22.10.2017

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DSE: "Gloria" am Residenztheater München
Amélie Niermeyer inszeniert die deutschsprachige Erstaufführung von Branden...

Neu bei FBE: "Wälder im Frühling" von Eva Rottmann
Jen ist schwanger. Mit 17. Sex: Ja. Irgendwie. Und mit irgendwem. Nini plagt...

Neu bei FBE: "NASSER #7Leben" von Susanne Lipp
Auf Grundlage von Nasser El-Ahmads Leben erzählt Susanne Lipp eine ganz...

Rückblick: UA von Anja Hillings "Wie kann ich dich finden, zu mir ziehen und überreden zu bleiben"
Am 27. September brachte Friederike Heller am Nationaltheater Mannheim ein...

UA: "Die Textil-Trilogie" von Volker Schmidt am Staatstheater Nürnberg
Das Staatstheater Nürnberg bringt am 13. Oktober gleich 3 Stücke von Volker...

Wiederentdeckt: "Das heilige Experiment" am Theater Orchester Biel Solothurn
Katharina Rupp hat Fritz Hochwälders historisches Gesellschaftsdrama Das...

UA: "Rasputin" am Theater Hof
Inszeniert von Roland Hüve und unter musikalischen Leitung von Michael Falk...

Neu bei FBE: "Tom Sawyer" von John von Düffel
In John von Düffels Adaption des Klassikers von Mark Twain erzählt der...

DSE: Arne Lygres "Nichts von mir" am Berliner Ensemble
Am Wochenende eröffnete das Berliner Ensemble sein Kleines Haus mit der...

Martina Clavadetscher für den Schweizer Buchpreis nominiert
Für den Schweizer Buchpreis wurden 78 Titel eingereicht, von denen nun fünf...

Hannah Biedermann für den FAUST nominiert
Für ihre Inszenierung "entweder und" am Jungen Ensemble Stuttgart ist Hannah...

Bestes Musical: Deutscher Musical Theater Preis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Der Hauptpreis "Bestes Musical" der Deutschen Musical Akademie ging in diesem...


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Bild von Nele StuhlerStuhler, Nele
©WilliamMinke 

Nele Stuhler war Mitglied des Jugendtheaters der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz P14, studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und nahm am Lehrgang FORUM TEXT von uniT Graz teil. 2011 gründete sie zusammen mit Stephan Dorn und Falk Rößler das Theaterkollektiv FUX, mit dem sie bereits zahlreiche Projekte realisierte, unter anderem 2015 "Langer Atem" am großen Haus des Stadttheaters Gießen, 2016 "Fux gewinnt" an den Münchner Kammerspielen, der Kaserne Basel, am Mousonturm Frankfurt und am Theaterdiscounter in Berlin. Das Projekt "Opa übt" wurde 2014 zum Premières Festival in Straßburg eingeladen und die "Frotzler Fragmente" hatten im Frühjahr 2017 am Schauspielhaus Wien Premiere.

Gemeinsam mit Jan Koslowski bildet sie zudem die Gruppe "Leien des Alltags", mit welcher mehrere Arbeiten entstanden, zuletzt "Mutti muss nach Lichtenberg" im Rahmen der Masterclass der Ruhrtriennale 2016. Mit "Société des Amis – Tindermatch im Oderbruch" waren sie unter anderem beim Körber-Studio für junge Regie, beim Fast Forward Festival Braunschweig und beim Theaterszene Europa Festival Köln zu sehen. Eigene Arbeiten entstanden zuletzt unter anderem mit "O Wand" am Stadttheater Gießen und mit "Mauerschau" an den Sophiensaelen Berlin.

2016 erhielt sie den Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik (2. Jurypreis und Publikumspreis) für "Fische", den Ponto Performance Preis (mit der Gruppe FUX) und war Stipendiatin des Internationalen Forums des Theatertreffens.

 

Fische

3 Darsteller*Innen
frei zur UA

E und Fisch führen eine außergewöhnliche Beziehung. Sie sind davon überzeugt, ihre Wohnung nicht verlassen zu können. Die bunte Welt da draußen bleibt eine Ahnung, ein holografischer Vergnügungspark, für den sie keine Eintrittskarte zu besitzen glauben. Sogar Brandenburg bleibt unerreichbar, und den Vorschlag eines vorbeireisenden Karpfens, in die Zweier-WG einzuziehen, interpretieren E und Fisch nicht als die ersehnte Erweiterung des gemeinsamen Horizonts, sondern als Bedrohung ihrer einsamen Intimität "als kleinste ethische Einheit". Was bleibt, ist die Hoffnung auf die Sturmflut, die ihren Kosmos vielleicht im Zuge des Klimawandels zum Biotop für beide machen würde. Dann wüchsen E Kiemen, und die exklusive Beziehung zu Fisch schiene nicht mehr so aberwitzig.

Fische ist eine beklemmende Vision von einer Welt ohne Notausgang und mit steigendem Meeresspiegel. "Die schnörkellose Dialogführung, das absurde Setting und der immer präsente, sanfte Humor verhelfen dem Text dabei zu einer großen Leichtigkeit. Nele Stuhlers Sprechpartitur besteht geradezu auf eine Auseinandersetzung, eine Ergänzung und Interpretation durch Schauspieler, Musiker, Regisseure, Tänzer, Roboter." (Jurybegründung Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik) Eine "pfiffige Existenzialismuskomödie [...], die unsere Weltangst und Sehnsucht nach Ausschließlichkeit auf den Horizont eines Karpfens herunterbricht."(Süddeutsche Zeitung)

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.

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