26.02.2018

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"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...

Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...


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Bild von Jean-Claude GrumbergGrumberg, Jean-Claude

Jean-Claude Grumberg ist ein französischer Schriftsteller, Drehbuchautor und Schauspieler. Sein erstes aufgeführtes Stück war 1967 der Einakter "Michu", worin er sich auch erstmals mit dem Thema Antisemitismus auseinandersetzte. Sein endgültiger Durchbruch gelang Grumberg 1974 mit dem Stück "Dreyfus", das in Deutschland im selben Jahr an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt wurde. 1979 wurde am Théâtre National de l'Odéon Das Atelier uraufgeführt. Ausgehend von Antisemitismus, sind Rassendiskriminierung und Chauvinismus wiederkehrende Elemente in Grumbergs Werk, das zudem von ausgesprochenem Humor und theatralischer Wirkung geprägt ist. Grumberg wirkte auch an diversen Drehbüchern mit. 1991 wurde Grumberg für sein Werk Freie Zone mit dem Prix Molière ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt er für sein dramatisches Gesamtwerk den Grand Prix de l’Académie française. 2003 erhielt er zusammen mit Costa-Gavras einen César und 2012 den Prix Max Cukierman.

 

Freie Zone

Deutsch von Susanne Kaiser
4D, 7H, 1 Kind

"Freie Zone" ist das letzte Stück einer Trilogie, in der Grumberg das Schicksal europäischer Juden in den Jahren zwischen 1930 und 1950 beschreibt. In "Dreyfus" war es die Situation der Juden in Polen, die er mittels einer jüdischen Theatergruppe, die ein Stück über Dreyfus probt, heraufbeschwor. In "Das Atelier" zeigte er dann dieselben Juden. Sie waren Franzosen geworden, hatten den Holocaust überlebt und versuchten im Paris der Nachkriegszeit zu überleben. "Freie Zone" nun, eine Mischung aus zartem Volksstück und Tragödie, spielt während des Zweiten Weltkrieges in Frankreich und führt das Schicksal einer sanft-konfusen jüdischen Familie vor, die unter falschem Namen im von der deutschen Armee nicht besetzten Teil zu leben und zu überleben sucht. Gerade in einer Zeit des Ausländerhasses und der Fremdenfeindlichkeit ein wichtiges, ein notwendiges Stück, denn im Grunde zeigt Grumberg nichts anderes als Menschen auf der Flucht und in ihrer verzweifelten Suche nach Asyl.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch