27.05.3798

Aktuelle Nachrichten

UA: "Brigitte Bordeaux" von Sergej Gößner
Am 26. Mai ist die Uraufführung von Sergej Gößners neuem Stück Brigitte...

ÖEA: "Music Hall" von Jean-Luc Lagarce am Theater in der Josefstadt
Am 26. Mai ist die österreichische Erstaufführung von Music Hall am Theater...

Ausgezeichnet: "In dir schläft ein Tier" von Oliver Schmaering gewinnt den Mülheimer Kinderstückepreis
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist mit dem Kinderstückepreis...

Nominierung Österreichischer Musiktheaterpreis 2018
Wir freuen uns mit dem Landestheater Linz und besonders auch mit unseren...

Jubiläum: Burt Bacharach wird 90!
Burt Bacharach wird am 12. Mai 90 Jahre alt. Er gehört bis heute zu den...

Neu bei FBE: "Der Freischütz" von Carsten Golbeck
Der Dreißigjährige Krieg geht dem Ende entgegen. Das Land ist zerstört. In...

Rückblick: Die DSE von Arne Lygres "Schatten eines Jungen" am DT Göttingen
Das Deutsche Theater Göttingen zeigte am 6. April die deutschsprachige...

Rückblick: UA von Philipp Löhles "Die Mitwisser" am Düsseldorfer Schauspielhaus
"Der Mensch als Idiot des digitalen Zeitalters" (WAZ) – Uraufführung von...

ÖEA: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Volkstheater Wien
Lazarus, David Bowies letzter musikalischer Gruß, feiert am 9. Mai...

Heidelberger Stückemarkt 2018 mit Esther Becker und Sergej Gößner
Auf dem diesjährigen Heidelberger Stückemarkt war Esther Becker...

DSE: "Die Rechnung" von Clément Michel am Kleinen Theater am Südwestkorso
Das Kleine Theater am Südwestkorso in Berlin zeigt am 31. Mai die...

Neu bei DESCH: "Der Sittich" von Audrey Schebat
SIE und ER warten auf Freunde für ein gemeinsames Abendessen. Das Telefon...

Wieder bei FBE: "Hair", "La Cage aux folles" u. a.
Mit La Cage Aux Folles, Hair, Hello, Dolly! und Der kleine Horrorladen sind...


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Bild von Jaime SalomSalom, Jaime

Jaime Salom, in Barcelona geboren, studierte Medizin und wurde Augenarzt. Diesen Beruf übte er neben seiner Beschäftigung mit der Literatur bis 1990 aus, um sich dann voll und ganz dem Theater zu widmen. Bis 1995 war Salom Mitglied im Theaterrat des Kulturministeriums. Er war Berater ad honorem bei der Sociedad General de Autores, Präsident der Vereinigung "Médicos Escritos Españoles" und außerdem Mitglied der "Real Academia de Medicina" von Asturias y Leon. Seine Stücke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und dienten als Vorlage für Verfilmungen.

Sein Stück Les Demoiselles d'Avignon erhielt den Premio de la Crítica de Madrid als bestes Theaterstück des Jahres 2001 und wird erfolgreich in Spanien und Paris aufgeführt.

Jaime Salom starb am 25. Januar 2013.

 

Entschuldigen Sie die Störung

(Perdonen las molestias)
Monolog
Deutsch von Hartmut H. Forche (Mitarbeit Jaime Roman B.)
1H
frei zur DSE

Emiliano ist Ende Fünfzig und mit den Nerven so ziemlich am Ende. Nicht nur, dass sein jüngerer, komplett inkompetenter Kollege ihm die längst fällige Beförderung vermasselt hat, dass sein Chef ihn, zwar mit Häppchen und Händeschütteln, aber doch endgültig vor die Tür gesetzt hat und er nun zum unfreiwilligen Frührentnerdasein verdammt ist, nein, auch das Familienleben ist nicht mehr das, was es mal war. Sein Sohn Ricardo, mittlerweile über dreißig und noch immer nicht flügge geworden, lebt von der Sozialhilfe und der Gutmütigkeit seiner Eltern. Seine halbherzigen Versuche, einen Job zu finden, sind gescheitert und bei Muttern hat er es sich ganz bequem eingerichtet. Mit seinen ständigen Telefonaten und seinem enervierenden Schlagzeugspiel treibt er Emiliano auf die Palme. Die beste Zeit mit sein Frau Conchita ist auch lange vorbei, da helfen selbst leidenschaftliche Träume über die attraktive Sekretärin seines Chefs nicht mehr weiter. Kurz und gut – Emiliano hat die Nase voll. Er fühlt sich als Sklave der Familie und will endlich wieder frei sein – wie sein Freund Lopetegui, der seine Frau mit einem „Au Revoir“ an der Tür und der Schwester des Hausmeisters verlassen hat. Zeit für unerfüllte Träume, Zeit, um endlich das Glück zu suchen, das er in den 35 Jahren seiner Ehe nicht gefunden hat. Aber nichts ist so einfach, wie es scheint, und auf Emiliano wartet noch so manche Überraschung ...
Glücklicherweise ist Emiliano nicht allein in seinem Kampf gegen die Ungerechtigkeit – sein Fernsehapparat steht ihm jederzeit als Partner, als alter ego oder auch als schlechtes Gewissen zur Seite und diskutiert mit ihm über die Jugend, das Alter und das ganze Leben.


Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.