23.07.2018

Aktuelle Nachrichten

Sommertheater: Unsere Premieren im Juli und August
Wie schon im Juni freuen wir uns über viele Sommertheater-Premieren im Juli...

UA: "Jedermann - Ein Musical vom Sterbelernen" beim MusikTheaterFestival Oper Oder-Spree
Am 19. Juli feiert Peter Lunds und Wolfgang Böhmers Musical-Neufassung vom...

ÖEA: "Rock of Ages" beim Musical Sommer Amstetten
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre: Nach der erfolgreichen...

UA: "Sherlock Holmes und der Tod des Bayernkönigs" bei den Luisenburg-Festspielen
Am 12.7. ist die Uraufführung von Sherlock Holmes und der Tod des...

Neu bei FBE: "Little Me" von Cy Coleman
Little Me gehört mit zwei Broadway-Revivals und zahlreichen weiteren...

Zum Wiederentdecken: "33 Variationen" von Moisés Kaufman
Im Beethoven-Jahr 2020 jährt sich der Geburtstag des berühmten Komponisten...

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Deutscher Kindertheaterpreis und Deutscher Jugendtheaterpreis: Fünf Stücke auf der Auswahlliste
Wir freuen uns über fünf Stücke aus unserem Programm auf den diesjährigen...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

Österreichischer Musiktheaterpreis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Die Uraufführungsproduktion von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks Musical In...


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Bild von Oliver KluckKluck, Oliver

"Ich schreibe keine Stücke, sondern Texte. Diese haben den Charakter eines Versuchs."
Oliver Kluck, Berlin


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Baby Sommer

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Bald konnte ich feststellen, dass der Stoff doch nicht zur Mitnahme bereit liegt, wie Schnittwurst am Frühstücksbuffet im Hotel Reichshof. Als ich mit dem Schreiben anfing, hatte ich mit dem Schreiben aufhören können. Hatte ich schon nicht mehr gewusst, was ich schreiben wollte. So hatte ich etwas vollkommen anderes geschrieben. Das Geschriebene fristgerecht abgeliefert. Kein einziger Anruf kam. Jetzt schaute ich jeden Tag nach meinem Konto. Bald kam das Geld und mit dem Geld die Freude und die Erleichterung. Und die wie ich finde ziemlich brauchbare Erkenntnis. Dass die sogenannte Krise, von der immer alle reden, auch nichts anderes ist. Als eine weitere Inszenierung.

„Ein äußerlich desolater Zustand kann bei der Suche nach einem Verlag sehr helfen. Eine Kriegsverletzung. Eine Magersucht. Gerne, ein gerade so überlebter Verkehrsunfall. Ein Eisenbahnunglück. Eine trinkende Mutter, ein prügelnder Vater. Ein nicht vorhandener Vater. Ein Vater, der trinkt, der die Mutter prügelt. Ein überlebtes Konzentrationslager. Ein Exil. Die Schweiz. Die Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft. Ein öffentlich vorgetragenes Bekenntnis. Eine Versicherung. Die Zugehörigkeit zu einer verfolgten Minderheit. Ein Ehepartner in Israel. Die Flucht aus einem kommunistischen Land. Das Erlernen einer geeigneten Sprache. Das Pflegen einer Macke. Die Zugehörigkeit zu einem bestimmten biologischen Geschlecht. Eine merkwürdige Frisur. Eine merkwürdige Art ein Gespräch zu führen. Vor allem aber, nichts hilft mehr als das, die Bereitschaft, sich ganz und gar dem Markt zu öffnen.“

Oliver Kluck, Berlin im Oktober 2015