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Beginnendes 20. Jahrhundert. Tewje, der Milchmann, lebt in dem kleinen...

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Begleiterscheinungen von Peter Buchholz wird am 5. April am Theater an der Kö...

Neu: "Grete Minde" von Kay Wuschek nach Theodor Fontane
"Ein unbillig Recht, ein totes Recht" widerfährt Grete, Tochter einer...

GEH DICHT DICHTIG! Ein lautpoetischer Dialog
In GEH DICHT DICHTIG! tritt die Autorin Ruth Johanna Benrath in einen...

UA: "lauwarm" von Sergej Gößner am Jungen Schauspielhaus Hamburg
Am Jungen Schauspielhaus Hamburg ist am 7. April die Uraufführung von Sergej...

UA: "Die Verlobung in St. Domingo" von Necati Öziri am Schauspielhaus Zürich
Am 4. April ist die Uraufführung von Die Verlobung in St. Domingo - Ein...

Neu: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller
Deutschland im Taumel der Novemberrevolution 1918. Döblin entwirft das...

Rückblick: "Am Rand (Ein Protokoll)" von Philipp Löhle am Staatstheater Nürnberg
Am 9. März war die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Am Rand (Ein...

UA: "Der Hase mit den Bernsteinaugen" am Landestheater Linz
Edmund de Waal rollt in seinem Bestseller Der Hase mit den Bernsteinaugen die...

KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...


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Bild von Arthur AdamovAdamov, Arthur
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Arthur Adamov (* 23. August 1908; † 15. März 1970) war ein französischer Übersetzer, Schriftsteller und Dramatiker russischer Herkunft. Er gilt neben Eugène Ionesco, Samuel Beckett und Georges Schehadé als einer der wichtigsten Autoren des Absurden Theaters.

1914 verließ seine Familie Russland um sich schließlich 1924 in Paris niederzulassen. Adamovs Nähe zum Marxismus und sein Engagement während des Spanischen Bürgerkrieges auf republikanischer Seite führten 1941 zu einer knapp einjährigen Inhaftierung in einem Konzentrationslager bei Argelès-sur-Mer. Nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb er Dramen und übersetzte Werke u. a. von Maxim Gorki, Anton Tschechow und Georg Büchner. Während sich Adamovs Frühwerk mit der Sinnlosigkeit und Gleichförmigkeit der menschlichen Existenz beschäftigt, geht die Entwicklung Ende der 1950er Jahre immer stärker in Richtung der gesellschaftskritischen Dramen Bertolt Brechts.

 

Alle gegen alle

(Tous contre tous)
Schauspiel von Arthur Adamov
Deutsch von Elmar Tophoven
4D, 12H
UA: 14.04.1953, Théâtre de l'Œuvre Paris
DSE: 20.11.1953, Theater Pforzheim

Die Beherrschten von gestern verfolgen die Unterdrückten von heute, bevor sich das Machtverhältnis erneut umkehren wird. Adamovs absurder Weltlauf ist eine ständige Umkehrung von Henker- und Opferrolle.

Als Zenno von den Handlangern eines brutalen Regimes durch die Straßen getrieben wird, rettet Jean ihm in höchster Not das Leben. Wenig später aber schließt Jean sich selbst den Regierenden an und nimmt fortan an den Hetzjagden und Säuberungsaktionen teil. Innerhalb vieler Verwicklungen ändern sich die Machtverhältnisse erst zugunsten der Flüchtigen, dann wieder gegen sie - und eine Rettung ist nicht in Sicht.

Mit "Alle gegen alle" verknüpfte Arthur Adamov eine Abkehr vom, wie er schrieb, "psychoanalytischen Theater" eines August Strindberg hin zu einem an Bertolt Brecht angelehnten kritisch-realistischen Stil. Die Figuren sind schemenhaft gezeichnet, die Handlung changiert zwischen komischen und tragischen Ereignissen. Zwischen den Szenen sendet ein Radio Propaganda und Gesetze des herrschenden Regimes in die Massen. Adamov zeigt hier eine Welt, die weniger durch Individualismus und Pluralismus geprägt ist als vielmehr durch eine kafkaeske und orwellsche Tendenz zur Auslöschung von Individualität zugunsten einer beherrschbaren homogenen Gesellschaft.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch