20.11.2018

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Premiere: "Rheinische Rebellen" am Schauspiel Köln
Am 23. November feiert das Schauspiel Köln die Premiere von Rheinische...

"Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Deutschen Schauspielhaus Hamburg
Falk Richter inszeniert David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus am...

UA: "Nicobobinus oder Die verwegene Reise ins ferne Land der Drachen" am Theater der Jungen Welt, Leipzig
Am 17.11.2018 kommt Katrin Langes Stück Nicobobinus nach dem Roman von Terry...

DSE: "Ein Amerikaner in Paris" am Landestheater Linz
Am 25. November findet am Landestheater Linz die Deutschsprachige...

Neu bei DESCH: "Zwei Lügen, eine Wahrheit" von Sébastien Blanc und Nicolas Poiret
Am Abend des 27. Hochzeitstages macht Philippe den großen Fehler, seiner Frau...

Neu bei FBE: "Siri und die Eismeerpriaten" von Frida Nilsson
"Weißhaupt hat meine Schwester geraubt! Wir müssen sie zurückholen!" Aber...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...

UA: "Scham" am Theater Oberhausen
Am 30.11. wird Scham von Claudia Tondl am Theater Oberhausen uraufgeführt....

UA: "Die Verschwörerin" am Theater Basel
Joël Lászlós neues Stück Die Verschwörerin kommt am 2. November am Theater...

Einladungen: Franziska Henschel und "Mädchen wie die" beim Augenblick Mal! 2019
Franziska Henschel ist mit ihrer Stückentwicklung "Nachts" zum Augenblick...


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Thomas, Robert

Robert Thomas wurde 1927 im Süden Frankreichs geboren und hat nach Überwindung vieler Anfangsschwierigkeiten bereits mit seinem ersten Kriminalstück "Die Falle" (1960) einen derartig durchschlagenden Erfolg, dass Jacques Charon, Doyen und Soçietaire de la Comédie Française, ironisch bemerkt: "Robert Thomas sei wohl der natürliche Sohn von Agathe Christie und Marcel Achard", während andere in ihm einen "Hitchcock" sehen, der "von Feydeau geschmort wurde".

Eine gewisse geistige Verwandtschaft ist jedenfalls nicht zu verleugnen, denn das Stück hat es bis heute auf die beachtliche Zahl von über 50.000 Vorstellungen in vielen Sprachen und Ländern gebracht, darunter allein in Deutschland auf etwa 1.500!

Sein nächstes Stück, "Acht Frauen" (1962), realisiert einen ähnlichen Rekord, und dann folgen neun weitere Werke, die ebenfalls triumphale Bühnenerfolge in Europa und Übersee verbuchen können und zum Teil auch verfilmt (Regie Alfred Hitchcock) und für das Fernsehen aufgezeichnet wurden. Erinnert sei an die in Deutschland besonders erfolgreichen Aufführungen von "Doppelspiel", "Der zweite Schuss" sowie "Das Mandarinenzimmer".

Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller war Robert Thomas auch Direktor des "Theatre Eduard VII" in Paris, drehte für Darryl Zanuck (Fox-Film) als Filmregisseur die Filme "La Bonne Soupe" und "Patate" und hat sich, last but not least, auch als Schauspieler einen guten Namen gemacht.

Seine Kriminalkomödie Die acht Millionäre ist insofern ein Novum, als die acht männlichen und weiblichen Hauptrollen - legitime und uneheliche Nachkommen eines Multimillionärs - so geschrieben wurden, dass sie alle vom gleichen Schauspieler dargestellt werden!

In Carl Schell glaubte Robert Thomas den idealen Interpreten für diese schwierige Aufgabe gefunden zu haben, weshalb er zum ersten Mal die Uraufführung eines seiner Werke im Ausland spielen ließ. Die Weltpremiere fand in München statt, und die Begeisterung bei Presse und Publikum war so groß, dass nach mehren Verlängerungen und über 150 Vorstellungen nur deshalb abgebrochen werden musste, weil Schell mit dem Stück bereits in Hamburg und Stuttgart auf dem Spielplan stand, wo der Münchner Erfolg sogar noch übertroffen wurde.

Das war das Signal für weitere Aufführungen in Paris (wo Thomas selbst spielte), Stockholm, Kopenhagen, New York sowie anderen internationalen Großstädten.

Robert Thomas starb am 3. Januar 1989 in Paris.

 

Die acht Millionäre

Kriminalkomödie in fünf Akten
In der Übersetzung und Neubearbeitung von Carl Schell
1D, 2H

Der verstorbene Herzog Valorin-Grandterre hat in seinem Testament den Sohn Jacques als Haupterben bestimmt, aber mit dem Zusatz, dass die Millionen unter seinen zahlreichen illegitimen Nachkommen verteilt werden, sollte Jacques kinderlos sterben. Jacques, ledig und ohne Kinder, schwebt in größter Gefahr: Er erhält Drohbriefe und anonyme Anrufe, die Bremsen seines Autos werden manipuliert und nächtliche Anschläge auf ihn verübt... Auch das Gerücht von einer heimlichen Liebe kann ihn nicht vor dem todbringenden Pfeil bewahren.

Die Nachricht von seinem Tod verbreitet sich in Windeseile, und noch in derselben Nacht treffen die anderen Millionenerben im Landsitz ein. Von nun an wird diskutiert und intrigiert. Jeder scheint ein Motiv zu haben, jeder verdächtigt den anderen, den Mord begangen zu haben. Selbst der Notar des Toten muss ein Alibi nachweisen, als sich herausstellt, dass auch er zu den außerehelichen Fehltritten des Herzogs gehört.

Es beginnt ein Mordsspektakel. Der Notar wird beim Telefonieren erschossen, der großmäulige Paul vergiftet, die altjüngferliche Marie-Hélène im Garten von einer Balkonvase erschlagen, ein weiterer Erbe in seinem Schloss ermordet aufgefunden. Tonio, der als einziger kein Alibi nachweisen kann, wird vorläufig festgenonmmen. Der Vikar Coret, gerade auf einem Kirchenkongress in Paris, verzichtet auf sein Erbe, um wenigstens das nackte Leben retten zu können... Wieder im Landhaus kommt es zu einem verwechslungsreichen Showdown. Ist etwa der Vikar der Mörder?

Robert Thomas' Kriminalkomödie ist insofern ein Novum, als die acht männlichen und weiblichen Hauptrollen so geschrieben wurden, dass sie alle vom gleichen Schauspieler dargestellt werden!

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