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Die deutsche Erstaufführung von Rotterdam ist am 22. März. Johannes Ender...

KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...

DSE: "Little Me" von Cy Coleman, Neil Simon, Carolyn Leigh in Fürth
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UA: "Am Rand" von Philipp Löhle am Staatstheater Nürnberg
Am 9. März ist die Uraufführung von Philipp Löhles Auftragswerk Am Rand (Ein...

UA: "Die Verunsicherung" von Thomas Arzt am Vorarlberger Landestheater
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UA: Gewinnerstück "Fische" am Pfalztheater Kaiserslautern
Nele Stuhlers Stück Fische wurde mit dem Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018...

DSE: "Straight" von Scott Elmegreen und Drew Fornarola in Wien, Hamburg und Berlin
Am 9. März ist im Spektakel Wien die deutschsprachige Erstaufführung von...

UA: "Hals zu kurz" von Johannes Hoffmann
Am Feste Theater in Brünn ist am 31. März die Uraufführung von Johannes...

UA: "Wie Großvater schwimmen lernte" von Viola Rohner in Luzern
Wie Großvater schwimmen lernte von Viola Rohner wird am 8. März im Luzerner...

Neu bei FBE: "Der Hase mit den Bernsteinaugen" von Thomas Zaufke / Henry Mason / Edmund de Waal
Edmund de Waal erzählt in seinem Bestseller die Geschichte seiner Vorfahren,...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
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Taylor, Samuel

Der Dramatiker und Drehbuchautor Samuel Taylor wurde am 13. Juni 1912 in Chicago, Illinois, USA, geboren. Er ging in San Francisco zur Schule und studierte an der Universität von Kalifornien. Nach Beendigung seines Studiums wurde er Lektor und Prüfer von Bühnenwerken bei einer Agentur in New York. Er machte sich schon bald einen Namen als Bearbeiter ("play doctor") von Theaterstücken. Bald begann er, eigene Manuskripte für Radio und Fernsehen zu verfassen. Sein erstes Bühnenstück, "The Happy Time", wurde 1950 uraufgeführt. Der Erfolg bei Kritik und Publikum ermöglichte es ihm, sich vollständig auf das Schreiben von Bühnenwerken zu konzentrieren.

1953 kam Sabrina (Sabrina Fair) mit Joseph Cotton und Margaret Sullavan zur Uraufführung. Der weltweite Erfolg der Bühnenfassung setzte sich auf der großen Leinwand fort, als 1955 die Filmversion von Billy Wilder mit Humphrey Bogart, Audrey Hepburn und William Holden in den Hauptrollen in die Kinos kam, für die Taylor selbst das Drehbuch verfasste.

An diesen Erfolg konnte Taylor mit seinem nächsten Theaterstück In bester Gesellschaft (The Pleasure Of His Company) nahtlos anschließen, für dessen Uraufführung im Jahre 1958 Cornelia Otis Skinner und Cyril Ritchard verpflichtet werden konnten. Während der Arbeit an diesem Stück wurde er von Alfred Hitchcock zur Überarbeitung des Drehbuchs von "Vertigo" engagiert. Der Film wurde zu einem weltweiten Erfolg. Ebenfalls für Hitchcock verfasste Taylor das Drehbuch für dessen 1969 veröffentlichten Film "Topaz".

Für die Bühne schrieb Samuel Taylor weiterhin das Libretto zum Musical "No Strings" (1962, Musik von Richard Rogers, nominiert für den Tony Award als Bestes Musical) sowie die Theaterstücke "Einmal im Jahr" (Avanti, 1968, auch unter dem Titel Ein Hauch von Frühling / A Touch Of Spring), "The Happy Time" (1968), "Legend" (1976) sowie Champagnerkomödie (Gracious Living), welches am 7. Mai 1978 im Eisenhower Theatre in Washington uraufgeführt wurde.

Er war Mitglied der Dramatists Guild, der Writers Guild of America, der Academy of Motion Pictures Arts & Sciences sowie zwischenzeitlich Präsident des Dramatists Play Service.

Samuel Taylor starb am 25. Mai 2000 in Blue Hill, Maine, an Herzversagen. Er wurde 87 Jahre alt.

 

Champagnerkomödie

(Gracious Living)
Eine Komödie
Deutsch von Jan Lustig
2D, 3H
UA: 07.05.1978, Eisenhower Theatre Washington

Für den in die Jahre gekommenen Filmstar Donald Renshaw drohen die Tage im Rampenlicht Hollywoods gezählt zu sein. Bei Probeaufnahmen zu einem Werbespot wird das für den Mimen, der eigentlich die volle Aufmerksamkeit des Spotlights gewohnt ist, schmerzlich deutlich. Denn der Star, der ins beste Licht gerückt werden soll, ist nicht mehr er, sondern das zu bewerbende Kopfschmerzmittel. Doch ein Donald Renshaw lässt sich nicht so leicht in den Schatten stellen. Er zeigt Allüren und die Werbemacher zeigen sich davon gelangweilt. Donald geht ohne Job nach Hause, was wiederum seinem Agenten Steve Kopfschmerzen bereitet, denn Villa, Rolls Royce und gehobener Lebensstil wollen finanziert werden. Als auch noch Donalds Frau und Schauspielkollegin Victoria Blunt mit der Nachricht eines abgeblasen Serienauftritts nach Hause kommt, ist die wacklige wirtschaftliche Lage des zelluloidverblichenen Ehepaares nicht mehr zu leugnen. Doch Donald hat ein gutes Mittel gegen existenzängstliches Kopfzerbrechen: einen nahezu unerschöpfbaren Vorrat an Champagner, der über jeden Engpass hinwegtrösten kann.

Victoria hingegen hat ein etwas überzeugenderes und wirksameres Gegenmittel in petto: das Theater. Sie will ein Angebot aus London annehmen und dort die Gertrud in Shakespeares „Hamlet“ spielen. Bei einem Telefonat mit dem Produzenten bringt sie auch Donald an den Mann. Der Filmschauspieler soll den Polonius spielen. Also machen sich die beiden auf die Reise in die englische Hauptstadt, die einige Überraschungen bereithält. Denn nicht nur die Theaterproben werden zur nervlichen Zerreißprobe, da Donald auf Kriegsfuß mit dem Text Shakespeares und mit seiner natürlich viel zu schmal ausfallenden Rolle steht, Donald erhält auch eine besondere Überraschung aus der Vergangenheit. Daisy Tuttle, eine um gut drei Jahrzehnte verjährte Affäre von Donald, präsentiert ihm stolz den gemeinsamen Spross Sonny, der mittlerweile ein tüchtiger und erfolgreicher Geschäftsmann ist. Und nachdem Donald die Premiere durch eine Fechteinlage in Eigenregie kräftig verdorben hat, scheint Sonny eine geschäftsträchtige Lösung zu haben, in der auch Donalds Lieblingsgetränk, der Champagner, eine tragende Rolle spielt. Die neue Familie scheint also ganz nach Donalds Geschmack. Doch trifft sie auch den seiner Ehefrau Victoria?

Samuel Taylor hat mit seiner Champagnerkomödie einen unterhaltsamen und humorvoll erfrischenden Cocktail gemixt. Er nimmt die selbstverliebten Marotten Donalds charmant aufs Korn und erzählt abwechslungsreich-komische Verwicklungen von Geschäfts-, Bühnen und Liebeserfolgen und -miseren.