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Beginnendes 20. Jahrhundert. Tewje, der Milchmann, lebt in dem kleinen...

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Begleiterscheinungen von Peter Buchholz wird am 5. April am Theater an der Kö...

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"Ein unbillig Recht, ein totes Recht" widerfährt Grete, Tochter einer...

GEH DICHT DICHTIG! Ein lautpoetischer Dialog
In GEH DICHT DICHTIG! tritt die Autorin Ruth Johanna Benrath in einen...

UA: "lauwarm" von Sergej Gößner am Jungen Schauspielhaus Hamburg
Am Jungen Schauspielhaus Hamburg ist am 7. April die Uraufführung von Sergej...

UA: "Die Verlobung in St. Domingo" von Necati Öziri am Schauspielhaus Zürich
Am 4. April ist die Uraufführung von Die Verlobung in St. Domingo - Ein...

Neu: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller
Deutschland im Taumel der Novemberrevolution 1918. Döblin entwirft das...

Rückblick: "Am Rand (Ein Protokoll)" von Philipp Löhle am Staatstheater Nürnberg
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KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...


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Sivadier, Jean-François

Der Schauspieler und Regisseur Jean-François Sivadier wurde am Théâtre National in Strasbourg ausgebildet und hat u.a. mit Daniel Mesguich, Christian Rist und Dominique Pitoiset zusammengearbeitet. Ihn verband eine enge Freundschaft zu Didier-Georges Gabily, dessen Inszenierung des "Don Juan" von Sivadier 1996 am Théâtre National de Bretagne in Rennes nach Gabilys Tod übernommen und vollendet wurde. Im gleichen Jahr inszenierte Sivadier sein Stück Orchesterprobe, Traviata, III. Akt, das in der Folge über 200 Mal in Frankreich aufgeführt wurde.

 

Orchesterprobe, Traviata, III. Akt

(Italienne avec orchestre)
Schauspiel im Orchestergraben
Deutsch von Pascal Paul-Harang und Michael Quast
2D, 2H
UA: 1996, Le Cargo Grenoble
DSE: 20.11.2003, Theater Lübeck

Eigentlich ist Oper ganz einfach, es steht ja alles in den Noten. Der Rest ist Ansichtssache, und Ansichten gibt es meist so viele wie Leute an einer Opern- Aufführung beteiligt sind – und das sind nicht wenige. Nachdem das Publikum als Orchester im Graben Platz genommen hat, erlebt es die Höhen und Tiefen einer Orchesterprobe, Traviata, III. Akt und lernt mit Diva, Dirigent, Regisseur und jungem Mezzosopran mitzufühlen. Da gilt es, harte Überzeugungsarbeit zu leisten. Die Oper ist das Medium des Überflusses und des Irrationalen, das prägt die Menschen, die Oper machen. Wer sich täglich in einer Welt bewegt, in der ein ständiger Überfluss extremer Gefühle den Sieg über die Logik davon getragen hat, der kann schon mal sehr emotional werden. Vor allem wenn er das Monopol auf hohe Töne hat. Was aber wäre die Oper ohne all das? Ohne die anbetungswürdigen Diven, die besessenen Dirigenten und Regisseure, die Träume vom hohen C und der großen Karriere? Ohne die Töne, die mühelos jede Logik aushebeln? Eine längst untergegangene Kunst.

Orchesterprobe, Traviata, III. Akt wurde unter dem Titel "Verständigungsprobe mit Orchester" am Theater Lübeck erstmals in deutscher Sprache aufgeführt und hat beim Publikum Kultstatus erreicht. Seit der Premiere waren alle Vorstellungen ausverkauft: "Die 'Orchesterprobe' ist ein reines Vergnügen mit ernstem Hintergrund. Ein Stück für Menschen, die das Theater lieben – und für die Menschen, die Theater machen." (Lübecker Nachrichten)

Seit seiner Uraufführung im Jahre 1996 wurde Orchesterprobe, Traviata, III. Akt über 200 Mal in Frankreich in unterschiedlichen Produktionen aufgeführt. Das Stück wurde durch den Autor überarbeitet und liegt nun in neuer Übersetzung von Pascal Paul-Harang und Michael Quast vor.