20.02.2018

Aktuelle Nachrichten

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...

"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...


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Bild von Anja TuckermannTuckermann, Anja

Geboren 1961 in Selb. Aufgewachsen in Berlin, wo sie heute noch lebt. Im Zuge ihres Engagements in der feministischen Mädchenarbeit gründet Anja Tuckermann die Zeitschrift Tigermädchen – Geschichten und Gedichte von Mädchen. Von 1988 bis 1992 arbeitet sie als Redakteurin beim RIAS-Kinderfunk und ist danach weitere fünf Jahre als freie Redakteurin und Autorin für den Kinderfunk beim Deutschlandradio Berlin tätig. 1988 erscheint ihr erster Roman Mooskopf beim Luchterhand Literaturverlag. Seitdem ist Anja Tuckermann als freischaffende Schriftstellerin und Journalistin tätig. Seit 1993 leitet und organisiert sie Schreibwerkstätten, Lesereihen und Seminare für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, u. a. am Staatstheater Stuttgart, für das Goethe-Institut in der Türkei, in Indien, in Jugendkunst- und Kulturzentren und Schulen in Deutschland und der Schweiz, für die Akademie der Künste, in der LiteraturWERKstatt sowie bei LesArt in Berlin. Mit ihrer Prosa sowie mit ihren Theaterstücken wurde Anja Tuckermann für zahlreiche Preise nominiert. Für "Denk nicht, wir bleiben hier" wurde die Autorin 2006 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

 

Fünf ist meine Lieblingszahl

2D, 1H
frei zur UA

Fine hat ein schlechtes Zeugnis und traut sich nicht mehr nach Hause. Ihr Vater wird sauer sein und sie anschreien, wenn er all die Fünfen sieht – da ist sich Fine sicher. Und auch ihr großer Bruder Timmi findet, dass sie mit diesen Zensuren besser erst einmal untertauchen sollte. Nur wohin? Die einzige Möglichkeit scheint, für ein paar Tage bei der Oma zu bleiben und zu warten, bis die Eltern sich wieder abgeregt haben. Doch Oma ist ein bisschen unheimlich, findet Fine. Ja selbst ihre Eltern sagen, Oma sei nicht mehr ganz gesund. Mal hat man richtig Spaß mit ihr, kann gemeinsam Lieder singen, Märchen nacherzählen oder ihren so erfrischend unkorrekten Lebensweisheiten lauschen, das andere Mal jedoch sagt sie komische Sachen und wird plötzlich böse. Meistens aber kann sie sich nicht einmal daran erinnern, Kinder und Enkelkinder zu haben. Fines Zeugnis allerdings findet sie großartig, denn die Fünf ist Omas Lieblingszahl. Als Fine letztendlich doch bei der merkwürdigen alten Dame einzieht, beginnt sie ihre Oma mit anderen Augen zu sehen und zwischen den Beiden bahnt sich eine ganz eigene Freundschaft an.

Anja Tuckermann setzt sich in Fünf ist meine Lieblingszahl für Kinder verständlich und witzig mit dem Thema Demenz auseinander, erzählt einfühlsam von den Schwierigkeiten im Alltag sowie den Ängsten, die eine solche Erkrankung bei Betroffenen und Angehörigen auslösen kann, aber auch von den schönen Augenblicken und kleinen Befreiungsmomenten, die entstehen, wenn die üblichen Konventionen und Regeln außer Kraft gesetzt sind.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.