21.01.3882

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Premiere: "Schöne neue Welt" am Altonaer Theater
Robert Koalls Bühnenfassung von Schöne neue Welt nach dem Roman von Aldous...

DSE: "Das Mädchen von weither" von Emma Broström an der Neuen Bühne Senftenberg
Am 19. Januar bringt die Neue Bühne Senftenberg Emma Broströms Stück Das...

Zum Wiederentdecken: "Bach. Das Leben eines Musikers." von Thomas Sutter
Bach. Das Leben eines Musikers. ist eine szenische Biographie und ein...

Premiere: "Mädchen wie die" am Jungen Schauspiel Hannover
Evan Placeys vielfach ausgezeichnetes Coming-of-Age-Stück Mädchen wie die...

Neu bei FBE: "Frau Luna" von Paul Lincke in der Fassung der Bar jeder Vernunft, Berlin
Einmal Mond und zurück, bitte! Nach Im weißen Rössl präsentiert die "Bar...

Neu bei FBE: "Der Vogel Anderswo" von Stephan Wolf-Schönburg
In Damaskus lebt der kleine Nunu. Sein bester Freund ist ein kleiner Vogel....

Neu bei FBE: "Kuno kann alles" von Henry Mason
Kuno ist ein Draufgänger, ein Energiebündel und Alleskönner: hundert Kugeln...

Premiere: "Hier kommt keiner durch!" an den Wuppertaler Bühnen
In der Regie von Markus Höller zeigen die Wuppertaler Bühnen ab dem 27....

Aktuelles: "Alles Schwindel" von Mischa Spoliansky und Marcellus Schiffer am Maxim Gorki Theater, Berlin
Am 17.12.2017 hatte Alles Schwindel von Mischa Spoliansky und Marcellus...

Aktuelles: "Die Regeln des Sommers" in der Regie von Hannah Biedermann am Jungen Nationaltheater Mannheim
Am 10. Dezember brachte die FAUST-Preisträgerin Hannah Biedermann ihre...

Aktuelles: "Alice" von Tom Waits und Robert Wilson am Metropoltheater München
Am 23.11.2017 hatte Alice von Tom Waits und Robert Wilson am Metropoltheater...


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Deval, Jacques

Jacques Deval war einer der erfolgreichsten Autoren und Regisseure der französischen Boulevard-Komödie. In den 20er und 30er Jahren verging kaum eine Spielzeit, in der die Pariser Bühnen nicht ein neues Werk aus seiner Feder zur Aufführung brachten, und auch nach seiner Rückkehr aus Hollywood, wo er seit 1938 als Berater amerikanischer Filmproduzenten tätig war, trat er wieder mit neuen Stücken wie "O! Ma Maîtresse!", "D'ombre chère" u.a. hervor.

Zu seinen bekanntesten Stücken gehören "Tovaritch", "Dans sa candeur naive", "Mademoiselle". Viele seiner Stücke wurden verfilmt, u.a. "Club des femmes" (1936, mit Danielle Darrieux) und "L'invité du mardi" (1950, mit Bernard Blier), "Etienne" (1968, mit Jean-Pierre Lamy), "Et l'enfer, Isabelle" (1970, mit Françoise Christophe), "Une histoire de brigands" (1971, mit Gisèle Casadesus) "Charmante soirée (1973, mit Michel Creton), "Il y a longtemps que je t'aime" (1974, mit Claude Jade); "Il était une gare" (1975, mit Renée Faure) und "La prétentaine" (1980, mit Michel Creton). In Deutschland wurde er mit Filmen wie "Familienpapiere" (1961, mit Carl-Heinz Schrott) und "Geliebte Hochstaplerin" (1961, mit Nadja Tiller, Walter Giller und Elke Sommer).

Jacques Deal schrieb auch Bücher, u.a. "Marie Galante" (1931), einem Roman den er 1934 für die Bühne bearbeitete, mit der Musik von Kurt Weill, und 1934 mit Ketti Gallian und Spencer Tracy verfilmte.

 

Towarisch

Komödie in vier Akten
Deutsche Bearbeitung von Curt Goetz
6D, 8H
UA: 04.01.1935, Komödienhaus Berlin

Prinz Ouratieff lebt mit seiner Frau Tatjana unter ärmlichsten Umständen in der Emigration in Paris, obgleich der ehemalige russische Offizier das milliardenschwere Privatvermögen des letzten Zaren verwaltet. Es fehlt nicht an Versuchen, den Ouratieffs das Geld abzunehmen, aber das Ehepaar will es nur einem legitimen Nachfolger der Romanows aushändigen. Auf ein Inserat hin bewerben sich die beiden als Hausangestellte bei einer französischen Bankiersfamilie, versehen mit den besten Zeugnissen - vom Prinzen Ouratieff. Auf einer Gesellschaft im Haus des Bankiers erscheint Sowjetkommissar Gorotschenko mit dem Auftrag, von den Banken einen Kredit einzuholen, denn das russische Volk hungert. Im Gegenzug wird er um Rechte auf russische Ölfelder erpresst. Inmitten der Gesellschaft kommt es zum Eklat. Gorotschenko erkennt das Fürstenpaar und verlangt von ihnen die Herausgabe des Zarenvermögens. Es kommt zu einer dramatischen Auseinandersetzung, in der zwei Weltanschauungen auf Augenhöhe aufeinanderprallen - vor einer Gesellschaft, die nicht nur politische, sondern vor allem wirtschaftliche Interessen an der Richtung des Geldflusses hat.

Jacques Deval schrieb seine Komödie Towarisch 1931 für die Schauspielerin Elvira Popesco. Curt Goetz bearbeitete das Stück für die deutsche Bühne und gab ihm neben aller Goetzschen Situationskomik auch eine politische Dimension - in dieser Fassung wurde es 1935 am Komödienhaus uraufgeführt, mit Valerie von Martens und Curt Goetz in den Hauptrollen. Von Duval ist überliefert, er wünsche sich, er hätte das geschrieben, was Curt Goetz übersetzt hätte. Die Komödie wurde in Deutschland u.a. 1961 von Max Peter Ammann und 1966 von Wolfgang Liebeneiner für das Fernsehen verfilmt.