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Nominiert für den Deutschen Hörspielpreis: "GEH DICHT DICHTIG!" von Ruth Johanna Benrath
Ruth Johanna Benraths Hörspiel GEH DICHT DICHTIG! ist für den Deutschen...

Ausgezeichnet! Deutscher Musical Theater Preis 2019
Wir freuen uns, dass unsere Autoren Thomas Zaufke, Henry Mason und Peter Lund...

Hörspiel des Monats: "Baader Panik" von Oliver Kluck
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Rückblick: "Frau Ada denkt Unerhörtes" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Leipzig
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Nominierungen für den "Deutschen Musical Theater Preis 2019"
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UA: "Die Bremer Stadtmusikanten" von Philipp Löhle am Theater Paderborn
Am 30. Oktober ist die Uraufführung von Philipp Löhles Die Bremer...

Neu: "müde wilde welt" von Johannes Hoffmann
In müde wilde welt zieht die heutige Leistungsgesellschaft ins Kinderzimmer...

UA: "Warte nicht auf den Marlboro-Mann" von Olivier Garofalo in Aalen
Am 19. Oktober ist die Uraufführung von Olivier Garofalos Stück Warte nicht...

DSE: "Der Sohn" am St. Pauli Theater, Hamburg
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Neu: "Drei Tage oder Abstieg und Aufstieg des Herrn B." von Roman Sikora
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DSE: "The Party" von Sally Potter am Burgtheater Wien
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Hall, Carol

Carol Hall, geboren am 3. April 1936 in Abilene, Texas, ist eine amerikanische Komponistin und Texterin. Zu ihren bekanntesten Werken gehört das Broadway-Musical Das beste kleine Freudenhaus in Texas Text und Musik) von 1978, das auch 1982 verfilmt wurde. Zudem schrieb Hall u.a. acht nicht musikalische Stücke in der Länge von einem Akt. Das Werk wurde gemeinsam unter dem Titel „The Days are as Grass“ veröffentlicht. Hall ist mit Leonard Majzlin verheiratet, dem Stiefvater ihrer beiden Kinder Sussanah Blinkoff und Daniel Blinkoff.

 

Das beste kleine Freudenhaus in Texas

(The Best Little Whorehouse In Texas)
Musical in zwei Akten
Buch von Larry L. King und Peter Masterson
Musik und Gesangstexte von Carol Hall
Deutsch von Georg Mittendrein
11D, 9H, Nebendarsteller (Doppelbesetzungen möglich)
Orchesterbesetzung: Reed (Picc, T.Sax), Trp, Pos, Dr, Steel Git, Git, Kl, Vl, B; Bühnenmusik: Country Band
UA: 20.10.1977, The Actors Studio New York
DSE: 09.06.1999, Vereinigte Bühnen Bozen
EA der Neufassung: 17.04.1978, Entermedia Theatre / 19.06.1978, 46th Street Theatre, New York

Die soziale Absicherung für die Dienerinnen des ältesten Gewerbes war fast schon einmal geschafft: Damals in der texanischen Provinz hatte eine weise Dame in ihrem kleinen Häuschen hinter den Kletterrosen für den nötigen Druckausgleich im Sozialgefüge gesorgt. Für drei Dollar oder ein Hühnchen, wenn Geld knapp war, wurde in der "Chicken Ranch" Cowboys und und braven Bürgern Spannungsabbau – aber ohne Perversitäten! – geboten, und Mann und Frau waren zufrieden. Ihr Lebenswerk legte sie dann in die liebevollen Hände von Miss Mona, die es in allen Ehren weiterführte. Die Zuflucht suchenden Elevinnen Angel und Shy wies die kundige Nachfolgerin höchstpersönlich in die Haus- und Rangordnung ein, das war man den gehobenen Kreisen schuldig.

Die Welt wäre auch im schönsten Gleichgewicht geblieben, wenn da nicht dieser bös-charismatische Fernsehprediger Melvin P. Thorpe erschienen wäre. Nicht als Kunde, sondern eher als Konkurrent in Sachen "Massenbeglückung". Auch er steht unter Druck in seinem religiösen Eifer, bekommt seine Befriedigung aber von oben bzw. von seinen Jüngerinnen, wenn er mit erhobenem Moralfinger rhythmisch ausruft: "Texas hat ein Haus der Sünde", und sie ihm in verzückter Gospelmanier antworten: "O mein Gott, so steh mir bei". Jewel und die anderen Mädchen in der "Hühnerfarm" zeigen offen, dass sie Spaß haben. Warum sollen sie auch lügen? Freizügigkeit hat sie befreit. Thorpe kann diese Zustände nur in seinem Wachhund-Report genüsslich ausbreiten und sein Publikum aufzuhetzen. Senator Wingwoah feiert gerade mit seinem Lieblings-Football-Team bei den Mädchen den Champion-Sieg. Da bricht Thorpe samt Pressegefolge in das Etablissement ein und schreit laut: "Skandal!" - "Schließt das Freudenhaus! Amen!" skandiert die aufgepeitschte Menge.

Obwohl Monas alter Freund, der Sheriff Ed Earl Dodd beim Gouverneur interveniert: auch dieser, ein im Wegsehen geübter Politiker, vermag sich nicht der zur Hysterie gewordenen "political correctness" entgegenzustellen. Die Farmbewohnerinnen müssen weichen, im Gepäck nur ihr "Werkzeug" – genug, um zu wissen, dass sie doch die Stärkeren sind. Denn: "Der Weg ist das Ziel!"

Die Musical-Komödie geht auf eine wahre Begebenheit aus dem Jahre 1973 zurück und ist eine bissige Satire auf Doppelmoral, Medienrummel und politische Heuchelei.

Hinweis: Für dieses Werk können an Amateurtheater leider keine Aufführungsrechte vergeben werden.