05.07.2015

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Neu bei DESCH: "Weihnachten auf dem Balkon" von Gilles Dyrek
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Am 24. Juli findet an der Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg die...

"Roadmovie": Hörspiel von Esther Becker im Berliner Autokino
Eine verlassene Tankstelle – irgendwo im Nirgendwo. Zwei verlassene Frauen –...

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Bild von Eva RottmannRottmann, Eva

Eva Rottmann wurde 1983 in Würzburg geboren. 2004 begann sie ihr Studium an der Zürcher Hochschule der Künste am Departement Darstellende Künste und Film. Bereits während des Studiums partizipierte sie bei zahlreichen Theaterprojekten. Seit ihrem Abschluss 2008 arbeitet sie als Autorin und Theaterpädagogin in verschiedenen Kontexten. Zuletzt realisierte sie die audio-visuelle Performance "Nimmerland" in Zusammenarbeit mit der Kaserne Basel, in der sie mit bildungsfernen und migrantischen Jugendlichen die Schwachstellen einer leistungsorientierten Gesellschaft untersuchte. Sie schreibt Hörspiele für das Radio und Auftragsstücke für deutschsprachige Theaterhäuser. Dem Schauspielhaus Zürich ist sie seit ihrem Engagement in der Spielzeit 2009/2010 und der Uraufführung ihres Stückes Blauer als sonst in der Spielzeit 2010/2011 verbunden.

Ihr Theaterstück Eidechsen und Salamander wurde im Oktober 2008 mit dem Kathrin-Türks-Preis des Landestheaters Burghofbühne Dinslaken ausgezeichnet und im März 2009 mit dem deutsch-niederländischen Jugenddramatikerpreis "Kaas und Kappes". Das Stück entstand im Rahmen von "Schreiben für die Bühne, 4. Jahrgang" der ZHdK unter Leitung von Petra Fischer. 2008/09 nahm Eva Rottmann am Stück Labor Basel teil und erhielt den vom Theaterverein Basel und der Basler Zeitung dotierten Publikumspreis für ihr Stück Skills, das 2012 auch mit dem Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde.

Im Dezember 2010 wird ihr Stück Unter jedem Dach, das beim Heidelberger Stückemarkt 2010 ausgezeichnet wurde, am Theater Heidelberg uraufgeführt. In der Folge entstanden die Auftragswerke Die mich jagen für das Theater Baden-Baden und Blauer als sonst für das Schauspielhaus Zürich, die jeweils im Mai 2011 uraufgeführt wurden. Für die Spielzeit 12/13 ist Die toten Tiere als Stückauftrag für das Theater Konstanz entstanden.

Im März 2015 gelangt das Auftragswerk Pocahontas 2015 (Show must go on) zur Uraufführung am Theater Baden-Baden. Derzeit schreibt sie außerdem ein Kinderbuch für den Verlag mixtvision.


Preise und Auszeichnungen:

2015: Basler Kulturförderpreis
2012: Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg 2012 für Skills
Deutsch-Niederländischer Jugenddramatikerpreis "Kaas und Kappes" für Blauer als sonst
2010: Publikumspreis des Heidelberger Stückemarktes für Unter jedem Dach
2009: Publikumspreis des Stück Labors Basel für das Stück Skills
Deutsch-Niederländischer Jugenddramatikerpreis "Kaas und Kappes" für Eidechsen und Salamander
2008: Kathrin-Türks-Preis für das Stück Eidechsen und Salamander
2003: Kulturpreis der Stadt Wertheim

 

Blauer als sonst

2D, 2H
UA: 11.05.2011, Junges Schauspielhaus Zürich

Finn ist 14, neu in der Stadt und neu an der Schule. Und die Gefühle sind auch neu. Jule geht in Finns Klasse und nach dem Abfragen von Vokabeln stellen sie sich irgendwann gegenseitig auf die Prüfung: Warum magst du mich?

Die Leichtigkeit weicht schnell dem Druck von außen. Andere haben "es" schon längst gemacht. Sex ist Dauerthema der Jungs auf dem Fußballplatz nach der Schule und auch Finns Vater stellt permanent Fragen. Von allen Seiten stürmen Erwartungen anderer auf die beiden ein, doch die eigenen Wünsche und Ängste bremsen erst einmal aus. In diesem Gefühlsstrudel das eigene Tempo zu finden, innezuhalten und die Augenblicke zu genießen, in denen der Himmel blauer als sonst ist, wird zur Herausforderung.

Dass man diese Herausforderung meistern kann, erfährt auch Finns Vater aufs Neue, als er auf eine ehemalige Mitschülerin trifft. Aus der "dicken Seidel" ist eine attraktive, gestandene Frau geworden, und aus den roten Herzen in ihren Schulheften und jugendlichen Tagträumen plötzlich etwas ganz Reales.

Blauer als sonst dreht sich um die Liebe samt all ihrer Begleiterscheinungen und "besticht durch das Fehlen von Klischees sowie einen raffinierten Aufbau" (Neue Zürcher Zeitung). Eva Rottmanns Stück für Jugendliche ab zwölf Jahren wurde nach der Uraufführung im Mai 2011 am Jungen Schauspielhaus Zürich als "Glücksfall" für das Kinder- und Jugendtheater gefeiert (sda).

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