20.10.6921

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DSE: "Gloria" am Residenztheater München
Amélie Niermeyer inszeniert die deutschsprachige Erstaufführung von Branden...

Neu bei FBE: "Wälder im Frühling" von Eva Rottmann
Jen ist schwanger. Mit 17. Sex: Ja. Irgendwie. Und mit irgendwem. Nini plagt...

Neu bei FBE: "NASSER #7Leben" von Susanne Lipp
Auf Grundlage von Nasser El-Ahmads Leben erzählt Susanne Lipp eine ganz...

Rückblick: UA von Anja Hillings "Wie kann ich dich finden, zu mir ziehen und überreden zu bleiben"
Am 27. September brachte Friederike Heller am Nationaltheater Mannheim ein...

UA: "Die Textil-Trilogie" von Volker Schmidt am Staatstheater Nürnberg
Das Staatstheater Nürnberg bringt am 13. Oktober gleich 3 Stücke von Volker...

Wiederentdeckt: "Das heilige Experiment" am Theater Orchester Biel Solothurn
Katharina Rupp hat Fritz Hochwälders historisches Gesellschaftsdrama Das...

UA: "Rasputin" am Theater Hof
Inszeniert von Roland Hüve und unter musikalischen Leitung von Michael Falk...

Neu bei FBE: "Tom Sawyer" von John von Düffel
In John von Düffels Adaption des Klassikers von Mark Twain erzählt der...

DSE: Arne Lygres "Nichts von mir" am Berliner Ensemble
Am Wochenende eröffnete das Berliner Ensemble sein Kleines Haus mit der...

Martina Clavadetscher für den Schweizer Buchpreis nominiert
Für den Schweizer Buchpreis wurden 78 Titel eingereicht, von denen nun fünf...

Hannah Biedermann für den FAUST nominiert
Für ihre Inszenierung "entweder und" am Jungen Ensemble Stuttgart ist Hannah...

Bestes Musical: Deutscher Musical Theater Preis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Der Hauptpreis "Bestes Musical" der Deutschen Musical Akademie ging in diesem...


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Bild von Hans FalladaFallada, Hans

Hans Fallada wurde am 21. Juli 1893 in Greifswald geboren. Bevor er als freier Schriftsteller leben konnte, war er als Journalist und Angestellter eines Verlages tätig. Bereits in jungen Jahren wurde Fallada alkohol- und morphiumabhängig und kam wegen Unterschlagungsdelikten zweimal vor Gericht. Aus dem Gefängnis entlassen, arbeitete er mehrere Jahre beim Neumünsterer Generalanzeiger. Bereits mit Bauern, Bonzen und Bomben (1931) hatte der Autor großen Erfolg. Der 1932 veröffentlichte Roman Kleiner Mann - was nun? brachte ihm internationale Berühmtheit. Nach der Machtübernahme Adolf Hitlers zog sich Fallada weitgehend aus dem öffentlichen Leben auf sein Landgut in Carwitz (Mecklenburg) zurück. 1944 wurde er wegen eines mutmaßlichen Mordversuchs an seiner Frau Anna in die Landesanstalt Strelitz eingeliefert, später aber wieder freigelassen. Im selben Jahr entstand der Roman Der Trinker (Veröffentlichung posthum 1950), der autobiographische Züge trägt.

Hans Fallada starb am 5. Februar 1947 an den Folgen eines Rückfalls in die Drogensucht.

Auf der Bühne erlangten Falladas Werke als Dramatisierungen nach seinem Tode zunehmend Popularität. So kam 1972 Kleiner Mann - was nun? als Revue von Peter Zadek und Tankred Dorts auf die Bühne des Bochumer Schauspielhauses, es folgten zahlreiche Inszenierungen, u.a. von Gil Mehmert und Volker Bürger am Münchner Volkstheater, Luk Perceval an den Münchner Kammerspielen und Michael Thalheimer am Schauspiel Frankfurt. Zu den bekanntesten Verfilmungen seiner Werke zählen u.a. "Wolf unter Wölfen" (1964; mit Armin Mueller-Stahl), "Jeder stirbt für sich allein" (1975; mit Hildegard Knef), "Der eiserne Gustav" (1979; Regie Wolfgang Staudte), "Der Trinker" (1995; Regie Tom Toelle) mit Harald Juhnke in der Hauptrolle., "Jeder stirbt für sich allein" (2016; mit Emma Thompson, Brendan Gleeson, Daniel Brühl, Regie: Vincent Perez).

Bitte beachten Sie auch unser Hans Fallada-Spezial:
Hans Fallada - eine Wiederentdeckung

Hans Falladas Werk wird im Aufbau Verlag verlegt.


Weitere Informationen zu Hans Fallada

vergrösserte Ansicht zur Broschüre zu Fallada, Hans

Fallada, Hans
Autorenbroschüre
Leben und Werk

 

Frühe Prosa

Erzählungen


Vier Erzählungen aus Hans Falladas Nachlass, entstanden zu Beginn seiner literarischen Laufbahn und posthum in diesem Band zum ersten Mal gemeinsam veröffentlicht. Die Umstände, unter denen der Autor die Erzählungen schrieb, sind nicht gerade alltäglich: Während einer Entziehungskur, im Gefängnis, in der Bude eines Gutsbeamten zur Zeit der Inflation. Und er präsentiert darin außergewöhnliche und komplizierte Charaktere: eine Frau in den Vierzigern, einen Fetischisten, einen Insassen einer Nervenklinik, einen Triebtäter, der zweier Lustmorde bezichtigt in Untersuchungshaft sitzt.

Alle vier Geschichten beschreiben Liebesbeziehungen, die am Ende scheitern. Partnerbeziehungen üblicher und nicht so üblicher Art, von gewöhnlichen Leuten und ungewöhnlicher veranlagten Protagonisten. Allem Anschein nach probiert Fallada in seinem frühen Schaffen seine Möglichkeiten und Mittel aus. Er versucht sich in verschiedenen Erzählstrukturen und experimentiert mit Stil und Sprache. Dieser Bereich der Prosa, die Fallada zwischen Mitte zwanzig und Anfang dreißig verfasste, steht seinem späteren Werk näher, als man auf den ersten Blick vermuten kann und bietet viel spannenden Stoff zu entdecken.

Enthaltene Erzählungen:

Die Kuh, der Schuh, dann du
Die große Liebe
Der Apparat der Liebe
Im Blinzeln der Großen Katze

Hinweis:
Es ist jeder Bühne möglich, in Rücksprache mit dem Verlag eine eigene Adaption von den Werken Hans Falladas zu erstellen.