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Premiere: "Alles was Sie wollen" an der Komödie am Kurfürstendamm
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Sommertheater: Unsere Premieren von Juni bis August
Wir freuen uns auf Sommer, Sonne und Theater - hier eine Auswahl unserer...

Ausgezeichnet: Berliner Kindertheaterpreis 2019 für Esther Becker
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DE: "Der Besuch der alten Dame - Das Musical" bei den Freilichtspielen Tecklenburg
Am 24. Juli 2020 feiern die Freilichtspiele Tecklenburg die deutsche...


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Bild von Jean-Claude GrumbergGrumberg, Jean-Claude

Jean-Claude Grumberg ist ein französischer Schriftsteller, Drehbuchautor und Schauspieler. Sein erstes aufgeführtes Stück war 1967 der Einakter "Michu", worin er sich auch erstmals mit dem Thema Antisemitismus auseinandersetzte. Sein endgültiger Durchbruch gelang Grumberg 1974 mit dem Stück "Dreyfus", das in Deutschland im selben Jahr an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt wurde. 1979 wurde am Théâtre National de l'Odéon Das Atelier uraufgeführt. Ausgehend von Antisemitismus, sind Rassendiskriminierung und Chauvinismus wiederkehrende Elemente in Grumbergs Werk, das zudem von ausgesprochenem Humor und theatralischer Wirkung geprägt ist. Grumberg wirkte auch an diversen Drehbüchern mit. 1991 wurde Grumberg für sein Werk Freie Zone mit dem Prix Molière ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt er für sein dramatisches Gesamtwerk den Grand Prix de l’Académie française. 2003 erhielt er zusammen mit Costa-Gavras einen César und 2012 den Prix Max Cukierman.

 

Freie Zone

Deutsch von Susanne Kaiser
4D, 7H, 1 Kind

"Freie Zone" ist das letzte Stück einer Trilogie, in der Grumberg das Schicksal europäischer Juden in den Jahren zwischen 1930 und 1950 beschreibt. In "Dreyfus" war es die Situation der Juden in Polen, die er mittels einer jüdischen Theatergruppe, die ein Stück über Dreyfus probt, heraufbeschwor. In "Das Atelier" zeigte er dann dieselben Juden. Sie waren Franzosen geworden, hatten den Holocaust überlebt und versuchten im Paris der Nachkriegszeit zu überleben. "Freie Zone" nun, eine Mischung aus zartem Volksstück und Tragödie, spielt während des Zweiten Weltkrieges in Frankreich und führt das Schicksal einer sanft-konfusen jüdischen Familie vor, die unter falschem Namen im von der deutschen Armee nicht besetzten Teil zu leben und zu überleben sucht. Gerade in einer Zeit des Ausländerhasses und der Fremdenfeindlichkeit ein wichtiges, ein notwendiges Stück, denn im Grunde zeigt Grumberg nichts anderes als Menschen auf der Flucht und in ihrer verzweifelten Suche nach Asyl.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch