21.11.2017

Aktuelle Nachrichten

"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
Die Geschichte ist bekannt: Der hartherzige Geldverleiher Ebenezer Scrooge...

Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

"Alice" am Metrolpoltheater München
Herzlichen Glückwunsch zum Nichtgeburtstag und toi, toi, toi dem Münchener...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
Was passiert eigentlich mit der Welt, wenn ich die Augen zumache? Wie kommen...

"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


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Bild von Nino HaratischwiliHaratischwili, Nino

Nino Haratischwili wurde 1983 in Tiflis, Georgien geboren. Sie leitete von 1998 bis 2003 die freie, zweisprachige Theatertruppe (Deutsch, Georgisch) "Fliedertheater" und hatte mit dieser mehrere Auftritte an verschiedenen georgischen Theatern sowie Gastspiele in Deutschland (Bremen). Von 2000 bis 2003 studierte sie Filmregie an der Staatlichen Schule für Film und Theater in Tiflis. Von 2003 bis 2007 studiert sie Regie an der Theaterakademie Hamburg, ITMF. Nino Haratischwili schrieb mehrere Prosatexte und Stücke, die sowohl in Deutschland als auch in Georgien gelesen und veröffentlicht wurden.

Die Uraufführungsinszenierung von Z, die sie selbst einrichtete, war mit mehreren Gastspielen u. a. in Hamburg, Heidelberg, Jena und Bremen zu sehen. Nino Haratischwili wurde zu den Werkstatttagen 2006 am Burgtheater Wien eingeladen. Sie lebt als freie Regisseurin und Autorin in Hamburg.

Ihr Theaterstück Le petit maître wurde 2007 am Staatstheater Kassel uraufgeführt.

Für ihre herausragende literarische Leistung wurde Nino Haratischwili am 4. März 2010 mit dem Adalbert-von-Chamisso-Förderpreis der Robert-Bosch-Stiftung ausgezeichnet.

Weitere Stücke von Nino Haratischwili vertritt der Verlag der Autoren in Frankfurt am Main.

 

Drei Sekunden

2D, 3H
UA: 10.11.2011, Kammerspiele im E-Werk Freiburg

Drei Sekunden verändern Julians Leben. Es sind die drei Sekunden, die vergehen, von dem Moment, als die unbekannte Frau am Straßenrand auf die Straße vor Julians Auto tritt, bis zum Aufprall, bei dem seine Reifen ihren Schädel zertrümmern. Selbstmord, ganz klar. Und doch plagen Julian Schuldgefühle. Und Fragen. Warum gerade er? Hat sie ihn vielleicht ausgesucht? Die Autos vor ihm ließ sie unbehelligt vorbeifahren.

Julian begibt sich auf die Suche nach den Ursachen, nach Hinweisen, Indizien, in ihrer Wohnung, bei der Tochter der Verstorbenen. Er steigt aus seinem Leben aus, einem Leben als erfolgreicher Verleger, getriebener Sohn, geliebter Bruder, gehasster Ex-Mann, unzureichender Vater. Einem Leben, in dem er ganz gut funktioniert hat. Doch nach diesen drei Sekunden kann er nicht mehr funktionieren.

Mit Drei Sekunden zeichnet die georgische Autorin Nino Haratischwili ein Beziehungs-, Gefühls- und Lebensgeflecht nach, das durch einen zeitlich denkbar kurzen Auslöser mit explosionsartiger Wirkung durcheinandergewirbelt wird. Mit ihrem Sinn für Sprache, Szenen und außergewöhnliche Figurenkonstellationen gelingt der jungen Autorin ein berührendes, hintergründiges und besonderes Theaterstück.

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