20.06.6149

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Deutscher Kindertheaterpreis und Deutscher Jugendtheaterpreis: Fünf Stücke auf der Auswahlliste
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Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Schauspiel) von Dogberry&Probstein
Wenn Victor Lopez eines hasst, dann ist es Ungerechtigkeit. Jetzt sitzt er im...

Neu bei DESCH: "Der Sohn" von Florian Zeller
Nicolas ist 17 und kein fröhliches, unbeschwertes Kind mehr. Alles um ihn...

"Der tapfere Soldat" von Oscar Straus am Gärtnerplatztheater
Am 14. Juni feiert Peter Konwitschnys Inszenierung von Der tapfere Soldat...

UA: Nina Enders "Siegfried simulieren" am Pfalztheater Kaiserslautern
Nachdem Nina Ender für ihr Stück Polyboskomplex mit dem 2....

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

DSE: "Rock of Ages" von Chris d'Arienzo am Theater Ulm
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre erwarten das Publikum...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

UA: "Ich, Ikarus" von Oliver Schmaering am Theater an der Parkaue
Am 1. Juni 2018 ist die Uraufführung von Ich, Ikarus am Theater an der...

Ausgezeichnet: "In dir schläft ein Tier" von Oliver Schmaering gewinnt den Mülheimer Kinderstückepreis
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist mit dem Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Adel verpflichtet" (Musical) von Rainer Bielfeldt, Susanne Lütje & Anne X. Weber
Stan Miller führt ein bescheidenes und glückliches Leben. Als seine Mutter an...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Neu bei FBE: "Im Gefängnis" von Thomas Engelhardt und Monika Osberghaus
Sinas Papa muss ins Gefängnis. Sina versteht das alles nicht. Sie hat keine...

Wiederentdeckt: "Der überaus starke Willibald" von Willi Fährmann
Halb Fabel, halb soziale Parabel wird gezeigt, wie eine Gruppe für die...

Nominierung Österreichischer Musiktheaterpreis 2018
Wir freuen uns mit dem Landestheater Linz und besonders auch mit unseren...


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Goldstick, Oliver

Der Produzent und Autor Oliver Goldstick studierte an der University of Michigan und der Columbia University. Er schrieb und produzierte die verschiedensten TV-Serien, u. a. „Desperate Housewives“ und „Lipstick Jungle“. Mit „Crossroads“ gewann er den CAMY-Award und wurde für den Emmy nominiert. Für seine Fernseharbeit bekam er einen Golden Globe, den Writer's Guild Award, den GLAAD Award, den NAACP Image Award und einen Peabody. Neben seiner Fernseharbeit ist Oliver Goldstick auch Autor verschiedener Theaterstücke, die u. a. beim The Williamstown Theatre Festival, der Arena Stage, der Philadelphia Stage Company und dem Dallas Theatre Center auf die Bühne gebracht wurden. Für Dinah Washington wurde er mit dem Obie und dem Barrymore and Jefferson Award ausgezeichnet.

 

Dinah Washington

(Dinah Was')
Text von Oliver Goldstick
Deutsch von Lida Winiewicz
4D, 7H
Orchesterbesetzung: Jazzband
DSE: 01.10.2015, Wilde Oscar Berlin

Hotel Sahara, Las Vegas, Nevada. Lobby. November 1959. Eine imposante schwarze Frau sitzt übellaunig und ziemlich betrunken in einem weißen Pelzmantel auf ihrem Koffer. Es ist Dinah Washington, die "Queen of the Blues", der internationale Superstar aus Alabama. Am Abend soll sie ein Konzert vor bereits ausverkauftem Haus geben. Dinah ist gerade aus London angereist. Anstelle eines Hotelzimmers, wird ihr ein schäbiger Wohnwagen zugewiesen. Denn ein "Nigger" darf keinesfalls das Hotel betreten. Was wäre, wenn Hotelgäste sie sähen oder sie den Hotelpool benutzen würde! Unvorstellbar. Dinah tobt. Für sie ist klar, ohne Hotelzimmer gibt es auch kein Konzert. Und so pflanzt sie sich, wie angewurzelt und zum Leid des Hotelchefs, ausgerechnet mitten in die Lobby. Aus den Lautsprechern plätschert leise ihre Musik.

Oliver Goldstick knüpft aus einer tragisch-komischen Ausgangssituation in episodenhaften Flashbacks ein dreidimensionales Beziehungsgeflecht rund um die Sängerin, die bei ihm einerseits eine echte Diva, andererseits aber auch eine immer aufs Neue gedemütigte Kämpferin ist: Wir erfahren von ihrer erst hart erkämpften, dann schmerzvoll einengenden musikalischen Entwicklung hin zum lukrativeren Mainstream und weg vom Jazz-Klischee. Wir hören von ihren unglücklichen Lieben, aus denen zwei Kinder hervorgegangen sind, die sie selten sieht, weil sie bei Dinahs Mutter leben. Diese wiederum missgönnt Dinah scheinbar ihren Erfolg. Aber auch die schräge Seite der Lady lernen wir kennen, erleben, wie Dinah sich Doris-Day-Perücken besorgt, für jeden Wochentag eine andere, um ihrem großen Idol näher zu kommen, und erfahren von ihrem spektakulären Hang zum Luxus und zu nerzbezogenen Klobrillen.

Ein ernsthaftes, aber nie humorloses Stück mit mitreißender Situationskomik, denkwürdigen Momenten und viel Musik. Neben Dinahs eigenen Songs, z. B. "Bad Luck" und "Showtime", erklingen auch von ihr interpretierte Hits wie "What a Difference a Day Makes", "Come Rain or Come Shine" oder "A Rockin’ Good Way".

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