14.08.2018

Aktuelle Nachrichten

Sommertheater: Unsere Premieren im Juli und August
Wie schon im Juni freuen wir uns über viele Sommertheater-Premieren im Juli...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...

UA: "Jedermann - Ein Musical vom Sterbelernen" beim MusikTheaterFestival Oper Oder-Spree
Am 19. Juli feiert Peter Lunds und Wolfgang Böhmers Musical-Neufassung vom...

ÖEA: "Rock of Ages" beim Musical Sommer Amstetten
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre: Nach der erfolgreichen...

UA: "Sherlock Holmes und der Tod des Bayernkönigs" bei den Luisenburg-Festspielen
Am 12.7. ist die Uraufführung von Sherlock Holmes und der Tod des...

Neu bei FBE: "Little Me" von Cy Coleman
Little Me gehört mit zwei Broadway-Revivals und zahlreichen weiteren...

Zum Wiederentdecken: "33 Variationen" von Moisés Kaufman
Im Beethoven-Jahr 2020 jährt sich der Geburtstag des berühmten Komponisten...

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Deutscher Kindertheaterpreis und Deutscher Jugendtheaterpreis: Fünf Stücke auf der Auswahlliste
Wir freuen uns über fünf Stücke aus unserem Programm auf den diesjährigen...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

Österreichischer Musiktheaterpreis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Die Uraufführungsproduktion von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks Musical In...


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Bild von Robert KolarKolar, Robert

Robert Kolar wurde in Wien geboren. Nach seiner Schauspielausbildung am Konservatorium Wien spielte er u. a. am Theater in der Josefstadt, im Theater Akzent, im Theater Spielraum und im ArtCult Center in Wien, sowie beim Theater Scherzo in Klagenfurt und Grein, bei dem er seit 2003 auch mitproduziert. Er brachte drei teils selbstverfasste Wienerliedprogramme und ein Nestroyprogramm heraus, die u.a. im Wiener Metropol aufgeführt wurden, und schrieb das Libretto zum Musical "Ein Sommernachtstraum" (Musik: Oliver Ostermann). 2002 hob er zusammen mit Alexander Kuchinka das (gemeinsam verfasste ) Kabarettprogramm "Das geht zu zweit" im Interkulttheater in Wien aus der Taufe. Darüber hinaus hat und hatte Robert Kolar zahlreiche Auftritte als Conférencier, Kabarettist und Chansonnier im Wiener Konzerthaus, Wiener Musikverein, Wiener Volksliedwerk u.v.m.

 

Wenn der Wind weht - Die Comedian Harmonists mal 2

Musikalisches Schauspiel
1D, 13H
Orchesterbesetzung: 2 Kl
UA: 18.07.2003, Scherzo/ORF-Theater Klagenfurt

In ihrem musikalischen Schauspiel Wenn der Wind weht - Die Comedian Harmonists mal 2 erzählen Sam Madwar und Robert Kolar die Geschichte der Comedian Harmonists zu Ende, und das nicht minder spannend und dramatisch wie in den Erzählungen, Dramatisierungen und Verfilmungen um die Gründung des wohl bekanntesten Männersextetts aller Zeiten. Unter Verwendung der berühmten Lieder der Gruppe entstand ein packendes Beziehungsdrama über eine Reihe von eigenwilligen Charakteren, denen nur eines gemein ist: die Liebe zur Musik.

Nach dem letzten Konzert der "Comedian Harmonists" in der Originalbesetzung kommt es zur teils von den Nazis erzwungenen, teils selbst heraufbeschworenen Trennung. Die Juden Harry Frommermann, Erich Collin und Roman Cycowski emigrieren nach Wien; Robert Biberti, Erwin Bootz und Ari Leschnikoff bleiben in Berlin. Beide Gruppen versuchen, mit neuen Mitgliedern an die alten Erfolge anzuknüpfen. Dabei beobachten sie argwöhnisch die jeweils Anderen und haben mit Problemen zu kämpfen, die nicht nur durch ihre politische und künstlerischen Situation entstehen, sondern viel mit persönlichen Eitelkeiten zu tun haben. Die Spannungen beginnen mit der Namensgebung der beiden neuen Ensembles. Während Frommermanns Gruppe in Wien sich "Comedy Harmonists" nennt und damit an den alten Namen anknüpfen kann, müssen die Berliner um Biberti eine "arische" Bezeichnung finden und treten als "Meistersextett" auf. Biberti will den Namen der Wiener gerichtlich verbieten lassen. Die Situation kulminiert, als beide Gruppen am selben Abend in Den Haag gastieren.

Darüber hinaus kommt es in beiden Ensembles zu Differenzen zwischen alten und neuen Mitgliedern. Politisch geraten die Berliner wegen ihres Liedrepertoires unter Druck, die Wiener müssen 1938 nach Australien emigrieren. Zeitgleich, aber unabhängig voneinander zerfallen beide Gruppen. Übrig bleiben die ursprünglichen "Gründer": der kleine, feinnervige Pechvogel Harry Frommermann und der vierschrötige Haudrauf Robert Biberti, die beide nie wieder an die gemeinsamen Erfolge anschließen konnten.

Das Stück Wenn der Wind weht hat bei seiner Uraufführung dem Klagenfurter ORF-Theater neue Zuschauerrekorde beschert. Neben der spannenden Handlung tragen natürlich auch die berühmten Lieder wie z. B. "Ich wollt, ich wär, ein Huhn", "Das ist die Liebe der Matrosen" und "Wenn der Wind weht", die wirkungsvoll in die Szenen eingearbeitet sind, zum Erfolg des Stückes bei.