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Am 19. Januar feiert das Theater für Niedersachsen in Hildesheim die...

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"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Antigone" in Berlin und Dresden
Am 13. Januar wird Antigone in der Nachdichtung von Walter Jens in einer...

UA: "Fuckfisch" am Badischen Staatstheater in Karlsruhe
Am Badischen Staatstheater, Karlsruhe, ist am 26. Januar die Uraufführung von...

UA: "Kaltes Herz" von Volker Schmidt am Theater Phönix in Linz
Am 31.01.2019 hat Kaltes Herz von Volker Schmidt Uraufführung am Theater...

Neu bei FBE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie
Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
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Bild von Horst BudjuhnBudjuhn, Horst

Horst Budjuhn wurde 1910 in Bromberg an der Brahe geboren. Mit 13 Jahren kam er nach Berlin, wo er später Germanistik studierte und in den Dreißiger Jahren Dramaturg und Leiter des Berliner Renaissancetheaters wurde. Es folgte ein eineinhalbjähriges Lektorat im Kiepenheuer Bühnenvertrieb. Den Ausbruch des 2. Weltkriegs erlebte er in Zürich. Ab 1944 war er in Locarno ansässig, wo er als Drehbuchautor arbeitete und 1978 starb.

 

Die zwölf Geschworenen

(Twelve Angry Men)
Für die deutsche Bühne dramatisiert von Horst Budjuhn
12H
UA: 14.10.1958, Münchner Kammerspiele München

Nach einer sechstägigen Gerichtsverhandlung sollen im Amerika der 50er Jahre zwölf Geschworene über das Schicksal eines neunzehnjährigen Jungen entscheiden, der seinen Vater kaltblütig mit einem Messer ermordet haben soll. Stimmen die zwölf für „schuldig“, landet der Angeklagte auf dem Elektrischen Stuhl, bei „nicht schuldig“ wird er frei gesprochen. Das Urteil muss einstimmig ausfallen.

Für die meisten scheint der Fall eindeutig, zumal sie sich nicht länger als nötig im Geschworenzimmer aufhalten wollen; ein Baseballspiel am Abend lockt. So kommt es, dass nahezu einstimmig für „schuldig“ gestimmt wird. Einzig der Geschworene Nr. 8 will nicht vorschnell urteilen und äußert Zweifel an den nicht ganz wasserdichten Zeugenaussagen und der damit verbrieften Schuld des Jungen. Ein erbitterter und spannungsgeladener verbaler Kampf zwischen den Laienrichtern beginnt. Die anfängliche Selbstsicherheit der Geschworenen beginnt zu bröckeln, psychische Belastungen und Vorurteile kommen zum Vorschein, die alles andere als eine objektive Betrachtung des Falles ermöglichten. Nach und nach kann Nr. 8 die anderen umstimmen. Nur sein härtester Gegner Nr. 3 zeigt sich bis zum Schluss unerbittlich in seinem Urteil. Bis sich schließlich herausstellt, dass Nr. 3 seine Familie jahrelang unterdrückt und gequält hat, bis sein eigener Sohn mit dem Messer auf ihn losging ...

In strenger Einheit von Zeit, Ort und Handlung führt Reginald Rose mit seinem Gerichtsdrama unter jeder Menge Suspense ein leidenschaftliches Plädoyer gegen menschliche Voreingenommenheit und leichtfertige Kategorisierung. Ihm gelingt ein subtiles Psychogramm, das auf einem authentischen Fall basiert, ursprünglich als Fernsehspiel konzipiert, 1957 als Kinofilm (u.a. mit Henry Fonda) umgesetzt und schließlich vom deutschen Drehbuchautor, Dramaturg und Übersetzer Horst Budjuhn für die Bühne realisiert wurde. Nach der Münchener Uraufführung war das Stück in der Spielzeit 1959/1960 das meistgespielte Schauspiel an deutschsprachigen Bühnen.