23.09.2017

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Hannah Biedermann für den FAUST nominiert
Für ihre Inszenierung "entweder und" am Jungen Ensemble Stuttgart ist Hannah...

UA: Volker Schmidts "Freiheit" am Blumenhof Wien
Vier typische Vertreter jener Gruppe urbaner, ökologisch und politisch...

Bestes Musical: Deutscher Musical Theater Preis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Der Hauptpreis "Bestes Musical" der Deutschen Musical Akademie ging in diesem...

Neu bei FBE: "Mimosa" von Esther Becker
Mimosa ist Pilotin und immer darauf bedacht, die Kontrolle zu behalten. Als...

DE: "In 80 Tagen um die Welt" am Schleswig-Holsteinischen Landestheater in Flensburg
Das elf Mal für den diesjährigen "Deutschen Musical Theater Preis" nominierte...

Gastspiel: "Bonjour Tristesse" am Renaissance Theater Berlin
Am 13.09. findet die Berlin Premiere von Bonjour Tristesse am...

Henry Masons Neuübersetzung von "Gypsy" an der Volksoper Wien
Am 10. September wird Henry Masons Neuübersetzung von Jule Stynes, Arthur...

Neu bei FBE: "Die Reißleine"
Abby wohnt im Altersheim und soll gegen ihren Willen eine neue Zimmergenossin...

DSE: "Dienstags bei Kaufland" am Theater Osnabrück
Im Rahmen des Festivals Spieltriebe 7 feiert Emmanuel Darleys Stück Dienstags...

DSE: "Valerie Solanas, Präsidentin von Amerika!" am Theater Osnabrück
Am 1. September eröffnet das Theater Osnabrück sein Festival Spieltriebe 7...

Neu bei FBE: "Fische" von Nele Stuhler
E und Fisch führen eine außergewöhnliche Beziehung. Sie sind davon überzeugt,...

Neu bei FBE: "Du Gülsüm, ich Häschen" von Ruth Johanna Benrath
Du Dummi! Du Stummi! Hänschen wird gehänselt. Das Sprechen fällt ihm schwer....

Wiederentdeckt: "Road" am Royal Court Theatre London
Das Royal Court Theatre in London hat Jim Cartwrights Stück Road (Straße ohne...


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Bild von Hildegard KnefKnef, Hildegard
Foto: © Funkturm Verlag 

„Für mich soll's rote Rosen regnen”, „Eins und eins, das macht zwei” und „Aber schön war es doch” sind nur drei der vielen bekannten Titel, in denen die deutsche Schauspielerin, Chansonsängerin und Autorin Hildegard Knef bis heute extrem populär ist. Ihre markante, rauchige und unverkennbare Stimme führte sie auf musikalischen Wegen bis zum Broadway, wo sie 1954 Cole Porter höchstpersönlich für die Hauptrolle in Silk Stockings (Ninotschka) auswählte.

Zu diesem Zeitpunkt stand die 1925 in Ulm geborene Knef bereits auf dem Höhepunkt ihrer internationalen Karriere. Nach kleineren Filmrollen in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs spielte sie 1946 im ersten deutschen Nachkriegsfilm „Die Mörder sind unter uns”, der international für Aufsehen sorgte und ihr einen langfristigen Filmvertrag in Hollywood einbrachte. Im Zuge des Skandals, der sich aus dem in Deutschland gedrehten Film „Die Sünderin” ergab, verließ sie Deutschland 1950 und kehrte erst sieben Jahre später zurück, konnte jedoch nicht mehr an frühere Filmerfolge anknüpfen.

Doch ihre Stimme sorgte nicht nur bei Broadway-Komponisten sondern auch in Deutschland für Begeisterung und bescherte Hildegard Knef eine zweite Karriere vom Beginn der 60er Jahre an bis in die 70er Jahre hinein. Das Geheimnis des Erfolges waren eingängige Melodien, erstklassige Begleitbands, kluge, ironische, bisweilen bissige Texte und natürlich der unverkennbare Vortrag. Alles wirkte bis zum letzten Ton authentisch und trifft so bis heute die Zuhörer ins Herz.

Nicht minder erfolgreich war Knefs erster Ausflug in die Welt der Literatur mit ihrem autobiografischen Werk „Der geschenkte Gaul”. 1970 veröffentlicht, landete das Buch auf Platz 1 der Spiegel-Bestseller-Liste, wurde in 17 Sprachen übersetzt und war das seinerzeit erfolgreichste Buch eines deutschen Autors seit 1945.

Auf den erneuten Höhenflug folgte Ende der 70er Jahre ein weiterer Fall: Scheidung, Krankheit, und Schönheits-OP – ein gefundenes Fressen für die Boulevard-Presse, deren Anfeindungen dazu führten, dass die Knef Deutschland erneut verließ und nach Hollywood zog.

1987 holte sie der Musical-Regisseur Helmut Baumann an das Theater des Westens in Berlin, wo sie in dessen Inszenierung des Kander/Ebb-Musicals Cabaret als Fräulein Schneider ein erneutes Comeback feierte. Zwei Jahre später kehrte sie, hoch verschuldet, nach Deutschland zurück, das sie wieder herzlich empfing. In den folgenden Jahren erhielt sie zahlreiche Ehrungen und große Anerkennung für ihr Lebenswerk.

Nach längerer Krankheit verstarb Hildegard Knef am 1. Februar 2002 im Alter von 76 Jahren.

Nicht nur Funk und Fernsehen, auch die Theater interessierten sich für das Leben und Werk von Hildegard Knef. Für die Musical-Fassung ihres Bestsellers Der geschenkte Gaul ergänzte Knef zusammen mit dem Komponisten Udo Becker die Handlung bis zum Jahr 2002. Noch bis kurz vor ihrem Tod arbeitete sie an der Fertigstellung. Danach setzte ihr Witwer Paul von Schell die Arbeit fort. 2003 folgte die umjubelte Uraufführung des Werkes in Wilhelmshaven.
Bereits ein knappes halbes Jahr vorher feierte James Edward Lyons' musikalisch-szenisches Porträt Für mich soll's rote Rosen regnen in Bielefeld Premiere und avancierte schnell zu einer der populärsten Bühnenumsetzungen der Knef'schen Biographie.
Seit 2004 zeigt Gilla Cremer ihren aus Originalzitaten und Knef-Songs zusammengestellten Abend So oder so - Hildegard Knef in ganz Deutschland.

 

Für mich soll's rote Rosen regnen
Ein musikalisch-seelisches Portrait von Hildegard Knef
Buch von James Edward Lyons
Musik & Arrangements von William Ward Murta
2D
Orchesterbesetzung: Kl, Kb
UA 27.10.2002, Bühnen der Stadt, Bielefeld

Der geschenkte Gaul
Ein Musical über das Leben von Hildegard Knef
Text von Hildegard Knef, Udo Becker, Paul von Schell und Reinhardt Friese
Musik von Udo Becker
3D, 4H
Orchesterbesetzung: Kl, Trp, Pos, Sax, Schl, B
UA 22.02.2003, Landesbühne Niedersachsen-Nord, Wilhelmshaven

So oder so - Hildegard Knef
Eine Biografie von Gilla Cremer
1D
Orchesterbesetzung: Kl
UA 03.11.2004, St. Pauli Theater, Hamburg

Der Teufel und die Diva
Bühnenshow von Fred Breinersdorfer und Katja Röder
mit Musik von Hildegard Knef
1D, 1H
Orchesterbesetzung: Kl,Dr/Perc,B
UA 07.03.2013, Ernst-Deutsch-Theater, Hamburg