23.02.8387

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"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...

Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...


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Die Gouvernante

Schauspiel von Vitaliano Brancati
Deutsch von Sabine Heymann
3D, 4H

Das Stück galt als "unmoralisch" und wurde daher zur Aufführung nicht zugelassen. Erst 12 Jahre nach Brancatis frühem Tod, fand die viel beachtete Uraufführung statt. Nach einer derart turbulenten Aufführungsgeschichte überrascht den heutigen Leser vor allem die Dezenz, mit der Brancati die lesbische Liebe einer Gouvernante zum Dienstmädchen im Hause einer großbürgerlichen Familie darstellt. Kurioserweise handelt dieses vermeintlich so "unmoralische" Stück in Wahrheit von nichts anderem als Moral, allerdings prangert es die Fragwürdigkeit gewisser sich moralisch gebender Grundsätze an. Unmoralisch ist nicht die lesbische Liebe an sich, sondern das verlogene, ja kriminelle Verhalten, zu dem die Lesbe Caterina aufgrund der gesellschaftlichen Ächtung ihrer Veranlagung getrieben wird.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch