18.01.2018

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Zum Wiederentdecken: "Bach. Das Leben eines Musikers." von Thomas Sutter
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Kuno ist ein Draufgänger, ein Energiebündel und Alleskönner: hundert Kugeln...

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Patrick, John

John Patrick O´Goggan wurde am 17. Mai 1905 als Sohn von irischen Emigranten in Louisville, Kentucky, geboren. Nach einer unglücklichen Kindheit in Pflegehäusern und Internaten, studierte er in Harvard und Columbia Sprachen und amerikanische Literatur. Mit 19 Jahren wurde er in San Francisco von einem Radiosender angestellt und begann zu schreiben. 1925 heiratete er Mildred Legaye. In dieser Zeit ließ er seinen Nachnamen fallen und nannte sich fortan John Patrick. Einige seiner Radio-Fortsetzungsgeschichten brachten es auf mehr als tausend Folgen.

1942 wurde der junge Gregory Peck in der Hauptrolle von Patricks zweitem Stück "The Willow and I" (Die Weide und ich) entdeckt. Hollywood wurde auf John Patrick aufmerksam, so dass er in der Folge mehrere Drehbücher schrieb.

Während des Zweiten Weltkriegs schrieb der das Erfolgsstück "Das heiße Herz" (The Hasty Heart), mit dem er 1949 über die Grenzen Amerikas hinaus bekannt wurde. Auch seine folgenden Werke wie "Eine etwas sonderbare Dame" (The Curious Savage) feierten große Erfolge. 1953, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, schrieb er das Stück "Das kleine Teehaus" (The Teahouse of August Moon), für das er den Pulitzer Preis erhielt.

Am 7. November 1995 schied John Patrick durch Selbstmord aus dem Leben.

 

Eine etwas sonderbare Dame

(The Curious Savage)
Komödie in drei Akten
Deutsch von Joseph Glücksmann
6D, 5H

Die Millionärswitwe Ethel Savage scheint zu einer etwas immer sonderbareren alten Dame zu werden. Sie trägt blau gefärbtes Haar und stets einen abgewetzten Plüschteddy im Arm, den sie hütet wie ihren eigenen Augapfel. Doch mit dem Familienerbe geht sie leider um einiges lockerer um. Sie investiert in Theaterproduktionen, um sich selbst den Traum der Schauspielerei zu ermöglichen, und hat eine gemeinnützige Stiftung gegründet, die großzügig karitative Luftschlösser unterstützt. Das finden zumindest ihre Stiefkinder Lilly Belle, der Richter Samuel und der Senator Titus, alles andere als begrüßenswert, da sie um ihr Familienvermögen bangen, das in den Händen der Witwe kontinuierlich zu schwinden droht. Also beschließen die raffgierigen Zweiterben, ihre Stiefmutter in ein Sanatorium einzuweisen, um sie zur Vernunft und sich selbst zum Geld zu bringen.

In der Villa Waldfriede wird die neue Patientin schon aufgeregt erwartet. Die 'Gäste' der beschaulichen Nervenheilanstalt, Florence, Hannibal, Fairy, Jeffrey und Mrs. Paddy, erwarten die Neue mit Aufregung. Die vertraute Gemeinschaft nimmt sie liebevoll auf und Mrs. Savage beginnt in den spleenigen Sanatoriumsgästen wahre Freunde zu finden. Doch viel Zeit zum Durchatmen bleibt der sonderbaren Dame nicht. Ihre Stiefkinder üben Druck auf sie aus. Sie soll verraten, wo ihr Vermögen versteckt ist. Aber die widerspenstige Mrs. Savage beweist, dass sie sich vielleicht etwas sonderbar verhält, aber ganz und gar nicht auf den Kopf gefallen ist. Sie führt ihre gesellschaftlich gut dekorierten Stiefkinder auf peinliche Irrwege, indem sie ihnen falsche Geldverstecke nennt. Mit den hämischen Zeitungsmeldungen der eigenen Fehltritte wächst die Wut des geldgierigen Trios. Sie wollen ihrer Stiefmutter eine Wahrheitsdroge verabreichen und so erfahren, wo das Familiengeld wirklich liegt. Mrs. Savage gibt sich geschlagen und präsentiert das Versteck des in Staatsobligationen angelegten Geldes. Doch just in dem Moment, als sie diese auftauchen lässt, geht das Licht aus. Als das Licht wieder angeht, sind die Obligationen natürlich verschwunden. Die Suche nach ihnen beginnt und mündet in einem vorgefundenen Aschehäufchen.

Mit dem Verlust des Geldes hat der Sanatoriumsaufenthalt von Mrs. Savage für die Stiefkinder seinen Zweck verloren. Die alte Dame wird entlassen und verabschiedet sich schweren Herzens und gerührt von ihren neugewonnen Freunden. Doch dabei erhält sie noch eine ganz besondere Überraschung ...


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