27.05.8205

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ÖEA: "Music Hall" von Jean-Luc Lagarce am Theater in der Josefstadt
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Ausgezeichnet: "In dir schläft ein Tier" von Oliver Schmaering gewinnt den Mülheimer Kinderstückepreis
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist mit dem Kinderstückepreis...

Nominierung Österreichischer Musiktheaterpreis 2018
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Jubiläum: Burt Bacharach wird 90!
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Neu bei FBE: "Der Freischütz" von Carsten Golbeck
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Rückblick: Die DSE von Arne Lygres "Schatten eines Jungen" am DT Göttingen
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Rückblick: UA von Philipp Löhles "Die Mitwisser" am Düsseldorfer Schauspielhaus
"Der Mensch als Idiot des digitalen Zeitalters" (WAZ) – Uraufführung von...

ÖEA: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Volkstheater Wien
Lazarus, David Bowies letzter musikalischer Gruß, feiert am 9. Mai...

Heidelberger Stückemarkt 2018 mit Esther Becker und Sergej Gößner
Auf dem diesjährigen Heidelberger Stückemarkt war Esther Becker...

DSE: "Die Rechnung" von Clément Michel am Kleinen Theater am Südwestkorso
Das Kleine Theater am Südwestkorso in Berlin zeigt am 31. Mai die...

Neu bei DESCH: "Der Sittich" von Audrey Schebat
SIE und ER warten auf Freunde für ein gemeinsames Abendessen. Das Telefon...

Wieder bei FBE: "Hair", "La Cage aux folles" u. a.
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Bild von David S. CraigCraig, David S.

David S. Craig ist einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Theaterautoren Kanadas. Er war Gründungsmitglied des Theatre Direct Canada und arbeitet derzeit als künstlerischer Leiter des Roseneath Theatre, eines der anerkanntesten Jugendtheaterbühnen des Landes.

Craig hat über zwanzig Theaterstücke verfasst, darunter Carolyns Baby, das nach seiner Uraufführung 2003 auf dem Blyth Festival zu den erfolgreichsten zeitgenössischen Komödien Kanadas avancierte. In Deutschland machte sich Craig mit dem Jugendtheaterstück "Agent im Spiel" einen Namen, das unter anderem für den Deutschen Kindertheaterpreis 2004 nominiert war. Dieses und weitere Jugendtheaterstücke, darunter "Big Deal?" und "Lust oder Liebe" sind im Theaterstückverlag München verlegt.

David S. Craig erhielt für seine Theaterstücke zahlreiche Auszeichnungen, darunter drei Dora Mavor Moore Awards und drei Chalmers New Play Awards. Er lebt und arbeitet in Toronto.

 

Carolyns Baby

(Having Hope At Home)
Eine Komödie
Deutsch von Anke Ehlers
3D, 3H
UA: 07.08.2003, Blyth Festival Blyth, Ontario
DSE: 29.03.2007, Theater Chambinzky Würzburg

Alle Zeichen sprechen für einen perfekten Abend: Die Kühe sind gemolken, der Braten schmort im Ofen, die Hemden sind gebügelt und das Haus ist geputzt. Zumindest die Küche. Carolyn hat ihre Eltern, mit denen sie seit längerem nur noch in sporadischem Kontakt steht, zu einem großen Abendessen in ihr Farmhaus eingeladen, in dem sie mit ihrem Mann Michel und ihrem Großvater Russell lebt. Damit will sie vor allem William, ihrem Vater, beweisen, dass sie durchaus in der Lage ist, auf eigenen Füßen zu stehen. Etwas anderes, als ein vollkommener Abend kommt also gar nicht in Frage.

Was macht es da schon, dass Michel vergessen hat, die Toilette zu reparieren, oder Russell das Gemüse auf eher unkonventionelle Weise klein hackt – mit den Zähnen? Und kümmert es denn, dass Carolyn hochschwanger ist. Dummerweise ist sie so hochschwanger, dass pünktlich zum Eintreffen der Gäste die Geburtswehen einsetzen, was ihr auch Dawn, eine Hebamme, die sie bei der Hausgeburt unterstützen soll, bestätigt und einem perfekten Abendessen in Harmonie etwas kontraproduktiv gegenübersteht. Und dummerweise darf William von alledem nichts erfahren, da er als Chefarzt der gynäkologischen Abteilung der City-Klinik eine gewisse Abneigung gegen Hebammen und Hausgeburten hegt.

Natürlich geht so ziemlich alles schief, was man sich vorstellen kann. Aber bevor das Kind auf die Welt kommen darf, müssen zunächst die Familienverhältnisse geordnet werden ...

Mit Carolyns Baby hat der kanadische Autor David S. Craig eine Komödie vorgelegt, die temporeich die zum Teil humorvollen Untiefen eines Generationenkonflikts zeigt. Craig gelingt es dabei, sowohl in komischen, teilweise slapstickartigen Szenen als auch in ernsten, ruhigen Momenten vielschichtige Charaktere zu zeichnen und selbst gewichtigen Themen immer mit einer gewissen Leichtigkeit zu begegnen. Zum Schluss bleibt vor allem für William und Russell die Erkenntnis, dass Erwachsensein möglicherweise doch keine Frage des Alters ist.

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