatha Christie

Bach. Das Leben eines Musikers
von Thomas Sutter

Spaghettihochzeit
von Thomas Sutter

Mädchen extraschön
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik

Eingefädelt – Das Musical
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Der Postraub
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?
von James Edward Lyons und Michael Jary

In 80 Tagen um die Welt
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik


Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Paul ClaudelClaudel, Paul

Charles-Louis Philippe stellt ihn an dichterischer Größe neben Dante, Stefan Zweig sieht in seinen Dramen Seelenzustände von so brennender Glut, dass alles Irdische, Kostüm und Zeit, in ihnen verflackert, und Eugène Ionesco verehrt ihn als den größten Dichter des 20. Jahrhunderts: Paul Claudel (1868 - 1955).

Claudel entstammt dem Bürgertum der Champagne. Nach seiner Schulausbildung in Paris studiert er Jura und Politik. Seine frühen dramatischen Anfänge sind beeinflusst von den Werken Arthur Rimbauds, seine späteren Werke geprägt durch seinen katholischen Glauben – einen sehr weit gefassten Glauben: "Katholisch heißt universal" (Claudel, 1953).

1893 erhält er seinen ersten diplomatischen Posten in New York. Eine Karriere als Botschafter und Konsul u.a. im Fernen Osten, den USA, Lateinamerika und Deutschland schließt sich an.

Seinen ersten Dramenerfolg hat Claudel mit dem Stück Mariä Verkündigung (UA 1912). Mittagswende (1905) zeigt erstmals seine zentrale Thematik, den Konflikt zwischen irdischer Liebe und göttlicher Berufung. Höhepunkt seines Schaffens ist das monumentale Werk Der seidene Schuh oder Das Schlimmste trifft nicht immer zu (UA 1943), ein Gesamtkunstwerk, das die Grenzen des Dramas sprengt.

Die letzten Jahre seines Lebens verbringt Claudel auf dem Schloss Brangues. Dort überarbeitet er frühere Werke und schreibt seine großen Bibelkommentare. 1955 stirbt Claudel im Alter von 86 Jahren in Paris.

Wie aktuell Paul Claudels Werk auf den Theaterbühnen noch immer ist, zeigte sich insbesondere in den letzten Jahren, in denen zahlreiche seiner Theaterstücke wieder aufgeführt wurden: So erhielt Der seidene Schuh am Theater Basel in einer Inszenierung von Stefan Bachmann von Publikum wie Kritik gleichsam positive Resonanz; erstmals war hier das Werk auch in der Neuübersetzung durch den Schweizer Autor Herbert Meier zu sehen. 2004 wurde Claudels Mittagswende an den Münchner Kammerspielen inszeniert; die Produktion wurde zum Berliner Theatertreffen 2005 als eine von zehn herausragenden Inszenierungen eingeladen.

Im Frühjahr 2007 inszeniert Stefan Bachmann am Maxim Gorki Theater Berlin die Claudel Trilogie, erstmals in der Neu-Übersetzung von Herbert Meier.

vergrösserte Ansicht zur Broschüre zu Claudel, Paul

Paul Claudel
Autorenbroschüre
Leben und Werk

 

Der Bär und Frau Luna
Posse für Marionettentheater
Deutsch von Edwin Maria Landau
1D, 1H, 8 Marionetten
UA 1960, Teatro Trofeo, Barcelona

Das Buch von Christoph Columbus
Musik von Darius Milhaud
Deutsch von Edwin Maria Landau
2D, 10H, 16 Kinder, Nebendarsteller
UA 05.05.1930, Staatsoper Unter den Linden, Berlin
DSE 05.10.1954, Schiller Theater, Berlin

Claudel Trilogie
Neu-Übersetzungen 2004
Deutsch von Herbert Meier
Mitarbeit: Yvonne Meier-Haas
3D, 6H

Die Geisel
Drama in drei Akten
Neu-Übersetzung 2004
(ehemals "Der Bürge")
Deutsch von Herbert Meier
Mitarbeit: Yvonne Meier Haas
1D, 4H

Das harte Brot
Drama in drei Akten
Neu-Übersetzung 2004
Deutsch von Herbert Meier
Mitarbeit: Yvonne Meier-Haas
2D, 3H

Der Erniedrigte
Stück in vier Akten
Neu-Übersetzung 2004
Deutsch von Herbert Meier
Mitarbeit: Yvonne Meier-Haas
3D, 6H

Das ist die Stunde, die Frühling und Sommer trennt
Eine Kantate für 3 Stimmen
Nachdichtung von Roman Woerner
3D
DSE 1925, Staatliches Schauspielhaus, Berlin

Ein früher Tod
Fragmente eines Dramas
Deutsch von Edwin Maria Landau
1D, 2H

Die Frau und ihr Schatten
2D, 2H
UA 1924, Kaiserliches Theater, Tokio
DSE 04.12.1957, Theater der Stadt, Trier

Die Geschichte von Tobias und Sara
Ein geistliches Spiel in drei Akten
Deutsch von Edwin Maria Landau
2D, 6H
UA 15.03.1953, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg

Gespräch im Loir-und-Cher
Für die Bühne eingerichtet von Silvia Montfort
Deutsch von Edwin Maria Landau
1D, 3H

Goldhaupt
Symbolistisches Drama in drei Akten
Deutsch von Edwin Maria Landau
1D, 5H, Nebendarsteller
UA 23.04.1959, Städtische Bühnen, Essen

Das Mädchen Violaine
Deutsch von Herbert Meier (zweite Fassung)
5D, 2H, 1 Kind
UA 1944, Théâtre Antoine, Paris
frei zur DSE

Mariä Verkündigung
Geistliches Spiel in vier Akten und einem Prolog
Deutsch von Hans Urs von Balthasar unter Beifügung der neuen Variante für die Bühne
3D, 6H, Nebendarsteller
UA 24.12.1912, Théâtre de l'Œuvre, Paris
DSE 03.10.1913, Festspielhaus Hellerau, Dresden

Mariä Verkündigung
Geistliches Spiel in vier Akten und einem Prolog
Deutsch von Edwin Maria Landau unter Beifügung der Variante für die Bühne
3D, 6H, Nebendarsteller
UA 24.12.1912, Théâtre de l'Œuvre, Paris
DSE 03.10.1913, Festspielhaus Hellerau, Dresden

Mittagswende
Drama in drei Akten
Neu-Übersetzung 2003
Neu-Übersetzung von Herbert Meier
Mitarbeit: Yvonne Meier-Haas
1D, 3H
UA 16.12.1948, Thèâtre de Marigny, Paris

Der Mond auf der Suche nach sich selbst
Eine radiophonische Extravaganz
Deutsch von Edwin Maria Landau
1D, 5H
UA 02.05.1966, Radio Bern, Bern

Proteus
Drama
Deutsch von Werner Hegemann und Edwin Maria Landau
2D, 3H
UA 1933, (Theater unbekannt), Groningen
DSE 15.05.1957, Vaganten Bühne, Berlin

Der Ruhetag
Deutsch von Jakob Hegner
1D, 8H, Nebendarsteller
UA 1928, Teatr Narodowy, Warschau
DSE 25.04.1952, Bühne "Der Morgenstern", Köln

Die Schlummernde
Deutsch von Edwin Maria Landau
2D, 2H, Nebendarsteller
UA 06.07.1965, Theater der Neun, Freiburg

Der seidene Schuh oder Das Schlimmste trifft nicht immer zu
Spanische Handlung in vier Tagen
Neu-Übersetzung 2002
Deutsch von Herbert Meier
Mitarbeit: Yvonne Meier-Haas
4D, 13H, Nebendarsteller
UA 27.11.1943, Comédie Française, Paris
DSE 10.06.1944, Schauspielhaus, Zürich

Die Stadt
Deutsch von Edwin Maria Landau
2D, 6H
UA 25.02.1931, (Theater unbekannt), Brüssel
DSE 1955, Tribüne, Berlin

Der Tausch
Urfassung
Neu-Übersetzung 2005
Deutsch von Herbert Meier
Mitarbeit: Yvonne Meier-Haas
2D, 2H
UA 22.01.1914, Théâtre des Vieux Colombiers, Paris
DSE 02.12.1920, Stadttheater, Basel

Der Tod des Judas
Deutsch von Edwin Maria Landau
1H
DSE 31.10.1971, Deutsches Theater, Göttingen