22.11.2017

Aktuelle Nachrichten

"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
Die Geschichte ist bekannt: Der hartherzige Geldverleiher Ebenezer Scrooge...

Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

"Alice" am Metrolpoltheater München
Herzlichen Glückwunsch zum Nichtgeburtstag und toi, toi, toi dem Münchener...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
Was passiert eigentlich mit der Welt, wenn ich die Augen zumache? Wie kommen...

"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


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Bild von Florian ZellerZeller, Florian

Der 1979 in Paris geborene Romancier und Dramatiker Florian Zeller ist einer der begabtesten zeitgenössischen Autoren Frankreichs. Bereits 2004 wurde er mit dem "Prix Interallié", dem wichtigsten Literaturpreis Frankreichs ausgezeichnet. Im selben Jahr erschien sein erstes Theaterstück Der Andere in Paris und wurde zu einem Überraschungserfolg. Für sein drittes Stück Wenn du tot wärst, das 2006 mit großem Erfolg in der "Comédie des Champs-Elysées" lief, erhielt Zeller den "Prix jeune théâtre de l’Académie française". Weitere erfolgreiche Stücke folgten.

Die Uraufführung der Komödie Die Wahrheit fand im Pariser Théâtre Montparnasse statt. Die deutschsprachige Erstaufführung erfolgte 2011 fulminant am St. Pauli Theater Hamburg und wurde bisher von über 50 deutschsprachigen Bühnen nachgespielt. Eine Stunde Ruhe wurde unterdessen mit Christian Clavier in der Hauptrolle gelungen verfilmt. Vater wurde 2014 mit dem Prix Molière ausgezeichnet und feiert nun seinen Triumphzug an Bühnen in ganz Europa (u.a. London West End) und am Broadway in New York.

 

Der Andere

(L'autre)
Deutsch von Annette und Paul Bäcker
1D, 2H

Nach fünfjährigem Zusammenleben erkennen sich "Sie" und "Er" nicht wieder. Beide, die geglaubt hatten, sie könnten aufgrund der Regeln, die sie sich gesetzt hatten, auf ewig glücklich zusammenleben, werden eingeholt vom "modernen Märchen" der Liebe: Langeweile, Überdruß, Schweigen, Eifersucht und Untreue bestimmen und rhythmisieren von nun ab den Alltag ihrer Partnerschaft. Jeder sieht sich mit seiner Einsamkeit und diesem "Anderen" konfrontiert, der sie nun begleiten wird, um sie wohin zu führen? Eingesperrt durch ihre dramatische Einsamkeit leben sie in einem geschlossenen Universum, in dem sie sich eingerichtet haben. Wie irrende Schatten in einer mit Barrikaden gespickten Wüste fliehen sie sich selbst und die Wahrheit. Eine ganz simple Geschichte also, die der Autor erzählt. Die Qualität aber, die dieses Stück auszeichnet ist die Art und Weise, wie er sie erzählt. Es ist vor allem seine Sprache, die verführt und verzaubert, eine Sprache, die sich durch eine gewisse Einfachheit, eine bewundernswerte Musikalität und durch eine subtile, spielerische Leichtigkeit auszeichnet. Unwillkürlich denkt man bei seinem Sprachstil an Marivaux. Wie bei ihm ist auch in Zellers Theater die Sprache vor allem nur Mittel, sie ist selbst Schauspieler, ist selbst Darsteller, die das Stück führt.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch