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KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

ÖEA: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Schauspielhaus Graz
Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
Das Theater und Orchester Biel Solothurn bringt am 27. Februar die Schweizer...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


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Bild von Nicky SilverSilver, Nicky

1960 in Philadelphia geboren, zählt der Autor Nicky Silver heute zu den bekanntesten und erfolgreichsten Vertretern des amerikanischen Boulevardtheaters. Seine pointenreichen, häufig überdrehten Stücke beziehen sich auf chaotische Familienverhältnisse, Inzest, homosexuelle Beziehungsdramen und andere Katastrophen. Prägend wirkte nach eigenen Aussagen Silvers Herkunft aus einer jüdischen Familie, der Vater Finanzmakler, die Mutter sozialengagierte Pharmareferentin. Durch seine jüdische Herkunft und seine Homosexualität erlebte er sich immer wieder in belastenden Außenseiterpositionen.
1977 ging Silver nach New York, wo er sich in den Studiengang "Experimentelles Theater" einschrieb, zahlreiche Stücke verfasste und an kleinen Bühnen selbst inszenierte.
Anfang der 90er Jahre erfolgte sein Durchbruch in den USA, ab 1996 war er zunehmend in Deutschland erfolgreich.

 

Fit in Fesseln

(Fit To Be Tied)
Deutsch von Andreas Beck und Thomas McClymont
1D, 3H
UA: 20.10.1996, Playwrights Horizons New York
DSE: 13.06.1998, Hans Otto Theater Potsdam

Vor 15 Jahren hat der kleine Junge Arloc das gesamte Vermögen seines verstorbenen Vaters geerbt, während seine Mutter Nessa leer ausgegangen ist. Auch in diesem Stück von Nicky Silver, Spezialist für schwierige bis katastrophale Mutter-Sohn-Beziehungen, ist das der Start von lebenslangen Neurosen. Die leer ausgegangene Mutter war in eine Vernunftheirat geflüchtet, die sie nun nicht mehr aushält.

Als sie endlich den Rat Arlocs, aus dieser Ehe auszubrechen, befolgt, wird die sowieso delikate Mutter-Sohn-Beziehung auf eine schwere Belastungsprobe gestellt. Denn für Nessa ist es selbstverständlich, dass Arloc sie aufnimmt. Und ebenso selbstverständlich verliebt sie sich in Arlocs Freund, den Schauspieler Boyd, den Arloc während eines Krippenspiels gesehen und noch im Engelskostüm abgeschleppt hat. Doch es stehen noch größere Schwierigkeiten ins Haus: Ein ungeöffneter Brief, der das Ergebnis von Arlocs Aids-Test enthält, liegt herum – ein von niemandem beachtetes Menetekel.