27.05.2289

Aktuelle Nachrichten

UA: "Brigitte Bordeaux" von Sergej Gößner
Am 26. Mai ist die Uraufführung von Sergej Gößners neuem Stück Brigitte...

ÖEA: "Music Hall" von Jean-Luc Lagarce am Theater in der Josefstadt
Am 26. Mai ist die österreichische Erstaufführung von Music Hall am Theater...

Ausgezeichnet: "In dir schläft ein Tier" von Oliver Schmaering gewinnt den Mülheimer Kinderstückepreis
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist mit dem Kinderstückepreis...

Nominierung Österreichischer Musiktheaterpreis 2018
Wir freuen uns mit dem Landestheater Linz und besonders auch mit unseren...

Jubiläum: Burt Bacharach wird 90!
Burt Bacharach wird am 12. Mai 90 Jahre alt. Er gehört bis heute zu den...

Neu bei FBE: "Der Freischütz" von Carsten Golbeck
Der Dreißigjährige Krieg geht dem Ende entgegen. Das Land ist zerstört. In...

Rückblick: Die DSE von Arne Lygres "Schatten eines Jungen" am DT Göttingen
Das Deutsche Theater Göttingen zeigte am 6. April die deutschsprachige...

Rückblick: UA von Philipp Löhles "Die Mitwisser" am Düsseldorfer Schauspielhaus
"Der Mensch als Idiot des digitalen Zeitalters" (WAZ) – Uraufführung von...

ÖEA: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Volkstheater Wien
Lazarus, David Bowies letzter musikalischer Gruß, feiert am 9. Mai...

Heidelberger Stückemarkt 2018 mit Esther Becker und Sergej Gößner
Auf dem diesjährigen Heidelberger Stückemarkt war Esther Becker...

DSE: "Die Rechnung" von Clément Michel am Kleinen Theater am Südwestkorso
Das Kleine Theater am Südwestkorso in Berlin zeigt am 31. Mai die...

Neu bei DESCH: "Der Sittich" von Audrey Schebat
SIE und ER warten auf Freunde für ein gemeinsames Abendessen. Das Telefon...

Wieder bei FBE: "Hair", "La Cage aux folles" u. a.
Mit La Cage Aux Folles, Hair, Hello, Dolly! und Der kleine Horrorladen sind...


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Aktuelle Premierenberichte
Bild von Birgit BockmannBockmann, Birgit
© Foto: Karoline Bofinger, Berlin 

Birgit Bockmann wurde 1966 in Neumünster/Holstein geboren. Nach ihrem Abitur absolvierte sie von 1988 bis 1991 an der renommierten "Ecole international du théâtre Jaques Lecoq" in Paris ihre Schauspielausbildung. Anschließend kehrte sie nach Deutschland zurück und spielte bis 1997 an verschiedenen Hamburger Theatern. Im gleichen Jahr war sie Teilnehmer von "Stage" bei Ariane Mnouchkine (Théâtre du Soleil, Paris).

Von 1998 bis 2002 studierte Birgit Bockmann "Szenisches Schreiben" an der HdK, Berlin. In dieser Zeit nahm sie an mehreren Workshops teil, u.a. am Theatre de Complicité, London, bei Simon McBurney und am Workshop für junge Dramatiker der Bonner Biennale. 2000 wurde ihr Stück "Dingos" zur Lesung am UAT-Theater, Dresden, eingeladen. 2001 erhielt sie das Berliner Senatsstipendium für Dramatikerinnen auf Schloss Wiepersdorf und wurde im Jahre 2002 zu den Werkstatttagen für junge Dramatiker am Deutschen Schauspielhaus Hamburg eingeladen.

Neben ihrer Arbeit für das Theater war Birgit Bockmann als Schauspielerin in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen sowie TV-Serien zu sehen.

 

Autobahn

3D, 5H
frei zur UA

Ein Dorf an der Autobahn. Ruhe und Stillstand am Rand der großen Verkehrsader. Wie so viele Pendler zieht es auch ein junges Ehepaar hierher. Die günstige Verkehrsanbindung ermöglicht es ihnen, den Traum von einem eigenen Haus auf dem Land zu verwirklichen, ohne dass der Mann seine Arbeit in der Stadt aufgeben muss. Er pendelt. Sie bleibt im Dorf.

Bald genug müssen sie erfahren, dass die Einheimischen die von den Pendlern so oft zitierten Vorteile der Autobahn nur als Nachteile empfinden. Mit der Autobahn kam das Pack aus der Stadt, die das Dorf überfielen, ausraubten und genauso schnell wieder verschwanden, wie sie gekommen waren. Also beschloss die Dorfbevölkerung sich zu wehren. Man sicherte sich ab, man organisierte Nachbarschaftswachschutz. Die Sicherheit des Dorfes wurde oberstes Gebot.

Als ein Nachbar erkennt, was für ein ungeheures Druckmittel er mit der Angst vor Eindringlingen in der Hand hat, bestimmt er immer willkürlicher über die Dorfbewohner und die einzuhaltenden Sicherheitsvorkehrungen. Gleichzeitig ist sein Erfolg sein Ruin. Um sich nicht wegzurationalisieren, muss er beide Seiten bedienen. Sein Sicherheitssystem muss die Lücke sein, durch die das Verbrechen ganz gezielt schlüpfen kann.

Damit Frischhinzugezogene nichts verkehrt machen oder gar die Sicherheitsvorkehrungen in Frage stellen, wird ihnen von der Dorfbevölkerung ein Streich gespielt. Eine Art Initiationsritus für Neulinge, so nennen es die Eingeweihten; die Uneingeweihten fühlen sich als Opfer eines wirklichen Verbrechens. Auch das junge Paar wird Opfer dieses Rituals. Danach muss es sich entscheiden: Passen sie sich an? Geben sie dem Druck nach? Oder geben sie den Traum auf und kehren zurück über die Autobahn in ihr altes Leben?

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.