20.06.4134

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Deutscher Kindertheaterpreis und Deutscher Jugendtheaterpreis: Fünf Stücke auf der Auswahlliste
Wir freuen uns über fünf Stücke aus unserem Programm auf den diesjährigen...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Schauspiel) von Dogberry&Probstein
Wenn Victor Lopez eines hasst, dann ist es Ungerechtigkeit. Jetzt sitzt er im...

Neu bei DESCH: "Der Sohn" von Florian Zeller
Nicolas ist 17 und kein fröhliches, unbeschwertes Kind mehr. Alles um ihn...

"Der tapfere Soldat" von Oscar Straus am Gärtnerplatztheater
Am 14. Juni feiert Peter Konwitschnys Inszenierung von Der tapfere Soldat...

UA: Nina Enders "Siegfried simulieren" am Pfalztheater Kaiserslautern
Nachdem Nina Ender für ihr Stück Polyboskomplex mit dem 2....

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

DSE: "Rock of Ages" von Chris d'Arienzo am Theater Ulm
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre erwarten das Publikum...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

UA: "Ich, Ikarus" von Oliver Schmaering am Theater an der Parkaue
Am 1. Juni 2018 ist die Uraufführung von Ich, Ikarus am Theater an der...

Ausgezeichnet: "In dir schläft ein Tier" von Oliver Schmaering gewinnt den Mülheimer Kinderstückepreis
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist mit dem Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Musical) von Rainer Bielfeldt, Susanne Lütje & Anne X. Weber
Stan Miller führt ein bescheidenes und glückliches Leben. Als seine Mutter an...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Neu bei FBE: "Im Gefängnis" von Thomas Engelhardt und Monika Osberghaus
Sinas Papa muss ins Gefängnis. Sina versteht das alles nicht. Sie hat keine...

Wiederentdeckt: "Der überaus starke Willibald" von Willi Fährmann
Halb Fabel, halb soziale Parabel wird gezeigt, wie eine Gruppe für die...

Nominierung Österreichischer Musiktheaterpreis 2018
Wir freuen uns mit dem Landestheater Linz und besonders auch mit unseren...


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Bild von Charles StrouseStrouse, Charles
Bild: © www.charlesstrouse.com 

Charles Strouse zählt zu den profiliertesten und vielseitigsten Komponisten Amerikas. 1928 in New York geboren, wurde er von Aaron Copland gefördert, studierte an der Eastman School of Music und bei Nadia Boulanger in Paris. 1950 begann er zunächst als Songkomponist, bevor er Material zu diversen Broadway-Revuen beisteuerte. Sein erstes abendfüllendes Musical Bye Bye Birdie wurde 1960 sogleich einer seiner großen Hits. Es folgten Arbeiten für den Film (u.a. "Bonnie und Clyde") und für das Fernsehen (u.a. die Zeichentrickserie "Alle Hunde kommen in den Himmel"). Von seinen weiteren Bühnenwerken sind vor allem "Applause" (1970) und "Annie" (1977) hervorzuheben. Strouse komponierte auf dem klassischen Sektor Kammermusik und Orchesterwerke sowie eine Oper nach Hans Christian Andersens Märchen "Die Nachtigall". Es erhielt nahezu alle renommierten Musikpreise der USA und ist an verschiedenen Universitäten als Dozent tätig.


Weitere Informationen zu Charles Strouse

 

Bye Bye Birdie

Musical
Buch von Michael Stewart
Musik von Charles Strouse
Gesangstexte von Lee Adams
Originalproduktion von Edward Padula
Deutsch von Benjamin Baumann
9D, 6H, Nebendarsteller, Chor
Orchesterbesetzung: Reed I (Picc, Fl, Klar, A.Sax), Reed II (Klar, A.Sax), Reed III (Klar, T.Sax), Reed IV (Klar, B.Klar, Bar.Sax), Hr, Trp I, II, III, Pos I, II, Schl I, II, Git (Banjo), Klav, Vl, Vc, B
UA: 14.04.1960, Martin Beck Theatre New York

Amerika in den swingenden und rockenden fünfziger Jahren. Der Rock'n'Roll-Superstar Conrad Birdie soll zum Militär eingezogen werden, was nahezu alle weiblichen Teenager im Land hysterisch kreischend in Ohnmacht fallen lässt. Auch Conrad Birdies hoch verschuldeter Agent Albert gerät durch die Einberufung in größere Schwierigkeiten. Doch seine Sekretärin und Verlobte Rosie hat einen Plan, der die Lösung aller Probleme verspricht: Um Conrad Birdies neuesten Hit "One Last Kiss" zu promoten, soll der Star werbewirksam in einer Fernsehshow von seinen Fans Abschied nehmen, in dem er stellvertretend für alle einem einfachen Mädchen vom Lande in aller Öffentlichkeit einen Abschiedskuss gibt. Die Auserwählte findet Rosie, in dem sie wahllos in die Kartei des Fanclubs greift: Es ist der Teenager Kim McAfee aus dem beschaulichen Nest Sweet Apple, Ohio.

In Sweet Apple und besonders bei der Familie McAfee schlägt die Nachricht, dass Conrad Birdie kommt, ein wie eine Bombe. Als der Star bei seiner Ankunft mit seinem unnachahmlichen Hüftschwung anfängt zu singen, fallen nicht nur die Teenager in Ohnmacht. Doch die auserwählte Kim hat gerade zum ersten Mal einen "richtig festen Freund", den gleichaltrigen Hugo Peabody, der natürlich vor Eifersucht kocht. Auch dass der Star im beschaulichen Heim der Familie McAfee einquartiert wird, sorgt für weitere Aufregung. Zusätzliche Verwicklungen gibt es, da Rosie versucht, Albert nach diesem Auftritt ganz vom Showbusiness abzubringen und mit ihm ein beschauliches Leben auf dem Lande anzufangen – wobei sie hierfür zunächst seine überbesorgte, hysterische Mutter ruhig stellen muss, die zu allem Überfluss ebenfalls in Sweet Apple auftaucht.

Im kleinen Stadtkino beginnt Birdies Abschiedsauftritt. Der Star schmettert wie geplant seinen Hit "One Last Kiss" in die Fernsehkameras, doch als es zum Kuss kommen soll, drehen sowohl Vater McAfee als auch Kims Freund Hugo durch und lassen die Sendung platzen. Danach sind Kim und Conrad verschwunden. Doch entgegen aller Erwartungen haben sich die beiden nicht ineinander verliebt, sondern finden sich langweilig: Kim muss feststellen, dass der Superstar ein recht banaler Mensch ist, und Birdie glaubt, dass nach all der Aufregung die Armee für ihn die reinste Erholung sein wird.

Das 1960 uraufgeführte Musical Bye Bye Birdie ist eines der erfolgreichsten Werke aus der Glanzzeit des Genres, das sowohl die damalige Elvis-Presley-Hysterie als auch allgemein das Superstar-Wesen parodistisch auf die Schippe nimmt. Wie die Handlung ist auch die Musik ein witziger Rundumschlag durch die verschiedenen Facetten der fünfziger Jahre, vom leichten Swing über den Big Band Sound bis hin zum Rock'n'Roll im Elvis-Stil. Bye Bye Birdie wurde nach seiner Uraufführung mit vier Tony-Awards ausgezeichnet (u. a. als Bestes Musical), mehrfach verfilmt und erlebte zuletzt im Mai 2004 im Rahmen der "City Center Encores" eine begeistert aufgenommene Wiederaufführung in New York, dem 2009 ein erfolgreiches Revival am Broadway folgte.