23.11.7921

Aktuelle Nachrichten

"Alice" am Metrolpoltheater München
Herzlichen Glückwunsch zum Nichtgeburtstag und toi, toi, toi dem Münchener...

"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
"Die Reise führt tief hinein ins Unterbewusste des alten Griesgrams, wo die...

Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
Was passiert eigentlich mit der Welt, wenn ich die Augen zumache? Wie kommen...

"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
 

Jens, Walter
Walter Jens (1923-2013) war ein deutscher Altphilologe, Literaturhistoriker, Schriftsteller, Kritiker und Übersetzer. Er promovierte mit einundzwanzig,...


Sophokles


 

Antigone

Nachdichtung von Walter Jens
3D, 6H, Chor

30 Inszenierungen sind ein überzeugender Beweis für die Qualität dieser Neuübertragung, die durch ihre Modernität und Theaterwirksamkeit besticht.

Die beiden Brüder Polyneikes und Eteokles sind tot. Sie starben im Kampf um den Thron der Stadt Theben durch die Hand des jeweils Anderen. Zurück bleiben die beiden Schwestern Antigone und Ismene. Nun ist der Krieg vorbei und Kreon, ihr Onkel, übernimmt die Macht. Kreon erklärt Polyneikes zum alleinig Schuldigen des kriegerischen Konflikts, zum Staatsverräter, der die eigene Heimatstadt ins Unglück stürzte. Polyneikes’ Leichnam darf nicht begraben werden. Damit bleibt ihm der Eingang ins Totenreich für immer verwehrt. Während Ismene sich Kreons Gesetz fügt, widersetzt sich Antigone. Sie begräbt Polyneikes, obwohl darauf die Todesstrafe steht. Das Recht des toten Bruders gilt für sie mehr als das Gesetz der Lebenden.

Antigone übernimmt die Verantwortung für ihr Handeln – und macht sich damit zur Todgeweihten. Liegt darin die tatsächliche Freiheit des Handelns? Sophokles entfaltet in seiner Tragödie den Konflikt zwischen Staats- und Menschenrecht, zwischen Politischem und Privatem. Die Unbedingtheit der trauernden Schwester stürzt den Staatsmann Kreon in eine Krise.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch

Nachrichten zu diesem Stück anzeigen