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Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

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Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
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UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
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Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
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Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

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Sivadier, Jean-François

Der Schauspieler und Regisseur Jean-François Sivadier wurde am Théâtre National in Strasbourg ausgebildet und hat u.a. mit Daniel Mesguich, Christian Rist und Dominique Pitoiset zusammengearbeitet. Ihn verband eine enge Freundschaft zu Didier-Georges Gabily, dessen Inszenierung des "Don Juan" von Sivadier 1996 am Théâtre National de Bretagne in Rennes nach Gabilys Tod übernommen und vollendet wurde. Im gleichen Jahr inszenierte Sivadier sein Stück Orchesterprobe, Traviata, III. Akt, das in der Folge über 200 Mal in Frankreich aufgeführt wurde.

 

Orchesterprobe, Traviata, III. Akt

(Italienne avec orchestre)
Schauspiel im Orchestergraben
Deutsch von Pascal Paul-Harang und Michael Quast
2D, 2H
UA: 1996, Le Cargo Grenoble
DSE: 20.11.2003, Theater Lübeck

Eigentlich ist Oper ganz einfach, es steht ja alles in den Noten. Der Rest ist Ansichtssache, und Ansichten gibt es meist so viele wie Leute an einer Opern- Aufführung beteiligt sind – und das sind nicht wenige. Nachdem das Publikum als Orchester im Graben Platz genommen hat, erlebt es die Höhen und Tiefen einer Orchesterprobe, Traviata, III. Akt und lernt mit Diva, Dirigent, Regisseur und jungem Mezzosopran mitzufühlen. Da gilt es, harte Überzeugungsarbeit zu leisten. Die Oper ist das Medium des Überflusses und des Irrationalen, das prägt die Menschen, die Oper machen. Wer sich täglich in einer Welt bewegt, in der ein ständiger Überfluss extremer Gefühle den Sieg über die Logik davon getragen hat, der kann schon mal sehr emotional werden. Vor allem wenn er das Monopol auf hohe Töne hat. Was aber wäre die Oper ohne all das? Ohne die anbetungswürdigen Diven, die besessenen Dirigenten und Regisseure, die Träume vom hohen C und der großen Karriere? Ohne die Töne, die mühelos jede Logik aushebeln? Eine längst untergegangene Kunst.

Orchesterprobe, Traviata, III. Akt wurde unter dem Titel "Verständigungsprobe mit Orchester" am Theater Lübeck erstmals in deutscher Sprache aufgeführt und hat beim Publikum Kultstatus erreicht. Seit der Premiere waren alle Vorstellungen ausverkauft: "Die 'Orchesterprobe' ist ein reines Vergnügen mit ernstem Hintergrund. Ein Stück für Menschen, die das Theater lieben – und für die Menschen, die Theater machen." (Lübecker Nachrichten)

Seit seiner Uraufführung im Jahre 1996 wurde Orchesterprobe, Traviata, III. Akt über 200 Mal in Frankreich in unterschiedlichen Produktionen aufgeführt. Das Stück wurde durch den Autor überarbeitet und liegt nun in neuer Übersetzung von Pascal Paul-Harang und Michael Quast vor.