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UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

ÖEA: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Schauspielhaus Graz
Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
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Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
Das Theater und Orchester Biel Solothurn bringt am 27. Februar die Schweizer...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


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Bild von Frank RöthRöth, Frank

Frank Röth wurde 1959 in Weinheim an der Bergstraße geboren. Nach drei Semestern Tiermedizin und einem Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft und Geschichte in München absolvierte er eine Ausbildung zum Cutter-Assistent sowie eine Schauspielausbildung bei Wolfgang Büttner und eine Sprech- und Gesangsausbildung bei Prof. Erika Zeiß. 1982 erhielt er sein erstes Theaterengagement in "Die Feuerzangenbowle" am Theater PiccoloBavaria, München, sowie sein erstes TV-Engagement für "Weg in den Tod" (SDR). 1983/84 zeichnete er für Drehbuch, Produktion und Hauptrolle von "KOLP - Schwarzmarkt, Swing und große Träume" verantwortlich (Regie: Roland Suso Richter). Der Film war 1985 als offizieller deutscher Beitrag bei der "Semaine de la critique" der Filmfestspiele Cannes zu sehen und erhielt den deutschen Jugend-Film-Preis in den Kategorien "Bester Film" und "Beste Regie".

Seit 1985 ist Frank Röth als Schauspieler in mehr als 100 nationalen und internationalen TV- und Kinoproduktionen zu sehen, darunter in "Die zweite Heimat" (Regie: Edgar Reitz), mehreren "Tatort"-Folgen und der US-Serie "Dirty Dozen". Zusammen mit Philip Moog entwickelte er Drehbücher. Unter anderem entstanden so aus ihrer Feder Idee und Konzept für die RTL-Erfolgsserie "SK-Babies", für die sie den Pilotfilm und die ersten zehn Folgen schrieben und die 1997 für den "Adolf Grimme-Preis" in der Kategorie "Beste Serie" nominiert wurde. Im Jahre 2000 schrieben sie das Drehbuch zu dem ZDF-Spielfilm "Sperling und das Krokodil im Müll", 2002 für "Sperling und der Mann im Abseits" sowie 2008 für "Der Alte - Das zweite Kreuz".

Die Nadel der Kleopatra ist das erste Theaterstück des Autorenduos.


Weitere Informationen zu Frank Röth

 

Die Nadel der Kleopatra

Ein Theaterstück in zwei Akten
2D, 2H
UA: 14.01.2010, Schlosspark Theater Berlin

New York. Sophie, eine junge Schauspielerin ohne Engagement, bereitet sich auf ein neues Vorsprechen vor. Zu ihrer Nervosität gesellen sich bald Zweifel: ob der Beruf der richtige für sie ist, ob ihr Freund Marc der richtige für sie ist. Der scheint schließlich viel lieber seinen Spaß haben und in den Tag hinein leben zu wollen, als sich ernsthaft um seine Zukunft Gedanken machen zu wollen. Zudem steht Marc unter dem schlechten Einfluss seines Kumpels Jeff, insbesondere nachdem er auf einer nächtlichen Spritztour ein paar Schrammen in dessen Corvette gefahren hat.

Als in einer Zeitungsanzeige ein "junges sprachgewandtes Fräulein als Vorleserin gesucht" wird, überreden Jeff und Marc Sophie, den Job anzunehmen. So steht sie eher widerwillig in der Wohnung der Witwe Charlotte Bergman, einer seltsamen älteren Dame, die vor vielen Jahren erblindet ist. Ein Geheimnis umwittert die Frau, die Sophie sogleich mit ihren unangenehmen Fragen löchert. Sophie beschließt, trotz der angemessenen Vergütung nicht noch einmal in die Wohnung zurückzukehren.

Doch eine erneute, niederschmetternde Absage für ein Engagement und ihr Freund Marc machen ihr einen Strich durch die Rechnung. Letzterer wird nämlich hellhörig, als Sophie ihm von einem großen Bild erzählt, das in Charlotte Bergmans Wohnung hängt: ein Originalgemälde des berühmten Malers Claude Monet. Marc und Jeff beschließen, sich mit Sophies Hilfe Zutritt zur Wohnung der blinden Dame zu verschaffen, das Bild zu stehlen und meistbietend zu verkaufen. Die aberwitzige Gaunerei scheint zu gelingen, allein der Verkauf des Bildes scheitert zunächst an der Unbedarftheit der beiden jungen Männer.

Parallel dazu fängt Sophie an, Charlotte näher kennen zu lernen: Sie soll ihr aus den Tagebüchern ihres vor vielen Jahren bei einer Explosion getöteten Liebhabers vorlesen, jener Explosion, bei der sie auch ihr Augenlicht verlor. Eine spannende Reise in die Vergangenheit beginnt, bei der Charlotte trotz manch schmerzhafter Erinnerung nochmals auflebt, bis sich die Lüftung eines dunklen Geheimnisses ankündigt ...

Die Autoren Philip Moog und Frank Röth haben mit Die Nadel der Kleopatra ein faszinierendes Theaterstück vorgelegt, das geschickt die Balance zwischen Szenen voller Komik und berührender Momentaufnahmen hält. Die spannenden und hintergründigen Szenen mit Charlotte Bergman und Sophie stehen dabei in einem gelungenen Kontrast zu slapstickartigen, temporeichen Sequenzen mit Jeff und Marc. Eine überraschende, hintergründige Komödie über Vergangenheit und Zukunft, Enttäuschung und Vertrauen, Freundschaft und Liebe.