13.02.2016

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UA: "Wir sind die Neuen" von Ralf Westhoff am Theater Heidelberg
"By the way, wenn ihr damals ein bisschen flotter gewesen wärt, dann müssten...

ÖE und mehr: "Die Lüge" am Theater Phönix in Linz, "Vater" am Theater in der Josefstadt und am Schauspielhaus Bochum
Im Februar freuen wir uns gleich über drei Premieren von Stücken des...

Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg an "Mädchen wie die" von Evan Placey
Wir freuen uns sehr, dass der Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg in diesem...

Neu bei FBE: "Bestimmt wird alles gut" von Kirsten Boie / Klett Kinderbuch
Im Klett Kinderbuch Verlag ist mit Bestimmt wird alles gut ein besonderes...

DE: "Zersplittert" von Alexandra Badea am Schauspiel Hannover
Am 07. Februar 2016 findet am Schauspiel Hannover die deutsche Erstaufführung...

Neu bei FBE: "Freiheit" von Volker Schmidt
Nana und Mark, seit einiger Zeit ein Paar, sind typische Vertreter jener...

Neu bei FBE: "Einstein – Das Musical" von Stephan Kanyar und Maren Scheel
Albert Einstein – eine Legende schon zu Lebzeiten. Er revolutionierte die...

Neu bei FBE: "Das Mädchen von weither" von Emma Broström
Ein dunkler Wald. Ein kleines Mädchen stapft einsam durch tiefen Schnee, es...

Neu bei DESCH: "Ein Freund von früher" von Peter Buchholz
Sarah und Marc haben ein stabiles Leben aufgebaut. Doch eines Tages sitzt in...

"Der Kongress tanzt" an der Volksoper Wien
Die Volksoper tanzt! Am 20. Februar feiert die Volksoper, Wien Premiere von...

"Can-Can" in Baden bei Wien
"Ganz Paris träumt von der Liebe" – Can-Can, neben Kiss Me, Kate Cole Porters...

Zum Wiederentdecken: "Sugar Dollies" von Klaus Chatten
"This wildly satirical comedy bursts with ideas. Klaus Chatten´s mordant...


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Jamiaque, Yves

Yves Jamiaque wird am 30. Januar 1918 in Paris geboren. Das Theater entdeckte er erst mit 12 oder 13 Jahren, als seine Eltern ihm ein Abbonement für die Klassiker-Aufführungen im Odéon schenkten. "Sie sollten es zeitlebens bereuen", sagte er. Sein erster Theaterbesuch war "Der Barbier von Sevilla". Es ist der Donnerschlag, fortan hat Jamiaque nichts anderes mehr im Sinn, als Schauspieler zu werden und vernachlässigt seine Studien. Immerhin bringt er es noch zum 1. Staatsexamen für Geschichte... ohne Überzeugung, denn er ist fest entschlossen, seinen Weg am Theater zu machen. Aber durch Militärdienst, Krieg und Gefangenschaft verzögert sich dieser Wunsch. In der Gefangenschaft schreibt er sein erstes Stück "La derniere marche de trone" und inszeniert Molières "Le debit amoureux" in modernen Kostümen. Der Erfolg des Unternehmens bei seinen Zuschauer-Kameraden bewegt ihn dann, 1946 mit derselben Aufführung in Paris am Théâtre Moncey sein Glück zu versuchen. Er zeichnet mit dem Namen Jedvabe (in Erinnerung an ein Familienmitglied), und seine Truppe spielt unter dem Wahrzeichen "La Nef" (Das Schiff) - ein Schiff, das bald untergeht.
Er arbeitet als Schauspieler, aber die entscheidende Chance als Autor erhält er dank Jean Tardieu im Club d’Essai der RTF (Franz. Rundfunk). Mit J. W. Garett als Regisseur bringt er seine Hörspielfolge heraus ("Les messagers"), er schreibt weitere für Paris-Inter ("Les calendes") und für die Chaine Parisienne ("Croquis" und "La corbeille aux legendes").
Für "Je vous donne ma paix" erhält er den Preis der Union des Arts Radiophoniques. 1954 entwirft er in Chambord das Szenarium von "Son et lumiere", Maurice Jerre komponiert die Musik dazu. Marcel Lupovici bringt von ihm "Negro-Spiritual" im Noctambules heraus, und Georges Charaire und Pierre Sonnier öffnen ihm das Théâtre du Tertre für "Habeas Corpus". Der Preis U, zum ersten Mal vergeben, wird ihm für diese beiden Werke verliehen.
1956 bringt die Compagnie Thesa im Théâtre des Arts die Uraufführung "Les Lingots du havre". 1959 ist es die Comédie von Saint-Etienne, die "La queue du diable" herausbringt. "Nachdem ich den ersten Akt geschrieben hatte, schickte ich ihn an Jean Dasté. Auf seine Bitte setzte ich meine Arbeit unter Anpassung an die Schauspieler der Compagnie fort" - erzählte er. Die Meerschweinchen (Les cochons d´Inde) ist aus dieser Erfahrung entstanden, es wurde für die Truppe von Jean Dasté verfasst, aber Robert Postec erwägt, es aufzuführen. Ohne Wissen von Jamiaque reicht er das Manuskript der Jury des Grand Prix de litérature dramatique d’Enghien ein, und es wird preisgekrönt. Das Stück wurde in der Inszenierung von Robert Postec und dem Autor durch Bernard Jenny und André Certes für das Vieux-Colombier erworben (1960).
In Deutschland ist Jamiaque mit seinen Komödien Acapulco, Madame, Lea und Das schwarze Schaf bekannt geworden.
Von 1981 bis 1983 war er Präsident der Société des Auteurs et Compositeurs dramatique, der staatlichen französischen Institution, die die Rechte der Autoren vertritt.
Yves Jamiaque lebte als Dramatiker für Rundfunk, Bühne und Fernsehen in Paris. Nach langer Krankheit starb er 1987 in Saint-Paul-de-Vence.

 

Bella Aurelia

(La mairie d’ Asnieres ou Aurelie jeunesse)
Komödie in zwei Teilen
Deutsch von Charles Regnier
2D, 3H

Die etwa 45-jährige Aurélie, Directrice eines Kosmetikunternehmens, hat an einem Samstag wieder einen Anfall von Einsamkeit und Schwäche. Zusammen mit ihrer langjährigen Privatsekretärin Felicia überlegt sie, eine verrückte Reise übers Wochenende zu machen oder lieber zwei Tage lang zu schlafen - bis sie schließlich auf die Idee kommen, aus dem Stapel gesammelter Visitenkarten zufällig Männer herauszusuchen, um "Schicksal" zu spielen und Nervenkitzel zu haben.

Drei Männer sagen schließlich zu: der verheiratete, stockbürgerliche Literaturprofessor Vincent, Bruno, ein Filmemacher in Geldnöten und Noe, ein Kunsttischler, der sich sofort in Aurélie verliebt. Aurélie flirtet mit ihnen und plant sogar, Beziehungen einzugehen. Sie muss jedoch am Schluss sehen, dass sie sich niemals von dem Gefühl, wichtig und mächtig zu sein, lösen kann. Am Schluss ist Aurélie wieder so einsam wie zuvor, stürzt sich wieder in ihre Geschäfte und plant, Felicia zu beteiligen.