20.10.5083

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DSE: "Gloria" am Residenztheater München
Amélie Niermeyer inszeniert die deutschsprachige Erstaufführung von Branden...

Neu bei FBE: "Wälder im Frühling" von Eva Rottmann
Jen ist schwanger. Mit 17. Sex: Ja. Irgendwie. Und mit irgendwem. Nini plagt...

Neu bei FBE: "NASSER #7Leben" von Susanne Lipp
Auf Grundlage von Nasser El-Ahmads Leben erzählt Susanne Lipp eine ganz...

Rückblick: UA von Anja Hillings "Wie kann ich dich finden, zu mir ziehen und überreden zu bleiben"
Am 27. September brachte Friederike Heller am Nationaltheater Mannheim ein...

UA: "Die Textil-Trilogie" von Volker Schmidt am Staatstheater Nürnberg
Das Staatstheater Nürnberg bringt am 13. Oktober gleich 3 Stücke von Volker...

Wiederentdeckt: "Das heilige Experiment" am Theater Orchester Biel Solothurn
Katharina Rupp hat Fritz Hochwälders historisches Gesellschaftsdrama Das...

UA: "Rasputin" am Theater Hof
Inszeniert von Roland Hüve und unter musikalischen Leitung von Michael Falk...

Neu bei FBE: "Tom Sawyer" von John von Düffel
In John von Düffels Adaption des Klassikers von Mark Twain erzählt der...

DSE: Arne Lygres "Nichts von mir" am Berliner Ensemble
Am Wochenende eröffnete das Berliner Ensemble sein Kleines Haus mit der...

Martina Clavadetscher für den Schweizer Buchpreis nominiert
Für den Schweizer Buchpreis wurden 78 Titel eingereicht, von denen nun fünf...

Hannah Biedermann für den FAUST nominiert
Für ihre Inszenierung "entweder und" am Jungen Ensemble Stuttgart ist Hannah...

Bestes Musical: Deutscher Musical Theater Preis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Der Hauptpreis "Bestes Musical" der Deutschen Musical Akademie ging in diesem...


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Bild von Johanna KapteinKaptein, Johanna

Johanna Kaptein, 1974 in Hamburg geboren, verfasst Dramatik, Hörspiele und Prosa.
Sie schrieb 1999-2000 für die Sendung „Exkursion Agonie“ im Radio FSK (Freies Sender Kombinat Hamburg), war 2000-2001 Mitglied im Forum Hamburger Autoren, beteiligte sich an Lesungen und veröffentlichte in deren Jahrbüchern. 2004 nahm sie am Kurzhörspielpreis des rbb-Kulturradios teil, in dessen Folge die Kurzhörspielreihe "Der Haustiervernichter" produziert wurde. Die erste Folge wurde im November 2004 gesendet, die ganze Serie war im April 2006 zu hören.

2002-2006 studierte Johanna Kaptein Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. 2005 gewann sie mit ihrem Stück Die Geschichte von St. Magda den Stückepreis der Schaubühne Berlin; das Stück wurde dort im Rahmen des F.I.N.D. Festivals 2006 in einer szenischen Lesung präsentiert. Die Hörspielfassung des Stücks gewann den Wettbewerb "Ganz Ohr" des NDR und wurde dort im Herbst 2006 gesendet.

Im Sommer 2006 war Johanna Kaptein im Rahmen der International Residency ans Royal Court Theatre in London eingeladen. Eine Einladung zu den Werkstatttagen 2006 am Burgtheater Wien folgte.

2007 erhielt sie das Thomas-Bernhard-Stipendium des Landestheaters Linz. Für die Spielzeit 2007/08 war sie Hausautorin am Badischen Staatstheater in Karlsruhe.

2009 wird Johanna Kaptein mit dem Leonhard-Frank-Preis des Würzburger Mainfranken Theaters und der Leonhard-Frank-Gesellschaft für ihr Stück BRD-Fragmente ausgezeichnet und erhält außerdem den Publikumspreis. In dem Stück wirft die Autorin Schlaglichter auf die jüngere deutsche Geschichte, auf den Holocaust, Familiengewalt und Vergangenheitsbewältigung.



Auszeichnungen/Preise

2009: Leonhard-Frank-Preis des Mainfranken Theaters Würzburg / der Leonhard-Frank-Gesellschaft und Publikumspreis für BRD-Fragmente
2007: Thomas-Bernhard-Stipendium des Landestheaters Linz
2005: Stückepreis der Schaubühne Berlin für Die Geschichte von St. Magda

 

Die Fortsetzung oder Die Friseuse, die Finanzkrise und andere Fälle

5 Darsteller (variable Besetzung)
UA: 03.12.2010, Städtische Theater Chemnitz

„Dies ist die zweite Staffel von Lohnarbeit und Liebesleid.
Die Produzenten haben einer Verlängerung zugestimmt.“


„Na, da sind wir ja wieder.“ - Im Fortsetzungswahn von Lohn und Arbeit und Liebe und Leid. Die Mediendramaturgie schreit nach einer zweiten Staffel und die sensationslüsternen medien(werk)tätigen Stimmen präsentieren neue Schicksale Werktätiger für vom Werktätigen müde gewordene Vorabendprogrammkonsumenten.

Johanna Kaptein lässt in Die Fortsetzung oder Die Friseuse, die Finanzkrise und andere Fälle in zwei Teilen vom Redaktionsteam gelenkte Schicksalsverstrickungen entstehen. Eine Schneekugelwelt, die aber kräftig durcheinander geschüttelt wurde und alles andere als heiles Idyll ist. Frau Meier, eine Boutiquenverkäuferin, leidet an Schlaflosigkeit. Das letzte Mal ausgeschlafen hat sie an einem Sommersonntag 2005. Nun soll sie zum Psychiater gehen, um für ausgeschlafene Lohnarbeit ihr Lebensleid in den Griff zu kriegen. Dort trifft sie auf die Sprechstundenhilfe, deren Lohnleid die Liebesarbeit wird, und die suizidgefährdete Frau des Psychiaters, deren Haushaltshilfe einfach nicht begreifen möchte, was Madame am liebsten trinkt und deswegen ihren Suizid nicht vereiteln kann. Der Tod der französischen Weintrinkerin ist nun wiederum Auslöser für eine handfeste Finanzkrise des Weinhändlers, denn die Bank Michelle sorgte für einen komfortablen Privatkredit. Ein solcher wird auch der geistig rosa beplüschten Friseuse Susi zum Verhängnis. Und dann kommt auch noch die russische Revolution und lässt sich zum Konsum- und Colarausch verleiten ...

Mit Die Fortsetzung oder Die Friseuse, die Finanzkrise und andere Fälle knüpft Johanna Kaptein an den fünfteiligen Dramolettereigen Lohnarbeit und Liebesleid an und spiegelt mit schwarzem Humor, Tempo und Witz kaleidoskopisch eine Gesellschaft wider, die sich bereitwillig mit medialen Suizidlollies füttern lässt.


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