19.09.9827

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Neu bei FBE: "Die ganze Welt in meinem Zimmer" von Sergej Gößner und Klaus Schumacher
Eine Tür steht im Zentrum des Stückes - oder eher davor? Man könnte sie...

UA: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek am Theater an der Parkaue
Oliver Schmaerings und Kay Wuscheks Bearbeitung des Fontane-Romans "Effi...

UA: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Theater Kanton Zürich
Eva Rottmanns Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich, das...

"Lazarus" von David Bowie am Landestheater Linz
Die nächste Premiere von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus findet...

Neu bei FBE: Mariana Leky "Was man von hier aus sehen kann"
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im...

Premiere: "Ein Stein fing Feuer" nach Eugène Ionesco am Staatstheater Nürnberg
Am Staatstheater Nürnberg eröffnet die neue Intendanz um Jens-Daniel Herzog...

DSE: "Rotterdam" von Jon Brittain am Rabenhof Theater, Wien
Am 25.09. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Brittains Stück...

UA: "Nackt über Berlin" von Axel Ranisch am Neuen Theater Halle
Mit der Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin eröffnet das...

UA: "Heiß auf 2. Liga" von Jörg Menke-Peitzmeyer an den Hamburger Kammerspielen
Das Unfassbare ist geschehen: Bange Minuten bis zum Ende des letzten Spiels....

Wiederentdeckt: "Waisen" von Lyle Kessler
Zwei Brüder hausen in einem heruntergekommenen Gebäude in Philadelphia. Seit...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...


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Bild von Andreas HillgerHillger, Andreas

Andreas Hillger, geboren 1967 in Dessau, arbeitete nach dem Abitur als Regieassistent, Transportarbeiter und Buchhändler. Nach der Wende war er bis 2012 als Kulturredakteur für die Mitteldeutsche Zeitung in Halle tätig. Unter Pseudonym schrieb er ab 2007 Theaterstücke – u.a. für die Händel-Festspiele in Halle und Göttingen.

 

Casanova

Musical
Musik von Stephan Kanyar
Buch und Gesangstexte von Andreas Hillger

1D, 3H, Nebendarsteller, Chor
Orchesterbesetzung: Fl I,II (Picc), Ob I,II (E.H.), Klar I,II (B.Klar), Fg I,I, Hr I,II, Trp I,II,III, Pos I, II (B.Pos), Kl, E.B., Dr, Schl, Vl I,II, Va, Vc, Kb (Minimum 5-4-3-2-1, kleine Fassung auf Anfrage)
UA: 04.07.2014, Anhaltisches Theater Dessau

Als einen Hansdampf in allen Frauenherzen könnte man ihn treffend bezeichnen, dennoch ist Giacomo Girolamo Casanova viel mehr als nur der größte Frauenheld und Herzensbrecher aller Zeiten. In ihm spiegelt sich das gesamte 18. Jahrhundert. Dank seines unwiderstehlichen Charmes philosophierte er mit Voltaire, disputierte mit Friedrich dem Großen und parlierte mit dem Papst. In Paris gründete er die erste Lotterie Frankreichs; er übersetzte Homers Ilias und man sagt ihm nach, dass er auch die Finger von Da Pontes Don-Giovanni-Libretto nicht lassen konnte.

In Stephan Kanyars und Andreas Hillgers opulent angelegtem Casanova-Musical lernt der Zuschauer eine ganz neue und ungewohnt gefühlvolle Seite des legendären Schürzenjägers kennen, denn Casanova verliebt sich – und wird abgelehnt:

Karneval in Venedig! Die ganze Stadt ist ein rauschendes Fest. Wir begegnen Casanova, wie immer begleitet von seinem treuen Diener Leporello, auf einem Maskenball, wo er aus Versehen in ein Scharmützel mit der Inquisition geraten ist. Zum Glück wird er von einer geheimnisvoll verkleideten Dame mit flotter Klinge und spitzer Zunge gerettet. In ihr findet Casanova seine Meisterin, seine erste und einzige große Liebe. Doch die junge Amazone, ihr Name ist Henriette, begehrt nur den Casanova, der unabhängig ist, nicht den, der liebt. Also verlässt sie ihn; Casanova ist untröstlich. Kurze Zeit später findet er sich zu allem Überfluss, aufgegriffen von der Inquisition, als verurteilter Gotteslästerer in den Bleikammern wieder. Gerettet wird er ein weiteres Mal von Henriette. Sie verhilft ihm zur Flucht und verschwindet, diesmal für immer, aus seinem Leben. Zuletzt treffen wir Casanova auf seinem Alterssitz in Böhmen. Überraschend zu Gast: seine Tochter Constanze, der lebendige Beweis seiner Liebe zu Henriette. Sie lüftet endlich das Geheimnis um Henriettes wahre Identität.