28.05.3067

Aktuelle Nachrichten

Neu bei DESCH: "Der Sittich" von Audrey Schebat
SIE und ER warten auf Freunde für ein gemeinsames Abendessen. Das Telefon...

UA: "Brigitte Bordeaux" von Sergej Gößner
Am 26. Mai ist die Uraufführung von Sergej Gößners neuem Stück Brigitte...

ÖEA: "Music Hall" von Jean-Luc Lagarce am Theater in der Josefstadt
Am 26. Mai ist die österreichische Erstaufführung von Music Hall am Theater...

Ausgezeichnet: "In dir schläft ein Tier" von Oliver Schmaering gewinnt den Mülheimer Kinderstückepreis
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist mit dem Kinderstückepreis...

Nominierung Österreichischer Musiktheaterpreis 2018
Wir freuen uns mit dem Landestheater Linz und besonders auch mit unseren...

Jubiläum: Burt Bacharach wird 90!
Burt Bacharach wird am 12. Mai 90 Jahre alt. Er gehört bis heute zu den...

Neu bei FBE: "Der Freischütz" von Carsten Golbeck
Der Dreißigjährige Krieg geht dem Ende entgegen. Das Land ist zerstört. In...

Rückblick: Die DSE von Arne Lygres "Schatten eines Jungen" am DT Göttingen
Das Deutsche Theater Göttingen zeigte am 6. April die deutschsprachige...

Rückblick: UA von Philipp Löhles "Die Mitwisser" am Düsseldorfer Schauspielhaus
"Der Mensch als Idiot des digitalen Zeitalters" (WAZ) – Uraufführung von...

ÖEA: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Volkstheater Wien
Lazarus, David Bowies letzter musikalischer Gruß, feiert am 9. Mai...

Heidelberger Stückemarkt 2018 mit Esther Becker und Sergej Gößner
Auf dem diesjährigen Heidelberger Stückemarkt war Esther Becker...

DSE: "Die Rechnung" von Clément Michel am Kleinen Theater am Südwestkorso
Das Kleine Theater am Südwestkorso in Berlin zeigt am 31. Mai die...

Wieder bei FBE: "Hair", "La Cage aux folles" u. a.
Mit La Cage Aux Folles, Hair, Hello, Dolly! und Der kleine Horrorladen sind...


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Bild von Volker KühnKühn, Volker

Volker Kühn kam über den Journalismus zu Bühnen-, Funk- und Fernseharbeit.
Nach vier Jahren USA-Aufenthalt begann er als Redakteur beim Hessischen Rundfunk. Seit 1970 arbeitete er als freier Autor und Regisseur und brachte zahlreiche Bücher, zumeist zum Thema Kabarett und Satire, heraus.

Für Film und Fernsehen entwickelte er TV-Dokumentationen über die Unterhaltung im Dritten Reich und das Kabarett im KZ, sowie die Film-Satiren "Die halbe Eva", "Euer Clown kann ich nicht sein", "Hochkant" und "Der Eremit".
Für die Bühne schrieb und inszenierte er diverse Theater-Revuen, darunter das Revolutions-Spektakel "Libertäterä" und das Dada-Apocalyptical "Quaale Traum erdrosselt meine Singe", "Zores haben wir genug". Seine UFA-Revue "Bombenstimmung" und das Musical "EinsZweiDrei" wurden im Berliner Theater des Westens uraufgeführt. Weitere Theaterarbeiten waren: "Bankers Opera" (Düsseldorfer Schauspielhaus), "Das Wunderkind" (Schauspiel Frankfurt/M.), "Marlene" (Bühnenfassung des Gems-Stückes, Renaissance-Theater, Berlin), die Gustaf Gründgens-Revue "G wie Gustav. Mit F" (Berliner Festwochen / Renaissance-Theater), "Hello, I'm Johnny Cash" (Renaissance-Theater, Berlin), "Da ham wir den Salat" (Vaganten Bühne, Berlin), "So bin ich und so bleibe ich – Zarah" (Schlosspark Theater Berlin), "Ich, Gunter Gabriel" (Theater am Kurfürstendamm, Berlin).
Volker Kühns neues Stück Wer hat Angst vor Hildegard Knef? zeigt die Geschichte einer Beziehung zweier Menschen, die sich in Lebenslügen flüchteten und in den Konflikten ihrer Vergangenheit verhaftet blieben.
Volker Kühn ist Mitglied der internationalen Schriftstellervereinigung PEN (poets essayists novelists) und lebt in Berlin.

 

Wer hat Angst vor Hildegard Knef?

1D, 2H
frei zur UA

Ein Treffen zwischen Hilde und ihrem Exmann David Cameron soll gewesene Rivalitäten begraben und ein gemeinsames neues Projekt wird geplant, um ihre Karriereflaute zu überwinden. Doch alte Wunden sitzen tief und so verfällt man schnell in gewohnte Gesprächsmuster. Sachlich können beide nicht miteinander umgehen und so eskaliert die Unterhaltung immer mehr. Auch der dritte und aktuelle Ehemann James kann da, trotz reservierter Höflichkeit, nicht schlichtend auftreten, ist er auch mehr hübsches Beiwerk der tragikomischen Farce. Das Umgehen der beiden früheren Ehepartner miteinander – das gegenseitige Bloßstellen, das zynische Abrechnen mit dem Gegenüber und die verletzenden Anspielungen - lassen ihr Aufeinandertreffen zu einem emotionalen Spiel ohne Grenzen werden. Nach und nach erinnern diese Ausschreitungen an das Ehespektakel zwischen Martha und George aus Edward Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?". Auch Hilde und David haben plötzlich die zündende Idee: Hildes Comeback scheint gesichert: Warum nicht das eigene Schicksal auf die Bühne bringen: "Wer hat Angst vor Hildegard Knef?"

Hildegard Knef – gefeierte Grande Dame des Chansons, umjubelter Weltstar und Mensch der Extreme: Erfolg und Misserfolg im Berufsleben als Sängerin, Schauspielerin und Autorin wechselten sich ebenso ab, wie im privaten die Beziehungen zu ihren verschiedenen Männern. In Rundfunk, Zeitungen und Fernsehen berichtete man über das turbulente Leben „unserer Hilde“ – ein Leben, das die letzte deutsche Diva öffentlich in den Medien ausbreitete und zum Teil virtuos selbst zusammenbastelte.
Dreimal war Hildegard Knef verheiratet: mit dem amerikanischen Schauspieleragenten Kurt Hirsch, mit dem britischen Schauspieler David Cameron und schließlich dem adligen Paul Rudolf Freiherr von Schell zu Bauschlott.

In tragikomischen Dialogen geht Volker Kühn dem Bild der Ehefrau Hildegard Knef auf den Grund und zeichnet dabei treffend die unterschiedlichen Facetten der dramatischen Chanson-Sängerin, sodass am Ende nur eine Frage im Raum nachhallt:

"Wer war froh, dass es dich gab?" (Hildegard Knef)