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Sommertheater: Unsere Premieren von Juni bis August
Wir freuen uns auf Sommer, Sonne und Theater - hier eine Auswahl unserer...

UA: "Der Name der Rose" bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt
Im Rahmen der Domstufen-Festspiele in Erfurt ist am 9.8. die Premiere des...

DE: "Der Besuch der alten Dame - Das Musical" bei den Freilichtspielen Tecklenburg
Am 24. Juli 2020 feiern die Freilichtspiele Tecklenburg die deutsche...

Ausgezeichnet: Berliner Kindertheaterpreis 2019 für Esther Becker
"Ein Stück, bei dem man sich fragt, wo es vorher war. Ein Stück, das es schon...

UA: "Der himmelblaue Herr" am Kasemattentheater Luxemburg
Am 6.7. ist die Uraufführung von Fanny Sorgos Stück Der himmelblaue Herr am...

Neu: "Else (ohne Fräulein)" von Thomas Arzt
Angelehnt an Schnitzlers inneren Monolog "Fräulein Else" verortet Thomas Arzt...

Neu: "Pig Boy 1986-2358" von Gwendoline Soublin
Am Beispiel des Schweins entwirft Gwendoline Soublin eine so bizarre wie...

Neu: "Das Leben ist ein Wunschkonzert" von Esther Becker
Esther Becker ist das Kunststück gelungen, mit leichter Hand ein gewitztes...

Premieren: "Lazarus" in Leipzig und Göttingen
Lazarus von David Bowie und Enda Walsh entwickelte sich nach der...

Premiere: "Backbeat" an der Württembergischen Landesbühne Esslingen
Am 6. Juni ist die Premiere von Iain Softleys und Stephen Jeffreys'...

UA: "Mr. Nobody" am Jungen Schauspiel Düsseldorf
Am 1. Juni ist die Uraufführung von Mr. Nobody nach dem Film von Jaco Van...

Premiere: "Alles was Sie wollen" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 7. Juni ist die Premiere von Alles was Sie wollen an der Komödie am...


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Bild von Ernst von DohnányiDohnányi, Ernst von
© Archiv Doblinger 

Ernst von Dohnányi, geboren am 27. Juli 1877 in Preßburg, gestorben am 9. Februar 1960 in New York, zählt neben Béla Bartók und Zoltán Kodály zu den großen Erneuerern der ungarischen Musik, blieb aber zeitlebens einem neuromantischen Stil in der Brahmsnachfolge verpflichtet. In Budapest studierte er Komposition, nach einem Klavierstudium und einigen Jahren als reisender Virtuose wurde er 1905 an die Berliner Hochschule für Musik berufen. Während des ersten Weltkriegs hielt er sich wieder in Budapest auf, später übersiedelte er auch nach Argentinien und in die USA. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die 1910 in Dresden uraufgeführte Tanzpantomime "Der Schleier der Pierrette", die "Ruralia Hungarica" und die Variationen über das Kinderlied "Der Pfau" für Klavier und Orchester.

 

Der Schleier der Pierrette

Pantomime in drei Bildern von Arthur Schnitzler
Musik von Ernst von Dohnányi
4D, 11H
Orchesterbesetzung: auf Anfrage
UA: 22.01.1910, Sächsische Staatsoper Dresden

Die schwarze Variante einer Commedia-dell'́Arte-Geschichte: Die Pantomime erzählt von Pierrette, die mit Arlecchino vermählt wird, obwohl sie Pierrot liebt. Dieser begeht Selbstmord, als ihn die Geliebte im Brautkleid mit Myrtenkranz und Schleier aufsucht. Zurückgekehrt zur ausgelassen feiernden Hochzeitsgesellschaft, erblickt Pierrette – nur für sie sichtbar – die Erscheinung Pierrots mit ihrem Hochzeitsschleier. Als Arlecchino an seiner Braut den Schleier vermisst, führt sie ihn in Pierrots Zimmer. Von Arlecchino mit dem Toten eingesperrt, vollzieht sich eine Art mystischer Vereinigung. Im Wahn umtanzt Pierrette den Geliebten, bis ihre Kräfte schwinden und sie an seiner Seite tot niedersinkt.
Die fein gewobene, spätromantische Musik Ernst von Dohnanyis vermag auch heute noch zu fesseln. Der Hochzeitswalzer aus "Der Schleier der Pierrette" zählt zu den populärsten Werken des Komponisten und wurde oft als Pendant zu den Rosenkavalier-Walzern von Richard Strauss bezeichnet.