19.02.2018

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Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...

"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...


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Bild von Jaime SalomSalom, Jaime

Jaime Salom, in Barcelona geboren, studierte Medizin und wurde Augenarzt. Diesen Beruf übte er neben seiner Beschäftigung mit der Literatur bis 1990 aus, um sich dann voll und ganz dem Theater zu widmen. Bis 1995 war Salom Mitglied im Theaterrat des Kulturministeriums. Er war Berater ad honorem bei der Sociedad General de Autores, Präsident der Vereinigung "Médicos Escritos Españoles" und außerdem Mitglied der "Real Academia de Medicina" von Asturias y Leon. Seine Stücke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und dienten als Vorlage für Verfilmungen.

Sein Stück Les Demoiselles d'Avignon erhielt den Premio de la Crítica de Madrid als bestes Theaterstück des Jahres 2001 und wird erfolgreich in Spanien und Paris aufgeführt.

Jaime Salom starb am 25. Januar 2013.

 

Entschuldigen Sie die Störung

(Perdonen las molestias)
Monolog
Deutsch von Hartmut H. Forche (Mitarbeit Jaime Roman B.)
1H
frei zur DSE

Emiliano ist Ende Fünfzig und mit den Nerven so ziemlich am Ende. Nicht nur, dass sein jüngerer, komplett inkompetenter Kollege ihm die längst fällige Beförderung vermasselt hat, dass sein Chef ihn, zwar mit Häppchen und Händeschütteln, aber doch endgültig vor die Tür gesetzt hat und er nun zum unfreiwilligen Frührentnerdasein verdammt ist, nein, auch das Familienleben ist nicht mehr das, was es mal war. Sein Sohn Ricardo, mittlerweile über dreißig und noch immer nicht flügge geworden, lebt von der Sozialhilfe und der Gutmütigkeit seiner Eltern. Seine halbherzigen Versuche, einen Job zu finden, sind gescheitert und bei Muttern hat er es sich ganz bequem eingerichtet. Mit seinen ständigen Telefonaten und seinem enervierenden Schlagzeugspiel treibt er Emiliano auf die Palme. Die beste Zeit mit sein Frau Conchita ist auch lange vorbei, da helfen selbst leidenschaftliche Träume über die attraktive Sekretärin seines Chefs nicht mehr weiter. Kurz und gut – Emiliano hat die Nase voll. Er fühlt sich als Sklave der Familie und will endlich wieder frei sein – wie sein Freund Lopetegui, der seine Frau mit einem „Au Revoir“ an der Tür und der Schwester des Hausmeisters verlassen hat. Zeit für unerfüllte Träume, Zeit, um endlich das Glück zu suchen, das er in den 35 Jahren seiner Ehe nicht gefunden hat. Aber nichts ist so einfach, wie es scheint, und auf Emiliano wartet noch so manche Überraschung ...
Glücklicherweise ist Emiliano nicht allein in seinem Kampf gegen die Ungerechtigkeit – sein Fernsehapparat steht ihm jederzeit als Partner, als alter ego oder auch als schlechtes Gewissen zur Seite und diskutiert mit ihm über die Jugend, das Alter und das ganze Leben.


Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.