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UA: "Der Name der Rose" bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt
Im Rahmen der Domstufen-Festspiele in Erfurt ist am 9.8. die Premiere des...

Sommertheater: Unsere Premieren von Juni bis August
Wir freuen uns auf Sommer, Sonne und Theater - hier eine Auswahl unserer...

DE: "Der Besuch der alten Dame - Das Musical" bei den Freilichtspielen Tecklenburg
Am 24. Juli 2020 feiern die Freilichtspiele Tecklenburg die deutsche...

Ausgezeichnet: Berliner Kindertheaterpreis 2019 für Esther Becker
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UA: "Der himmelblaue Herr" am Kasemattentheater Luxemburg
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Neu: "Else (ohne Fräulein)" von Thomas Arzt
Angelehnt an Schnitzlers inneren Monolog "Fräulein Else" verortet Thomas Arzt...

Neu: "Das Leben ist ein Wunschkonzert" von Esther Becker
Esther Becker ist das Kunststück gelungen, mit leichter Hand ein gewitztes...

Premieren: "Lazarus" in Leipzig und Göttingen
Lazarus von David Bowie und Enda Walsh entwickelte sich nach der...

Premiere: "Backbeat" an der Württembergischen Landesbühne Esslingen
Am 6. Juni ist die Premiere von Iain Softleys und Stephen Jeffreys'...

UA: "Mr. Nobody" am Jungen Schauspiel Düsseldorf
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Premiere: "Alles was Sie wollen" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 7. Juni ist die Premiere von Alles was Sie wollen an der Komödie am...


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Taylor, Samuel

Der Dramatiker und Drehbuchautor Samuel Taylor wurde am 13. Juni 1912 in Chicago, Illinois, USA, geboren. Er ging in San Francisco zur Schule und studierte an der Universität von Kalifornien. Nach Beendigung seines Studiums wurde er Lektor und Prüfer von Bühnenwerken bei einer Agentur in New York. Er machte sich schon bald einen Namen als Bearbeiter ("play doctor") von Theaterstücken. Bald begann er, eigene Manuskripte für Radio und Fernsehen zu verfassen. Sein erstes Bühnenstück, "The Happy Time", wurde 1950 uraufgeführt. Der Erfolg bei Kritik und Publikum ermöglichte es ihm, sich vollständig auf das Schreiben von Bühnenwerken zu konzentrieren.

1953 kam Sabrina (Sabrina Fair) mit Joseph Cotton und Margaret Sullavan zur Uraufführung. Der weltweite Erfolg der Bühnenfassung setzte sich auf der großen Leinwand fort, als 1955 die Filmversion von Billy Wilder mit Humphrey Bogart, Audrey Hepburn und William Holden in den Hauptrollen in die Kinos kam, für die Taylor selbst das Drehbuch verfasste.

An diesen Erfolg konnte Taylor mit seinem nächsten Theaterstück In bester Gesellschaft (The Pleasure Of His Company) nahtlos anschließen, für dessen Uraufführung im Jahre 1958 Cornelia Otis Skinner und Cyril Ritchard verpflichtet werden konnten. Während der Arbeit an diesem Stück wurde er von Alfred Hitchcock zur Überarbeitung des Drehbuchs von "Vertigo" engagiert. Der Film wurde zu einem weltweiten Erfolg. Ebenfalls für Hitchcock verfasste Taylor das Drehbuch für dessen 1969 veröffentlichten Film "Topaz".

Für die Bühne schrieb Samuel Taylor weiterhin das Libretto zum Musical "No Strings" (1962, Musik von Richard Rogers, nominiert für den Tony Award als Bestes Musical) sowie die Theaterstücke "Einmal im Jahr" (Avanti, 1968, auch unter dem Titel Ein Hauch von Frühling / A Touch Of Spring), "The Happy Time" (1968), "Legend" (1976) sowie Champagnerkomödie (Gracious Living), welches am 7. Mai 1978 im Eisenhower Theatre in Washington uraufgeführt wurde.

Er war Mitglied der Dramatists Guild, der Writers Guild of America, der Academy of Motion Pictures Arts & Sciences sowie zwischenzeitlich Präsident des Dramatists Play Service.

Samuel Taylor starb am 25. Mai 2000 in Blue Hill, Maine, an Herzversagen. Er wurde 87 Jahre alt.

 

Einmal im Jahr

(A Touch Of Spring / Avanti, Avanti!)
Komödie
Deutsch von Jan Lustig
2D, 5H
UA: 31.01.1968, Booth Theatre New York

Alexander Claiborne, genannt Sandy, erhält eine schreckliche Nachricht. Sein Vater ist an einem Tag im Mai in Italien bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Sandy begibt sich zusammen mit seiner Ehefrau Diana auf die Reise in die ewige Stadt, um die sterblichen Überreste seines Vaters zu bergen und die Formalitäten zu klären. Doch das stellt sich als schwierige Aufgabe heraus, denn die südeuropäischen Uhren und Amtsapparate ticken ungewohnt für den Amerikaner. Diana gibt nach einer Woche entnervt auf. Sandy bekommt Hilfe von Baldo, einem gewieften, lebenslustigen und temperamentvollen Italiener, der sich aber nicht nur für die organisatorischen Probleme Sandys interessiert, sondern schnell auch sehr für Sandy als Mann. Doch Sandy begeistert sich viel mehr für die hübsche Engländerin und Schauspielerin Alison Ames. Der unglückliche Zufall führt die beiden Suchenden zusammen, denn Alisons Mutter fuhr mit Sandys Vater, als sich der Unfall ereignete. Die gemeinsame Suche nach den verstorbenen Elternteilen in der mit Zerstreuung lockenden Stadt wird unter der Leitung des Lebemanns Baldo schnell mit unernsteren Momenten versehen, und so kommt es, dass Sandy und Alison sich vom Flair der Stadt und der Jahreszeit zu Frühlingsgefühlen verleiten lassen.

Und damit kommen die beiden nicht nur sich, sondern auch den Lebensläufen ihrer Eltern näher. Denn Alison berichtet Sandy, dass ihre Mutter jahrelang eine Affäre mit seinem Vater hatte, den Sandy bisher für einen treuen Familienvater hielt, der seit zwölf Jahren im Frühling Roms Erholung sucht, und nicht die Liebe. Für Sandy und Alison scheint sich diese Geschichte aufs Neue zu erzählen. Aber dann taucht überraschend Sandys Frau Diana wieder auf. Ist das dolce vita für Sandy und Alison nun vorbei?

Samuel Taylor entführt uns in der romantischen Komödie in ein quirlig-turbulentes und farbenfroh gezeichnetes Rom, das für Sandy und Alison jede Menge Überraschungen bereit hält. Die Figur des etwas schrulligen Assistenten Baldo bringt jede Menge Esprit und italienisches Temperament mit. Und so beschert uns die Komödie nicht nur einen Hauch von Frühling, sondern auch von Rom, der Liebe und der Leichtlebigkeit.