22.12.2014

Aktuelle Nachrichten

Fröhliche Weihnachten / Merry Christmas / Joyeuses Fêtes
Wir wünschen Ihnen und Euch ein frohes Weihnachtsfest, einen geruhsamen...

Rückblick: UA "Superhero" am Hessischen Staatstheater Wiesbaden
Am 16. Oktober haben Paul Graham Brown, Anthony McCarten und das Junges...

Zum Wiederentdecken: "Die Nervensäge" von Francis Veber
Der 1970 von Francis Veber geschriebene Komödienklassiker Die Nervensäge...

Neu bei FBE: "Acts of Goodness" von Mattias Andersson
Schweden: Ein junger Mann liegt zusammengeschlagen an einer Bushaltestelle,...

"Moulin Rouge Story" am Theater Koblenz
Wer eine geheimnisvolle "Belle du Moulin Rouge" kennenlernen möchte, der muss...

Neu bei FBE: "Auf eigene Faust" von Jan Guillou in einer Bearbeitung von Benny Haag
Wenn Mutter in die Küche geht und Kaffee aufsetzt, dann ist es wieder so...

UA: "Das kunstseidene Mädchen" am Renaissance Theater Berlin
Am 9. Dezember feiert die musikalische Fassung von Irmgard Keuns Klassiker...

"Der Kuss der Spinnenfrau" am Stadttheater Gießen
Nichts für Arachnophobiker: Am 7. Dezember feiert am Stadttheater Gießen John...

Neu bei FBE: "Füße im Himmel" von Michael Alexander Müller
Am 6. Dezember stellt Michael Alexander Müller sein neues Stück Füße im...

"Der Zauberer von Oss" an der Volksoper Wien
Inszeniert von Henry Mason bringt die Volksoper Wien am 6. Dezember Harold...

Verleihung des Deutschen Jugendtheaterpreises
Am 4. Dezember findet im Rahmen des Frankfurter Autorenforums für Kinder- und...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Ustinov, Peter

Peter Ustinov, einer der vielseitigsten Künstler unserer Zeit, wurde als Sohn eines russischstämmigen deutschen Journalisten sowie einer französischen Bühnenbildnerin 1921 in London geboren, wo er viersprachig aufwuchs. Von 1934 bis 1937 besuchte er die Eliteschule Westminster, anschließend arbeitete er am Theatre Studio bei Michael St. Denis. Schon bald erfolgte sein Bühnendebüt, 1938 trat er am Barn Theatre von Shere auf. Ein Jahr später führte er sein eigenes Stück "The Bishop of Limpopoland" in London auf. 1940 stand er in "Hullo, Fame!" erstmals vor der Kamera.

Mit dem Krieg und dem Armeedienst von 1942-46 begann für Ustinov eine ruhige Zeit. Er schloss sich der Film-Einheit an, um dort wenigstens einige Erfahrungen zu sammeln. Gleich nach Beendigung seines Militärdienstes 1946 entstand seine erste Regie-Arbeit, "School for Secrets". Den ersten Oscar erhielt Ustinov 1961 für seine Rolle als Sklavenhändler in dem Antikenfilm "Spartacus". Der zweite Oscar wurde ihm vier Jahre später für seine Rolle als Arthur Simpson in dem Thriller "Topkapi" verliehen.

Berühmt wurde Ustinovs Satire auf den Kalten Krieg Romanoff und Julia, die 1961 verfilmt wurde. Ein Jahr später produzierte er den Film "Billy Budd", nach einer Novelle von Hermann Melville. Seit den späten 70er Jahren spielte Ustinov den belgischen Detektive Hercule Poirot in mehreren preisgekrönten Agatha-Christie-Adaptionen für Kino und Fernsehen.

Dank seiner enormen Vielseitigkeit wurde er international als Drehbuchautor, Filmregisseur, Schauspieler, Dramatiker, Bühnendarsteller, Schriftsteller, Opernregisseur und Fernsehunterhalter, Journalist, als Illustrator und Stimmenimitator bekannt und vielfach ausgezeichnet. Seit 1969 war Ustinov Goodwill-Botschafter der UNESCO und Botschafter der Kinderhilfsorganisation UNICEF. Für sein Engagement wurde er 1990 von Königin Elisabeth II. in den Adelsstand erhoben.

Sir Peter Ustinov starb am 28. März 2004 kurz vor seinem 83. Geburtstag in der Schweiz.

 

Beethovens Zehnte

(Beethoven’s Tenth)
Stück in zwei Akten
Deutsch von Wulf Teichmann
3D, 6H
UA: 19.05.1983, The Vaudeville Theater London
DSE: Dezember 1987, Schiller Theater Berlin

Eine Familie ist beschäftigt mit ihren alltäglichen Problemen. Sohn Pascal, 22 Jahre alt, hat gerade die Uraufführung seiner 4. Symphonie hinter sich gebracht, sehr zum Leidwesen seines Vaters Stephen, eines Musikkritikers, der die Werke seines Sohnes als bedrohlich zahlreich und leichtgewichtig empfindet. Doch der Filius erhält Unterstützung von seiner Mutter Jessica und dem österreichischen Au-Pair-Mädchen Irmgard, die beide wie er selbst eifrig an sein Talent glauben.

In diese Idylle hinein erscheint Beethoven, taub wie immer, sonst aber von erstaunlich lebendiger Gestalt, was bei allen Beteiligten leichte Irritationen auslöst. Vom Ohrenarzt der Familie mit einem Hörgerät ausgestattet, tut sich der hohe Gast schwer mit den Errungenschaften der Technik. Auf die Gefühle seiner Mitmenschen nimmt er keinerlei Rücksicht. Doch seltsamerweise bewirkt er gerade dadurch positive Veränderungen. Man hört sich wieder richtig zu, spricht miteinander und ist offensichtlich doch noch zu mancher Veränderung fähig. Als der Gast seinen Besuch beendet, lässt er einen Hauch von Melancholie und Erkenntnis zurück.

Nachrichten zu diesem Stück anzeigen