23.02.5704

Aktuelle Nachrichten

"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...

Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Alfred JarryJarry, Alfred
Alfred Jarry  

Alfred Jarry wurde am 8. September 1873 in Laval, Frankreich geboren und entstammte einer relativ wohlhabenden bretonischen Bürgerfamilie. Nachdem er seine Schulausbildung beendet hatte, bewarb er sich mehrmals vergeblich um die Aufnahme an der Ècole normale supérieure. Sein darauf folgendes Philologiestudium an der Sorbonne beendete er nie, sondern begann in dieser Zeit im Milieu der Pariser Bohème mit literarischen Produktionen aller Genres und verfasste erste literatur- und theaterkritische Essays.
Im Juni 1896 wurde Jarry vom Intendanten Lugné-Poe zum Sekretär am Théâtre de l'Oeuvre ernannt und war fortan mit Verwaltungsaufgaben, Öffentlichkeitsarbeit und Programmgestaltung betraut. Am selbigen wurde bald darauf Jarrys wohl bekanntestes Werk, das grotesk-komische Drama König Ubu inszeniert, dessen Uraufführung am 10. Dezember 1896 zu einem der berühmtesten Skandale der französischen Theatergeschichte wurde. Die Parodie von Shakespeares "Macbeth" stieß damals in der bürgerlichen Presse auf vernichtende Kritik und spaltete die Öffentlichkeit in ihrer Meinung.
Ab 1898 erschienen in verschiedenen literarischen Periodika Fragmente des Romans "Heldentaten und Ansichten des Doktor Faustroll", der als Gründungsdokument der "Pataphysik", der Wissenschaft von den imaginären Lösungen, gilt und Jarrys Nachruhm maßgeblich mitbegründete. Doch der erwünschte Erfolg seiner Werke blieb zu Lebzeiten Jarrys aus und so führte er bis zu seinem Tod am 1. November 1907 im Alter von 34 Jahren ein Dasein als Außenseiter und lebte am Rande des Existenzminimums.

Erst nach dem 2. Weltkrieg wurden seine Werke wiederentdeckt und gewannen an Bedeutung. So gilt Jarry heute als einer der wichtigsten Vorläufer des Surrealismus, Dadaismus und vieler anderer Formen des absurden Theaters und er war für Autoren wie Boris Vian und Eugène Ionesco literarisches Vorbild.

 

König Ubu
Deutsch von Ulrich Bossier
2D, 12H, Nebendarsteller

König Ubu Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch
Farce von Alfred Jarry
Bearbeitung von Hans Schwarze
Bearbeitung von Hans Dieter Schwarze
Deutsch von Renate Gerhardt
2D, 15H

König Ubu
Drama in fünf Aufzügen
Deutsch von Ulrich Bossier
3 Darsteller mit Puppen
UA 30.11.2016, Deutsches Theater, Berlin